Entflechtung Ost- und Westschlaufe

Es bestand der Wunsch, die beiden bestehenden Kreisverkehre als unabhängige Schlaufen zu betreiben. Bisher ergab sich eine automatische Kreuzung, die die Durchfahrung beider Kreise als eine Acht erzwang. Nun soll eine Überwerfung für Abhilfe bzw. die angestrebte Lösung sorgen. Dazu muss in der Ostschlaufe nach der Ausfahrt von West Ridge Höhe gewonnen werden bzw. die Westschlaufe muss möglichst tief gelegt werden. Die Ostschlaufe beschreibt eine S-Schlaufe und mündet vor der Gegenkurve zur Einfahrt in die Spirale in die bestehende Strecke ein. Die Westschlaufe ist relativ einfach tiefer zu legen, die Änderungen sind mit minimem Aufwand zu bewerkstelligen.

Gefälle/Steigung Westschlaufe: max. 2%    Rot

Gefälle/Steigung Ostschlaufe: max. 3%    Grün

 

Der Baubeginn war urspruenglich vorgesehen Mitte August 2012.

Baubeginn vorgezogen!

Am Samstag, 14. April 2012, war der Boden relativ feucht und weich, deshalb ideal, den Bau der Streckenentflechtung in Angriff zu nehmen. Das feuchte, kalte Wetter war angenehm nach der Hitze der vorangehenden Tage. Schnell war die Baustelle eröffnet und der Aushub der roten Linie fertig. Danach wurden die Schienen demontiert und die nicht mehr benötigten Grundsteine ausgebaut. Auch in den Bereichen die eine Änderung erfahren, wurden Fundamente und Steine entfernt. Auch für die grüne Linie wurden erste Arbeiten (analog der roten Linie) durchgeführt.

Die links im Bild verlaufende Strecke (Linie Grün) muss ab dem Bahnhofsgeleise steigen. Das rechte Geleise der neuen Linie Rot muss moderat abgesenkt werden.

Die Bogenbrücke wird an die Linie Rot verschoben.

Stand vom 14.04.2012

Es sollte eine kleinere, kurze Baustelle werden, damit bald wieder Fahrbetrieb wenigstens auf einer Stecke gemacht werden kann. Ich habe mich nun entschlossen, den ganzen Bereich neu zu verlegen und die Kurve der neuen roten Linie nach dem Bahnhof, auf den maximal möglichen Radius von bisher 1250mm auf 1400mm zu erweitern. Somit ist eine Gleisveränderung und -Ergänzung auf rund 18 Metern (!) entstanden.

Trotzdem sind stete Veränderungen zu beobachten:

Die alte Trasse wurde ausgebaut und der entstandene Graben verfüllt. Auch konnten schon die Gleise provisorisch gelegt werden, somit kann kontrolliert werden, ob die Vorgaben im Plan mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Erstaunlicherweise tut es das...

 

Jetzt war es Zeit, den künftigen Flusslauf zu bestimmen und den Aushub zu machen.

Der Flussverlauf ist nun bis nach dem aktuellen Bauabschnitt ausgehoben. Die Brücken stehen in etwa dort, wo sie hin sollen. Da wo das nackte Gleis über den Fluss hängt, soll auch noch eine Brücke hin. Die wird später gebaut. Erst wird ein Provisorium gezimmert, damit die Baumassnahmen im Verlauf nicht gestört werden. Da die Steigleitung für das Wasser und weitere "Werkleitungen" unter das Flussbett zu liegen kommen, muss dieses relativ tief ausgenommen werden.

Die folgenden zwei Bilder zeigen den definitiven Gleisverlauf. Die Geländeform der Überwerfung ist noch nicht bestimmt! Da wird sich früher oder später eine Lösung finden.

Stand vom 16.04.2012

Heute strahlend schöner Sonnenschein, also ist Eile angesagt, damit bis zum Höchststand der Sonne alles unter Fach ist, sonst wird’s zu heiss!
Ich hab's nicht ganz geschafft, deshalb ab unter die Dusche - aber erst will ich noch die Bilder einstellen zu dem was heute geschafft wurde! Die Auffahrt inklusive Brücke ist für die grüne Schlaufe fertig gemauert. Die Gleise sind provisorisch aufgelegt zur Kontrolle: Linientreue und Steigung. Es sind 2 bis 2,5 Prozent, wie angedacht. Tagesziel erreicht, jetzt ist Pause, besser gesagt Schluss für heute!
!

