Bergstrecke 1. Teil

Der Bau der Bergstrecke ist fertig geplant, es war eine Abwägung von Varianten. Es muss jedoch erst ein Berg gebaut werden - oder erst die Trasse? Ursprünglich vorgesehen war, dass für die Bergstrecke zwei Tunnels entstehen, die in einem "Bunker" zugänglich sein sollten. Die Linienführung von der oberen Bunkerecke und auf der gesamten Längedurch den Bunker, hätte sehr gute Bedingungen für eine sanft ansteigende und auch im Tunnelbereich leicht zu kontrollierende Trasse ergeben. Gar ein Abstellen zweier Züge wäre möglich gewesen. Die Zahnstangenstrecke wäre mit zwei Tunnelsegmenten eingebettet worden (Skizze unten). Die Baubewilligung wurde indes amtlich verweigert. Somit musste eine andere Linienführung und Grundkonstruktion gefunden werden.

 

 

Pläne, die nicht verwirklicht werden können: Betrachtet man den Gleisplan etwas genauer, sieht man die rote Linie von der Grünen abzweigen. Stetig ansteigend über einen Viadukt in einen Kreistunnel mündend, der vom Bunker aus auf der massgeblichen Länge einsehbar und zugänglich ist. Im Bunker soll die Trasse auf einer brückenartigen Konstruktion, wie sie von der Überwerfung her bekannt ist, verlaufen. Ein weiteres Brückenbauwerk folgt und daran anschliessend wieder eine Kehre, in deren Verlauf die künftige Zahnstangenstrecke abzweigt. Die Bergstrecke jedoch mündet auf einem Tisch zur Aufrüstung von Lifesteam-Loks, die als Ausweiche konzipiert ist, damit der Fahrbetrieb trotzdem weiter geht. Dies ist zugleich der höchste Punkt der Bergstrecke. Danach sinkt die Strecke in einer Rechtskurve und erreicht nun in einer weiteren Rechtskurve den Bunker, der in der gesamten Länge durchfahren wird. Im Bunker drin gäbe es die Möglichkeit, zwei weitere Parallelgeleise zum abstellen von Zügen einzurichten. Dies als Option! Nach der Bunkerverlängerung in Form eines kurzen Tunnels, verläuft die Strecke stets abwärts führend oberirdisch. 

Planungstand vom 05.09.2012

Betrachten wir den Ist-Zustand mal etwas näher: Es wurde eine stets ansteigende, elegante Linie gewählt und die Trasse entsprechend erstellt. Daran anschliessend wurde eine Klappbrücke eingebaut. Das ist der erste Teil der Bergstrecke. An diesem Abschnitt wird nichts mehr geändert oder ergänzt! Der Weiterbau wurde etwas verzögert durch den Bau des Trekoppje-Tunnels, auf dessen Gewölbe (Rücken) das bergseitige Widerlager der Brücke zu liegen kam. Der zweite Teil des Trassenbaus wird in einem separaten Kapitel beschrieben.

Langsam aber sicher wird am geplanten Berg gewerkelt. Erste zaghafte Geländeanpassungen im Bereich der Überwer-fung Ostschlaufe, beginnt der Berg zu wachsen. Vorsichtig erst, dann aber bis zur vollständigen Integration der neuen Trasse. Auch als Vorbereitung für den Bau der Bergstrecke natürlich!

Als Bepflanzung habe ich Aloe tigris gewählt. Diese sommerresistente Pflanze wuchert heftig, sofern ihnen der Platz passt! Ist fast ein Unkraut... Diese Aloe-Art blüht im Frühsommer (September/Oktober).

Wie sich die Situation ein knappes Jahr danach zeigt, ist auf dem Bild ersichtlich. Nicht nur die (blühenden)  Aloes wuchern, auch Gras  erkä-

mpft sich seinen   Platz.   Der Baum ist ein   abgestorbener   Lavendel-Busch.

 

Am 5. Oktober 2013 kam weiteres Auffüll-Material angekarrt von Nachbars Baustelle. Es hat gar noch brauchbare Blocks dabei, die man zum Mauerbau wieder verwenden kann.

 

Der Bau der Bergstrecke wird in Etappen in Angriff genommen: Am 27.November 2013 ist mit dem Bau eines ersten Abschnitts begonnen worden. Noch ist nicht zu erkennen was da entsteht, jedoch kann man erahnen, dass da eine Bahnlinie gebaut werden könnte...

Der eigentlich geniale Gedanke an einen Bunkerbau ist nun eben verworfen. Die Streckenführung wird etwas anders als auf den Plänen angedacht, jedoch gleichzeitig gar erweitert!

Die Etappen sind so aufgeteilt, dass keine Bauarbeiten die Lagerung von Lose-Material und noch vorhandene Materialdepots tangieren.

 

Es wird immer so weit gebaut, wie Material zur Verfügung steht. Deshalb können auch grössere Unterbrechungen eintreten. Auch wird nicht unbedingt Abschnitt an Abschnitt gebaut, denn es kann vorkommen, dass zwischenzeitlich eine völlig andere Baustelle eröffnet wird. Das erstgebaute Fundament gehört eigentlich zur zweiten Etappe. Aber was soll's, zuletzt muss einfach alles zusammenpassen!

