Kleine Werke in Stein

Shona-Skulpturen

Fasziniert von der Bildhauerkunst in Zimbabwe, fasste ich die Gelegenheit beim Schopf, bei einem ausgewiesenen Kuenstler mit Speckstein arbeiten zu lernen. Ich belegte also einen Kurs, in welchem mir die Grundkenntnisse vermittelt wurden. 

 

 

Plastischer Speckstein

Zurückführend ins 11. Jh. , waren es ursprünglich traditionelle, mystische Inhalte, die durch die Bildhauerkunst dargestellt wurden. Formen eines altertümlichen Vogels, dem heutigen nationalen Symbol Zimbabwes, waren die ersten Funde aus der bedeutendsten Ruinenstätte südlich der Sahara, in "Great Zimbabwe".

Durch Ausstellungen in Europa und den USA erhielt die Shona-Kunst internationale Anerkennung. Die Steinkunst Zimbabwes bietet individuelle künstlerische Entfaltungs-möglichkeiten, da sie nicht an enge traditionelle und gesellschaftliche Zwänge gebunden ist wie in anderen Afrikanischen Ländern. Die Shona-Mythologie wird jedoch von vielen Künstlern aus Zimbabwe bis heute betont.

 

Arbeitsschritte

Die Kunstwerke entstehen ausschließlich in intensiver Handarbeit, wobei Hammer, Meißel, Raspel und Feile zum Einsatz kommen. Sind die endgültigen Formen aus dem Stein gehauen, werden die Skulpturen mit Wasser und Sandpapier verschiedener Koernung aufwendig glatt geschliffen. Zuletzt wird das Kunstwerk erhitzt und mit farblosem Wachs eingerieben. Damit werden Farbe und Struktur zum Vorschein gebracht und die Steinoberfläche schützend versiegelt.

 

Material

Meist verwendetes Material ist der Serpentin / Soap stone / Speckstein. Dieses Gestein wird in Farbnuancen von Schwarz über Grün bis Braun/Beige in unterschiedlichen Härtegraden in verschiedenen Steinbrüchen abgebaut. In Zimbabwe wird der Serpentin auch als Rapoko stone bezeichnet.

Mir bekannt sind Abbaugebiete in Zimbabwe, Vietnam und in der Schweiz (Goms, Kt. Wallis).

Erstellt am 09.11.2011, ergaenzt am 13.01.2013