Ausrüstung NVZ 4/8 Prasa (Südafrika)

Als erste Regung wurden an den Motordrehgestellen an den beiden Enden alle (Schienen-)Kontaktschleifer entfernt, damit der Akku-Block abgeschaltet werden kann, wurde im Chassis ein Kippschalter eingebaut. Ebenfalls eingebaut wurde ein Tastschalter für die Kanalabgleichung. Die Anschlussbuchse für das Ladekabel kam möglichst unauffällig ins Untergestell zu liegen. äöü

15.08.2015

Es kann weiter gehen! Knapp ein Jahr ist vergangen, seit den ersten Einbauten in den Vorortzug. Jetzt sind die Steuer- und Versorgungselemente vorhanden, der Einbau kann weiter aufgenommen werden. Als Erstes ist das Akku-Paket an den vorgesehenen Ort gesetzt worden. Es hat bequem Platz unter dem Einschub mit den Sitzen.

Danach wurde  die Beleuchtung des Passagierraums fertiggestellt. Die Kabel für die Frontbeleuchtung sind angeschlos-sen  und die Kabelverbindung zur Innenbeleuchtung wurde eingebaut.

Im Führerraum von Triebwagen 1 wurde die Innen-Beleuchtung installiert. Die kommt nur in diesem Triebwagn zum Einbau. Ebenso in den Führerstand 1 zu liegen kommt das Anzeigegerät für den Batteriestrom. Die Beleuchtung des Spitzenlichts hängt auch bereit zum Einbau. Letzteres gilt auch für den Triebwagen 2.

Das Wirrwar um das Steuerteil und den Empfänger herum wird nach und nach aufgeräumt, gemäss dem Einbaufort-schritt der Licht-Komponenten.

An den Wagenenden vom Triebwagen 1 sind am Dach die Mini-Stecker für Innenbeleuchtung und Spitzenlicht)) eingebaut worden. Am Wagenchassis, gegen die Drehgestelle hin, kamen die Buchsen für die Fahrstromleitung und die Front- sowie Rücklichter zu liegen. Dies gilt alles auch für den Mittelwagen und den Triebwagen 2.

Man könnte einwerfen, dass der Einbau der Beleuchtung schon lange gemacht hätte werden können... Dies war indes nicht möglich, da der Aufbau der Steuerung nicht bekannt war! Es hätte zu unliebsamen Ueberraschungen kommen können.

09.08.2016

Für die seriellen Anschlüsse der Frontbeleuchtung baute ich eine einfache Platine ein. Das ist viel sauberer als ein "fliegendes" Kabelgewirr!

Der Einbauvorgang der Elektrik und Elektronik geht sehr langsam voran. Für einen Laienbastler in dieser Materie (wie mich) ist dies mit viel Denkarbeit verbunden, auch müssen hie und da trotzdem noch Aenderungen und Anpassungen durchgeführt werden. Zwei kleine doch wesentliche Aenderungen wurden vorgenommen: Als Erstes wurde der mit der Steuerung mitgelieferte (bereits verlötete) Taster anstelle des Minitasters eingebaut. Die Spitzenlichter bekamen 3mm LED's anstelle von ursprünglich vorgesehenen 5mm LED's, also musste die Maske für die Halterung neu eingepasst werden. Als Zweites kam der Anschluss für das Batterieladegerät  ausnahmsweise auf die andere Wagenseite zu liegen, es hat sich so angeboten.

13.08.2016

Erstes Erfolgserlebnis - die Spitzenbeleuchtung leuchtet! Leider hat es nicht geklappt mit den Rücklichtern. Ich habe genervt aufgegeben - nach rund vier Tagen und 56 Stunden Aufwand... Nee, das brauche ich denn doch nicht. Rechts ist das Teil abgebildet, das mich schier zur Weissglut gebracht hat!

15.08.2016

Zwischenzeitlich ist der elektronische Steuerbaustein abgeraucht. Ursache war ein Kurzschluss, der wiederum die Ursache einer Ueberhitzung der Motorleitung an einem Uebergangsstecker zum anderen Wagen war. Es lösten sich in der Folge zwei gegenpolige Kontakte und berührten sich. Das Malheur am Fahrzeug war bald behoben, die Reparatur der Steuereinheit dauert etwas länger... Links Stecker schon ausgebaut, Bild rechts zeigt wie es sein soll(te). **)

Um die LED's zu prüfen, baute ich mir eine kleine Hilfs-vorrichtung, ein kleines Gehäuse in welchem ein Strom-begrenzer Platz hat mit den notwendigen Anschriften und Kabeln. Die Kabelenden wurden mit Mini-Steckern aus-gerüstet, somit kann kein Steckfehler mehr passieren. Der Strombergrenzer bringt 5V, der Maximalstrom der das Teil verträgt ist 1A. Die Praxis zeigte jedoch, dass für die kleinen 3mm-LED's die 5V zu hoch sind, deshalb schaltete ich einen Widerstand dazwischen. Die Leuchtkraft der LED's wurde stark eingeschränkt, aber für Prüfzwecke ist die Vorrichtung geeignet! Ist nach der Prüfung alles in Ordnung, kann der Strombegrenzer entfernt werden. Die LED's leuchten nun in voller Stärke.

So tastete ich mich Schritt für Schritt der betriebs- und kurzschluss-sicheren Beleuchtung entgegen.

Und so sieht es mit Licht aus.