Stand vom 17.04.2012

Der heutige Tag war nicht so produktiv wie die Tage zuvor, man hat ja noch anders zu tun... Aber die Gleise auf dem ersten Abschnitt sind gelegt (so liegen sie nicht im Weg herum), die Teilstrecke ist befahrbar! Es mussten einige Schwellenbetten oder wenigstens Teilstücke ersetzt werden.

Damit es aber signaltechnisch sauber ist, musste ein Gleissperrsignal hin. Fünfminutenbastelei, sag ich dem. Aber brauchbar! Zudem konnten noch ein par Ziegelsteine aus dem Abbruch gerettet und für die Wiederverwendung vorbereitet werden. Muss ja schliesslich auch sein. Dazu besorgte ich eine Diamantscheibe zum "horrenden Preis" von R26. Das sind gerade mal EUR 2,60. Wenn's so weiter geht!?

Stand vom 18.04.2012

Heute war die rote Linie dran! Die Brücken-Widerlager sind gesetzt und die Strecke vom Bahnhof her auch! Die Schienen sind vorgebogen und provisorisch verlegt! Jetzt ist der östliche Teil vom Fluss fertig gebaut.

 

Stand vom 19.04.2012

Hat mich ein Kollege angerufen und den unmöglichen Vorschlag unterbreitet, einen ganzen Tag an der Südküste entlang zu verbringen... Einen Ruhetag konnte ich gebrauchen - und ab durch die Mitte!

Das war am 20. April 2012. Heute, am 21. April 2012 also, musste was gehen, wollte ich doch mit der Maurerei an der roten Strecke fertig werden. Das hat geklappt, alles paletti und gleich die Schienen drauf! Auch da musste ein Stück eingesetzt werden, aber der Stock birgt noch manches Juwel, also kein Problem. Der Probedurchschub des am meisten Probleme bereitenden Wagens hat schon mal positives Ergebnis gezeigt...

Heute also der grosse Tag. Geleise gerichtet, alle Nebengeleise und der Ostkreis (grüne Linie) "abgehängt" mittels Einbau von Isolierverbindern. Dann Powerunit angehängt und PIKO-Fahrpult dazwischen. Da ging nichts, hat immer infolge "Überbelastung" ausgeschaltet. So habe ich die Drahtenden mit Krokodilklemmen zusammengehängt. ERSTMALS in der Gartenbahngeschichte meines Domizils, verkehrte der "Schoema-Zug". Maximale Stromaufnahme 4,8A bei 18V. Ohne die Putzmaschine waren es dann noch 1,9A bei 18V. Sonntagsspass eben. Aber das Wichtigste: Es hat funktioniert! Und dies unter strengster Beobachtung meines Betriebsleiters "Willi", alias Dexter von Miropa...

Natürlich durfte im Laufe des Nachmittags auch ein "richtiger" Zug auf die Strecke! Und noch weitere mehr - doch die Speicherkarte war voll...

Nun, es muss ja irgendwie weiter gehen! Die Skizzen für die Bergstrecke wurden überarbeitet und dabei festgestellt, dass die Idee, die Weiche gleich in den Neubau der Überwerfung einzubinden, ideal ist. Jetzt muss die anschliessende Brücke gebaut werden. Eine Brücke deshalb, weil der "Berg", an dessen Flanke die neue Linie durchführt, noch nicht besteht. Und eine Brückenkonstruktion ist die sicherste Unterlage für eine lose Trasse.

Die für den Brückenbau benötigten Profile bekomme ich von einem befreundeten Betrieb als Abschnitte gratis. Nach der Beschaffungstour muss erst mal aussortiert werden.

Damit alles korrekt gebohrt werden kann, muss zuerst alles angezeichnet und gekörnt werden. Da ich mit dieser Arbeit serienmässig und konzentriert vorgegangen bin, habe ich das Fotografieren noch vergessen...

Die nachfolgenden Aufnahmen zeigen die gebohrten Teile. 

Mit dem bescheidenen Maschinenpark, einer Ständerbohrmaschine und einem kleinen Handfräsapparat, kann man schon recht viel erschaffen.

Stand vom 17.05.2012

Die erste ganz spezielle Stütze für die Trassen-Brücke ist fertig geworden. Noch sieht das Ganze schief aus, aber es kann alles gerichtet werden. War ja nur ne Stellprobe!

Die Stütze ist deshalb etwas speziell, da keine Teile über die obere Traverse hinausragen dürfen, da der Weichenantrieb darüber zu liegen kommt,

Danach wurden die ersten Segmente gebaut und gleich mal mit dem Weichensegment an Ort und Stelle probegelegt. Ich habe erstmalig so ein Segment gebaut. Sollte so hinhauen...