 

Der Bau entsteht nicht mehr alleine durch meine Arbeit, ich habe "Verstärkung" bekommen! Mein Gardener, der Makoko, der betoniert gern. Und weil er das so nebenbei tut und schnell ist, kann er mal hin und wieder seine Kräfte fürs Betonieren einsetzen. Ich werde dann gefordert dem Tempo zu folgen und wenigstens die Nivellierung sowie das Legen der Fundamentplatten eigenhändig erledigen.

 

Anhand der im Blei gelegten Platten kann man die Topografie des Geländes erahnen. Der Höhenunterschied des Terrains vom Anfang zum Ende sind doch immerhin 20 Zentimeter!

 

Änderungen

Dass der "Bunker" nicht gebaut werden kann ist bekannt. Nun ergeben sich einige Änderungen und Ergänzungen, die im Laufe der Zeit gereift sind und nun zur Ausführung kommen sollen.

Die Strecke kommt von Nord, also von "oben" und steigt an um den  beschriebenen Tunnel zu überqueren. Stetig ansteigend über eine geknickte Gerade wird die erforderliche Höhe gewonnen, die wird ca. 70 bis 75 Zentimeter über gewachsenem Boden sein, ich bin optimistisch, dass dies erreicht werden kann. Die Gerade soll in einen Tunnel zu liegen kommen, damit wird die Tiefe für die Anlage darüber gewonnen und zusätzlich eine Abstellmöglichkeit für einen ganzen Zug! Steigungen um drei Prozent muss die Bergstrecke schon erleiden, damit der kleine Bahnhof mit der Aufrüststation für die Life Steam Lok den Zweck erfüllt. Der Bahnhof "Berg" (Arbeitstitel) wird auch Ausgangs- und Endpunkt sein, für die neu hinzugekommene, eben verlaufende Rundstrecke am Berg. Auch diese Strecke wird teilweise in einen Tunnel zu liegen kommen, dort kann in den "Betriebspausen" ein kürzerer Zug abgestellt werden. Die Rundstrecke erhält ein eigenes Bahnhofsgleis in "Berg". Die Schlaufe die von Westridge her kommt erfährt eine Verlängerung durch die Lageveränderung und sollte nicht zu steil werden. Sie ist nur unwesentlich kürzer als die Linie, die vom Norden her führt.

Ein drittes Gleis im Bahnhof "Berg" ist für die Zahnradbahn reserviert, die pendeln soll. Es ist angedacht, den Pendel via Spitzkehre in "Berg" bis hinunter nach Westridge verkehren zu lassen. Dazu soll in Westridge ein separates Wendegleis errichtet werden (ganz rechts im Bild). So entstehen durch die kurze Mitbenützung der Stammstrecke und der Bergstrecke interessante Betriebsabläufe. Die ursprüngliche Zahnstangenstrecke wird ausser der Spitzkehre nur unwesentlich verändert, alle übrigen Parameter werden wohl wie ursprünglich geplant gebaut, einzig die Lage der Trasse hat sich etwas verschoben. Auch der Gipfelbahnhof wird so belassen wie geplant.

  Stand vom 25. März 2014

Natürlich muss das Ganze organisiert und berechnet werden, dafür ist halt mal wieder Kopfarbeit am Schreibtisch gefragt, Aber es gibt ja im frühen Herbst hin und wieder Regentage!

 

Schon begonnen wurde mit dem Aushub für die Fortsetzung der Bergstrecke ab Westridge Nord. Dies ist der erste Abschnitt, entlang der bestehenden Linie. Es bestehan also gelichzeitig mehrere Baustellen. Da aber noch einiges an Material fehlt dauert es halt etwas, bis erste Resultate gezeigt werden können.

Der Weg zum Berg ist lang. So muss etwas an der Landschaftsgestaltung gemacht werden, damit die Strecke lang genug wird, somit die Steigungen nicht zu gross für lange Züge. Voraussichtlich beträgt die Neigung 1,5 bis 2 Prozent (maximal 3%). Die Streckenführung der zweiten Hälfte des ersten Teils ist ausgesteckt und eingeschnitten.

 

Der Aushub des zweiten Abschnittes ist geschafft! Es wird ein flaches Fundament geben, jedoch verstärkt durch Drahtgeflecht, wie es zwischen die Mauerschichten eingelegt wird. Dadurch erhoffe ich mir (wie an anderen Orten, wo ich das so gemacht habe) wenige Brüche in der Trasse.

 

Die Eisenstäbe markieren die Mitte der Kreissegmente, danach können die Radien von 150 cm gebaut werden.

30.03.2014

 

 

Dem guten Wetter zufolge (aufgeweichter Boden nach Regenschauer und nachfolgend Sonnenschein) war es angebracht, gleich mal mit dem vorhandenen Material die Trasse einzubauen. Die ersten zwei Stunden zeigen schon ein passables Resultat. 03.04.2014

 

Und weiter geht's! Eine Schönwetterperiode bei nicht allzu hohen Temperaturen muss man nutzen!