05.09.2016

**) Der Betrieb hat gezeigt, dass nicht alles so einfach zu bewerkstelligen ist! Es stellte sich heraus, dass die Kabelüber-gänge zwischen den einzelnen Fahrzeugen nicht praxistauglich sind! Da muss nachgebessert werden, denn offene Lötstellen überdauern nicht lange und verursachen mitunter Kurzschlüsse. Die Lösung ist in Sicht, jedoch müssen noch diverse Bauteile beschafft werden. Die Anpassung bedingt eine komplette Neuverdrahtung der Spitzen-Beleuchtung, der Innenbeleuchtung und der Motorstrom-Übertragung!       24.10.2016

Lösungsansatz:

Bereits wurden verschiedene Varianten geprüft, teilweise gar gebaut und wieder verworfen. Zu viele Kabel müssten von Wagen zu Wagen durch  gereicht werden! Da kommt mein Elektronik-Tutor zur glorreichen Idee, die Innenbeleuchtung völlig unabhängig zu bauen... auch da gibt es einige Varianten. Es muss nun die Zweckmässigkeit abgeklärt werden und ebenfalls, ob ich sowas denn selber bauen kann. Folgende Varianten stehen bisher zur Diskussion:

Variante 1: 

Li-Ionen-Akku 3,7 Volt, Bauform 18650 wiederaufladbar durch Aussen-Ladebuchse wie Remote (kompatibel). Lichtleiste konventionell mit LED's parallel (bestehend). Direktanschluss. Ein-/Aus-Kippschalter im Wagenboden.

Variante 2: 

Li-Ionen-Akku 3,7 Volt, Bauform 18650 wiederaufladbar durch Aussen-Ladebuchse wie Remote (kompatibel). Step-Up-Regler, LED-Lichtband 12 Volt. Ein-/Aus-Kippschalter im Wagenboden.  01.06.2018

Der grosse Vorteil der unabhängigen Innenbeleuchtung ist die Verminderung der durchführenden Kabel. Somit noch 2x Motor; 2x Spitzenbeleuchtung weiss; 2x Rückleuchten Rot. Insgesamt nur noch 6 Kabel! So sollte es gehen!

Variante 1 wird eingebaut.

In der Zwischenzeit habe ich mich kundig gemacht und bin sozusagen in die Lehre gegangen. Elektronik und Elektrik sind nicht dasselbe, greifen jedoch ineinander. Also denn: Die jetzt angestrebte Lösung sollte das bringen was ich mir verspreche. Man wird sehen!                            äöü

Die Innenbeleuchtung

Die Innenbeleuchtung an sich ist bestehend. Sie ist parallel aufgebaut, mit druchgehenden Ms-Stäben und normalen LED's kaltweiss. Was neu kommt ist die Betriebsart. Die Akkuzelle in ihrer Halterung kommt in den Unterboden zu liegen. Sie ist direkt verbunden mit dem Ein-/Aus-Schalter und mit der Ladebuchse. Nach dem Schalter ist die Verbindung zum Innendach via eine Steckverbindung gelötet. 

Bilder unten: Der Schalter und rechts davon die Ladebuchse.

Jeder Teil des Triebzuges, also beide Triebwagen und der Zwischenwagen, erhalten separate Einheiten! Will heissen, deren Beleuchtung funktioniert unabhängig von einander.

Die wagenübergreifenden Kabel werden reduziert auf sechs. Sie werden alle über Dach geführt, es gibt keine Kabel mehr im Bereich der Drehgestelle. Ich habe eine 10-fach Verbindung gewählt. Durch die entsprechende Anordnung der Kabel für Motor, Spitzenbeleuchtung weiss und Schlussbeleuchtung rot, sind Fehlströme so gut wie ausgeschlossen. Will heissen, eine Buchse für Lichtstrom bekommt nie Strom für den Motor und umgekehrt.

Linkes Bild: Die leere Steckverbindung; Rechtes Bild: Die bestückte Steckverbindung.

Erstmals habe ich mit Knickschutz gearbeitet. Dieser besteht aus ganz normaler Fensterfarbe, die nach dem Austrocknen elastisch bleibt.

Hier der Stecker für die Deckenbeleuchtung.

Der Triebwagen 2 ist nun nach dem neuesten Erkenntnissen fertig für den Anbau der Frontbeleuchtung und des Akkus.

13.07.2018            

Der Einbau der Durchführung des Kabelstranges war im Mittelwagen sehr einfach. Der Kabelstrang kommt zwischen Innendach und Dachabdeckun zu liegen, es ist genügend Platz vorhanden. Da ja auch hier die Innenbeleuchtung saparat betrieben wird, entfällt auch der ursprüngliche Kabelsalat an den Wagenenden.

Die Konfektionierung der Kabelenden zu den Steckverbindungen ist etwas knifflig für meine dicken Finger, mit etwas Geduld aber geht schlussendlich alles . Links die entsprechenden Teile vor dem Löten, mittig der fertige Anschluss, versiegelt. Rechts dann der fertige Kabelübergang. So sollte es endlich gehen!

Inzwischen ist auch der Anordnung der Ladebuchsen fertig geworden. Das Bild zeigt die Übersicht.

Links: Die Ladebuchse für den 1S-Akku 3,7 V.

Mitte: Der Ein-/Aus-Schalter für die Innenbeleuchtung

Rechts: Die Ladebuchse für den 5S-Akku 18V.

 

Schalter und Ladebuchse 5S sind in der Seite untergebracht. Die Ladebuchse für die 1S musste an den Wagenboden verschoben werden, da im Innern sonst kein Platz gewesen wäre. Es geht mittlerweile eng zu da drin!

 

ÄÖÜ  äöü

Nach langem Warten auf die Lieferung (Post, Zoll), sind die notwendigen Komponenten im Oktober 2018 endlich eingetroffen. So nach und nach habe ich diverse "Übungen" durchlaufen, die mich zur Verständnis zur Elektronik hin führten. Demnächst geht es hier weiter!