Umbau RhB Ge 4/4" 622

Die klassische "Arosa" wird umgebaut. Entsprechend der Anforderungen, sind alle Elemente, die Schienenkontakt aufweisen entfernt worden. Dies betrifft die Schleifer und  Radkontakte sowie die "Innereien" im Getriebeblock. Die nachfolgenden Bilder zeigen den Vorher-/Nachher-Zustand.

Dies ist eine Lok aus dem Hause LGB in Nürnberg. Sie hat noch die runden Stirnlampen, Vorbereitung für Digitalbetrieb ist Fehlanzeige. Also eine Lok aus einer sehr frühen Generation! Sie unterscheidet sich am Kasten, an den Antrieben und bei den Innereien wesentlich von der heutigen Bauform!   

So erleichtert, ist der Widerstand am Antrieb natürlich um einige Kilos geringer, was sich am verminderten Stromver-brauch zeigen wird.

Nun konnten die Bedienelemente eingebaut werden. Vor dem Einbau mussten die Standorte bestimmt werden. Die Platzverhältnisse sind in dieser grossen Maschine eher beschränkt, da die werkseitigen Einbauten viel Platz beanspruchen. So war schon mal klar, dass auch die aussen sichtbaren Teile in den mittleren Bereich des Kastens, nahe bei den Steuerungskomponenten, zu sitzen kommen sollen. Den Taster platzierte ich am Chassis-Rahmen, von aussen sicht- und bedienbar. Der Ein-/Aus-Schalter konnte senkrecht hinter der Schürze eingebaut werden, kaum zu sehen. Da auf dem Chassis ein weiterer Rahmen aufgelegt ist, welcher den silbernen Streifen zwischen Chassis und Kasten imitiert, musste dieser leicht angepasst werden. Die Akku-Ladebuchse baute ich hier ein. Sie ist sichtbar, jedoch nicht aufdringlich, wie das Bild bei aufgesetztem Lok-Kasten zeigt. Der Lok-Kasten selbst blieb unbehelligt!

Nach diesen ersten kniffligen Arbeiten habe ich mich an den Einbau der Plattform für die Aufnahme der Steuerungs-elemente und der Akkus gewagt. Dabei sollte das vor Jahren grob eingebaute Zusatzgewicht in Form von Stahlplatten möglichst erhalten bleiben. Dabei war stets die recht geringe verfügbare Höhe im Lok-Kasten zu beachten.

31.07.2016

Ueber die Gewichte wurde ein Podest aus ABS gebaut, auf welchem die Steuerelemente und das Akku-Paket Platz finden. Als Befestigung für die Gewichtsplatten habe ich die Halterung für die originale LGB-Platine verwendet. Die eingebaute LGB-Elektronik habe ich tel-quel übernommen, sie wird ganz normal über den Fahrstromanschluss gespeist. Hier auch wieder besonders: Die Motorenkabel sind dreiadrig... Die gelbe Ader fehlt!

Die noch nicht gänzlich ausgerüstete und zusammengeschraubte Lok durfte auf Lastprobefahrt. Die neu eingebaute Akku-Antrieb und zugehörige Steuerung funktionieren klaglos. Leider gab es einen Getriebeschaden im einen Drehgestell. Das Glück scheint mir nicht hold... Eine Aenderung drängt sich im Bereich des Ein-/Aus-Schalters auf. Meine etwas dick geratenen Finger können den Schalter nicht sicher genug erreichen!  01.08.2016

Mitten im Betrieb hat die Steuerplatine den Geist aufgegeben. Nicht wegen einem steuerungsinternen Defekt, die Ursache war eine aufgetretene Kurze aufgrund einer gelösten Lötstelle! 20.10.2016

Die Steuerplatine ist mittlerweile repariert worden, das Geriebe ebenfalls. Bei der neuerlichen Inbetriebnahme wurde die Steuerungleider aus unbekanntem Grund wieder beschädigt. Die Lok bleibt noch einige Zeit das Sorgenkind! 25.03.2018