04.04.2014

 

Der erste Teil-Abschnitt der ersten Etappe ist vollendet! Damit ist der Teil, wo sich die Bergstrecke an die bestehende Strecke anschmiegt ausgeführt und von da ab geht die Bergstrecke ihren eigenen Weg. Bisher wurde eine Steigung von 1,5 Prozent eingehalten. Die Steigung wird nun erhöht auf 2 bis 2,5 Prozent. Die maximale Steigung auf der Bergstrecke wird 3, aller höchstens auf kurzer Strecke 3,5 Prozent betragen. Trotzdem anspruchsvoll für lange Züge wie den Glacier-Express! Es stehen nun die ersten sechs Meter Trasse bereit.

 

08.04.2014

Weitere Steine wurden beschafft, 50 an der Zahl. damit sollte ich für die erste Etappe auskommen. Erst habe ich die Steine ausgelegt, damit ich die nicht mehr schleppen muss. Im mittleren Bild sieht man die gespannte Schnur, welche den Beginn der nächsten Kurve markiert. Zwischen den beiden Kurven liegen drei Steine gerade, was einer Länge von etwa 70 cm entspricht. Wenn der Damm, wie hier ersichtlich höher wird, verwende ich Bruch als Füller. 09.04.2014

Die Schlange wird gefüttert - sie wächst! Der Damm wird schnell höher, weil das gewachsene Gelände leicht abfällt und die Trasse um 1,5 bis 2 Prozent steigen soll. Auch der Betonverbrauch steigt, es konnten mit der "normalen" Ladung nur 1,5 Meter gemauert werden, am Anfang waren das noch 2 Meter.

Herrliches Sommer- (Herbst-)wetter, heute 34 Grad! 

11.04.2014

15.04.2014

Die Schlange wächst nicht nur in der Länge, sie wird auch immer "dicker".  Die Trasse gewinnt an Höhe und braucht immer mehr Unterfangung und mehr Beton. Langsam geht mir der Sand aus. Das Bild in der Mitte zeigt die Auslage der bereitgelegten Materialien. Die Libelle an der Wasserwaage zeigt genau in die Mitte. Am einen Ende ist ein Block mit 10 Millimeter Stärke angebracht, die Wasserwaage ist 60 Zentimeter lang. Demnach beträgt die Steigung rund 1,6 Prozent. Die Messungen werden mit der Erfahrung immer genauer! Und wieder geschwitzt, obwohl "nur" noch bei 27 Grad...

 

17.04.2014

30.04.2014

Der Baufortschritt hat nun das Ende des ersten Teils fast erreicht. Nun ist es Zeit, sich über die Fortführung detailliert Gedanken zu machen. Die beiden quer liegenden Backsteine zeigen die Widerlager der nachmaligen Klappbrücke an, die Spannweite wird gegen 90 Zentimeter betragen.

 

03.05.2014

Das Mauerband der ersten Etappe der Bergstrecke ist fertig. Die Trasse ist grob gemauert und das erste Brückenlager ist auch schon ausgebildet. 

05.05.2014

Nun ist auch für die elektrische Weiterführung gesorgt. Der Gegenpart wartet noch auf die Aufmauerung.

07.05.2014

Näheres zur Klapp-Brücke findet man hier!

 

 

 

16.05.2014

Jetzt ist die Brücke montiert. Ist sie hochgeklappt, kann weiterhin die Schubkarre und der Rasenmäher an alle Ecken und Enden des Grundstückteils gelangen. Sobald wieder etwas Material vorhanden ist, kann weiter gemauert werden!

26.05.2014 / Bild mit Zeitausloeser

 

Langsam aber sicher wurde mal mit der Landschaftsgestaltung begonnen. Sieht doch sofort etwas besser aus! Als "Streckenhindernisse" wurden an der Westküste Südafrikas vorkommende Felspartien nachgeahmt.

 

14.07.2014

Der Finish hat noch gefehlt! Jetzt sind die Rampen verputzt. - Fertig!

Schlussstrich am 26.11.2014

Endlich! Es sind Schienen angekommen, die nun im Schienenatelier zusammengebaut werden.

Transporttechnische Gründe bedingten eine Kürzung der flexiblen Schienenstücke auf 100 Zentimeter. Etwas mühsam die Biegerei, aber man gewöhnt sich dran.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Selbstredend mussten die ersten paar Meter unmittelbar nach der Auslieferung eingebaut werden!

15.12.2015

Bilder unten:

Damit sich keine Fehler einschleichen oder etwelche aufgefunden werden, finden Probefahrten statt. Die Beweisfotos am vorläufigen Streckenende. Einmal dynamisch und einmal statisch... 16.12.2015

Bereits sind auf der ersten Etappe die Schienen gelegt. Noch liegen sie lose auf. Später sollen sie noch befestigt werden, dann wird auch die genaue Länge abgestimmt.

Weiter geht's im Kapitel Bergstrecke 2. Teil.