Umbau Garratt 1065

Die aus zwei Brünigdampfloks nach Plänen der SLM (Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik) entstandene Eigenbau-Lok soll nun (endlich) ihren geeigneten Antrieb sowie Steuerung dessen erhalten. Mit der Steuerung Nummer 65 kommt das hin. Als grosse Herausforderung gestaltete sich das Abfräsen der Zylinderoberteile, die über die "Grundlinie" herausragten. Eine kleine Mutprobe sozusagen. Doch es klappte und nachher sah das wie im rechten Bild aus. öäü

Wie immer bei einem Umbau  auf Akku-Betrieb, wurden die Antriebe vollständig von den Kontakten zu den Rädern und zur Schiene entfernt.

Im vorderen Antriebsteil sollen Akkus und die Kontrolleinheit, sowie der Hauptschalter und die Ladebuchse eingebaut werden. Dazu sind einige Arbeiten am Fahrgestell selbst sowie an der schon recht stark angeglichenen und umgebauten Abdeckung ausgeführt werden. Das Akkupaket findet nun gerade so Platz (Luft im Millimeter-Bereich), die Kontrolleinheit findet ebenfalls ihren Platz, direkt hinter dem Motor.

Nachdem die Kabel für die Beleuchtung zusammengeführt wurden, musste dieses Kabel unter dem Kessel zum hinteren Drehgestell geleitet werden. Ebenfalls so verfahren wurde mit der Leitung fuer die Stromversorgung der Steuereinheit. Die Kabelführung war schon beim Bau der Lok in zwei Längsrohren vorgesehen, die nun benutzt wurden. Weitere Durchleitungen brauchte es für den Rauchgenerator so wie den Fahrstrom, bzw. der Stromversorgung des Motors. erstere wurden "fliegend" unter dem Kessel angeklebt. Für die Durchleitung des Fahrstroms wurden schon beim Bau die entsprechenden Rohre eingebaut.

Die Bedrängnis in der vorderen Antriebseinheit kann ich nicht belegen, jedoch mussten sämtliche ursprünglichen Befestigungspunkte ausgefräst werden, gar die Verstär-kungen mussten raus! Einzig die Abweisstege zum Schutz des Motors konnten bleiben.  So sind auch die Kabel geschützt. Nachträglich mussten noch zwei Befe-stigunspunkte geschaffen werden, damit entsprechende schrauben platziert werden konnten. Immerhin konnte das Gehäuse passgenau aufgesetzt und verschraubt werden.

Mit der Durchleitung der Kabel ergab sich nun ein Problem mit der Polarität. Zur Verwendung kamen einfarbige Doppelkabel, das rächte sich. Obwohl ich die Leitungen geprüft hatte, hat sich da ein Fehler eingeschlichen! Das Resultat war ein kurzes Räuchlein an der Steuereinheit. Wenn alles gut geht, dann ist nur der Sicherungsdraht durchgebrannt. Aber das Teil muss zur Reparatur - und ich muss zwingend die Kabel austauschen!

Die hintere Antriebeinheit bietet kaum mehr Platz als die vordere. Aber für die einzelnen Komponenten ist genug Platz vorhanden. Die vorläufige (?) Anordnung wird in den untenstehenden Bildern gezeigt. Der Taster ist auch schon eingebaut, zu entdecken ganz unten in Bildmitte, neben dem Etikett.

Das fehlhafte Kabel wurde ausgewechselt und durch zwei unterschiedlich farbige ersetzt. Somit war dann die Zuordnung von + / - kein Problem mehr. Die nun provisorisch eingebauten Komponenten und ihre Zuleitungen sehen "aufgeräumt" aus. Auch der Kabelbaum für die Sonderfunktionen ist fertig. Es hat sich gezeigt, dass bei der Fehlersuche einzeln trennbare Funktionen (F1/F2/F3) von Vorteil sind, deshalb die aufwändige Anordnung der Steckverbindungen gleich hinter dem 14-poligen Vielfachstecker. Was noch fehlt ist die Zusammenführung der einzelnen Lampen. Auch hier wird auf die einzeln schaltbare Laterne hinten (bzw. vorne) verzichtet. So kann ein Kabel eingespart werden. Die Funktion der Beleuchtung ist analog, gesteuert bzw. umgeschaltet wird durch Dioden. 

Vielleicht interessiert auch noch die Anordnung der Bedienungselemente. Unten links ist der Anschluss fuer das Akku-Ladegerät ersichtlich, diese Installation wurde in der vorderen Antriebseinheit eingebaut, in der Nahe der Akkus. In der hinteren Antriebsgruppe fand der Abgleich-Taster Platz. Gegenüber wurde neben dem Steuergestänge.der Ein-/Aus-Schalter montiert.  Von unten sieht das knapp aus, ist jedoch frei von jeglicher Berührung, in beiden Stellungen! (Ich muss dringend die Kamera reinigen lassen!). 08.04.2018

Das Problem der durchgebrannten Sicherungen und deren Reparatur wurde angegeangen. Anstelle des in der Steuer-platine integrierten Sicherungsfadens, sollen "externe" Sicherungen eingebaut werden, die mit wenigen Handgriffen aus-gewechselt werden können. Diese Lok ist die Erste, die eine solchermassen angewandte Lösung aufweist. Dazu habe ich im "Wasserkasten" einen Support gebaut. Die Sicherung hat mit Sockel und Abdeckung bequem Platz. Sie kann mittels Lösen zweier Schrauben leicht zugänglich gemacht werden. 16.04.2018

Die Garratt läuft und geht provisorisch in Betrieb, da die Beleuchtung und die Zusatzfunktionen noch nicht angeschlossen sind. Zudem ist ein mechanischer Schaden noch zu reparieren (Antriebszahnräder). 16.04.2018

Antriebszahnräder sind ausgewechselt! Die Lok ist somit einsatzbereit!

01.08.2018