Baufortschritt vom 19.05.2010

Die erste Sektion der Unterbau- oder Brückenelemente wurde verschraubt und gerichtet.

Baufortschritt vom 21.05.2010

Nun ist es an der Zeit, sich mal konkrete Vorstellungen zu machen, wie der Berg dereinst aussehen soll. In nächster Zeit tut sich was in Sachen Gartenmauer. Die alte Mauer wird abgerissen, also wird Material frei, so ein "Gebirge" auf zu türmen. 

Ein erster Versuch soll die Möglichkeiten aufzeigen und gleich auch noch bestimmen, ob Brücke oder Tunnel die richtigen Kunstbaumassnahmen sein sollen. Noch bin ich offen, aber ein Tunnel wird sicher noch kommen, vielleicht etwas weiter hinten. Beide Optionen gleich hintereinander wären sicher auch reizvoll…

Die flachen „Steine“ sind Reste der alten Gleisfundamente. Sie sehen so natürlich aus, dass ich sie gleich als Böschung verwenden will.

Beim heutigen Stand der Dinge besteht die Aufschüttung aus Bruchmaterial, überzogen und schichtweise abgedeckt mit Humus.

Baufortschritt vom 24.05.2012

Dauerregen und etwas tiefere Temperaturen haben den Winter in Südafrika eingeläutet: In den Häusern ist es kälter als draussen! Untrügliches Zeichen, dass jetzt die Regenzeit beginnt. Deshalb habe ich Glück gehabt, nach dem Mauerbau auch noch den Pumpensumpf für die künftige Bedienung des geplanten Flusses fertigstellen zu können. - Und schon ist er in Betrieb genommen, mit Durch- und Überlauf. Auch der Fluss scheint dicht zu sein, obwohl noch gar nichts zur Auskleidung vorgenommen wurde...

So far so good: 08. Juni 2012

Es wurde weiter gebaut, vier Elemente kamen dazu. Leider waren zurzeit nicht mehr Profilabfälle verfügbar, aber ist ja immerhin etwas!

Das war am 15. Juni 2012

Es geht langsam, aber stetig voran. Wieder sind weitere Trassen-Elemente dazu gekommen.

Stand 26.06.2012

Die Regenzeit sollte jetzt überstanden sein. Endlich kam ich dazu, die restlichen Trassensegmente und die letzte Brücke zu bauen. Die etwas besondere Form der Brücke hat sich einfach so ergeben, es bestand kein Plan. Aber trotz des eigentlich engen Bogens passieren alle vorhandenen Schienenfahrzeuge ohne Problem!

Stand vom 02.09.2012

Das Wetter spielte mit - und so konnte ich den Zusammenschluss der Gleise in Angriff nehmen. Noch besteht eine gewisse Interpretations- und Improvisationsstimmung, doch es wird! Und es wurde. Der fast perfekte Übergang ist geschafft! Es kann die Probefahrt anberaumt werden, welche mit Prominenz (mir) und ohne weitere Gäste inszeniert werden soll...

Zum Schluss dieser Bilderserie mal ein Übersichtsbild der nun abgeschlossenen Umbaumassnahme. Es kann nun mit dem offiziell aufgelegten Plan verglichen werden.

Bauabschluss am 03.09.2012

Jetzt ist es geschafft! Nachdem die Putzlok ein paar Mal hin und her gekurvt ist, durfte die "Unerhörte" mit einem Kurzzug die Erstfahrt absolvieren.

04.09.2012, Ursprünglich vorgesehener Schluss der Umbaumassnahme.

Die Anpassung an das bestehende Gleis war trotz machbarem Gefällsknick etwas zu hart. So entschloss ich mich, die kleine Brücke in die Aluminium-Trasse einzubinden. Die letzten paar Dezimeter können mit Unterfangungen ausgeglichen werden. Das sieht besser aus und hält besser!

05.09.2012, Tatsächlicher Schluss , jedochn ohe Erdarbeiten!

 

Erdarbeiten

 

Es geht endlich weiter, es ist genügend Baumaterial angekommen. Vom Nachbarn seiner Baumassnahme konnte ich mir den Schutt sichern. Es soll nun der entsprechende Bahndamm entstehen, sieht doch gleich besser aus!

 

Der Baufortschritt war recht rasant. Erst wurden gebrochene Backsteine unter die Trasse geschoben und aufgetürmt, danach das Schüttgut eingebracht. Nunn kann sich das Ganze setzen um dann später nachbearbeitet werden.

 

27.03.2014

Ein Detail vom neuesten Stand am Durchlass vom 05. Mai 2014