Kleine Werke in Eisen

Eisenplastiken

Eine ruhige Hand hatte ich immer. Etwas Talent wohl auch. Neben Papier, Leinwand und Holz war auch Eisen im Spiel, wenn es ans Handwerk ging. Es sind einige reifere und weniger reife Werke entstanden, von welchen ich kaum Bilder habe. Was noch in meinem Elternhaus vorhanden ist, kann ich zeigen.

 

Reiher

 

Ein Frühwerk. Hier lernte ich im Atelier eines befreundeten Künstlers mit dem Schweissapparat umzugehen.

Das Material stammt aus einer Apparatefabrik – sie existiert schon seit Jahren nicht mehr – wo die Abfallhaufen meine Quelle für die benötigten Teile waren.

 

Pelikan

 

Die Grundplatte symbolisiert das Wasser, die Schrauben das Schilf. Der stolze Pelikan reckt seinen Schnabel in die Höhe und gleitet durchs Wasser.

Die Konstruktion besteht aus rohem Eisen und ist rostschutzbehandelt mit einer verschliessenden Patina (Mefi).

Reiherpaar

 

Auf einem strukturstarken Holzklotz sonnt sich ein Reiherpaar. Die Spiralen sind Blechrundschnitte, wie sie beim Ausschneiden mit einer Blechschere entstehen.

 

 

Consens

Dieser kleine Ausschnitt meines Schaffens mit Eisen zeigt eine gewisse Entwicklung vom einfachen Reiher bis zum abstrahierten Pelikan. Dazwischen liegen einige andere Werke, ich mag mich noch erinnern an: Lebensbaum, Kubatur und Auge.

Es entstanden auch Halbreliefs, Stahl auf Holz. So etwa ein markantes Stück mit der Sonne über einem dunklen Wald, einem Bild von Albert Anker nachempfunden und umgesetzt.

Das Reiherpaar ist eines der Werke, die ich als Wohnzimmernippes bezeichne. Sie sind klein, handlich, übersichtlich und harmonisch formschön. Alle wurden aus handgeschnittenen Industrieabfällen gestaltet, es ergab sich eine kleine Reihe. Diese Reihe war denn auch der Abschluss meiner Ambitionen in Eisen, ca. 1968.

 

 

Stand vom 08.11.2011