Steinbogenviadukt

Das wohl klassischste aller Brueckenwerke, habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Ein Steinbogenviadukt soll im Bereich Bergstrecke 4. Teil eingebaut werden.

Beschreibung:

Der Viadukt soll aus vier Jochen und drei Pfeilern bestehen, 2,5 % Steigung aufweisen und einen Bogen von R1450mm beschreiben. Die Fahrbahnplatte wird 150mm breit, die Fuehrung fuer die Schwellenbaender der Gleise ist 110mm breit, das reicht fuer den Radius genau aus! Das Jochsegment wird 140mm breit und die Pfeiler wiederum 150mm breit. Die Pfeiler stehen 280mm auseinander. Die Auflageflaeche fuer die Brueckensegmentbogen betraegt 60 x 150mm. Alle Pfeiler sind gleich hoch, der Hoehenausgleich erfolgt im Brueckenjoch, am Jochfuss.

Materialien:

Der Steinbogenviadukt besteht aus einem Grundkonstrukt aus Styrofoam. Die einzelnen Segmente und Pfeiler werden zur Beschwerung mit Beton gefuellt.

Die Verkleidung wird aus Verputzmoertel oder wasserfestem Fliesenmoertel entstehen, die Steinstruktur wird eingeritzt.

 

Die Skizze zeigt mehrere Entwuerfe, wobei die Variante mit den drei Pfeilen Oberhand gewann.

Die erste Skizze entstand als Handskizze. Da mir kein Zeichenprogramm (mehr) zur Verfuegung steht, "stricke" ich die notwendigen Bauunterlagen eben von Hand und mit dem Lineal. Geht auch so!

Die Fahrbahn wird 4 x 280mm lang, demnach betraegt die totale Laenge der Bruecke 1120mm (in der Mitte der Fahrbahn gemessen). Sie wird  nach jetzigem Stand rund 43 bis 45 cm hoch.

Die Verbindung der Fahrbahn sowie den Bogensegmenten mit den Pfeilern, soll wie folgt gestaltet werden: Die drei Pfeiler erhalten auf der Mittelachse zwei Plasticduebel D=10mm eingepflanzt. Die Fahrbahn wird mit Gewinde-stangenstuecken M6 ausgeruestet. Die Fahrbahn kann somit in die Pfeiler eingesteckt werden (sofern genau genug gearbeitet wurde...).

Die Einzelteile wurden mit einem speziellen Styropor-Weissleim zusammengefuegt und mit gewoehnlichen Kreuzschlitzschrauben 3,2 x 35mm verschraubt.

Die naechsten Skizzen entstanden mittels Lineal und "Zirkel", der aus einem Plasticstreifen besteht.

Die Fahrbahn wird nach der Fertigstellung im Grundriss diese Form annehmen.

Stand vom 08.01.2016

Die Einzelteile werden mit dem heissen Draht ausgeschnitten. Ich liebe das organisierte Chaos!

Stand vom 09.01.2016

Das Ausschneiden der Teile war keine grosse Schwierigkeit, eher eine Fleissarbeit. Der Zusammenbau wiederum ebenfalls eine reine Fleissarbeit, es mussten 174 Schrauben gesetzt werden! Die einzelnen Teile wurden geklebt und verschraubt.

Plasticduebel 10mm, eingebaut in die Pfeiler, sollen die Passung/Sicherung der Brueckenbogen gewaehrleisten.

Stand vom 10.01.2016

Die Pfeiler wurden endmontiert und schlussendlich mit Beton gefuellt. Das urspruengliche Gewicht war knapp 100 Gramm, bereits jetzt bringt jeder einzelne Pfeiler 1200 Gramm auf die Waage!

Stand vom 11. 01.2016

Im naechsten Schritt werden die Gewindestangen eingebaut. Im Abstand von 70mm werden sie von der Fahrbahn bis zur Basis durchgesteckt. Die ueberstehende Laenge ist 22 - 25mm. Das reicht, um den Oberteil mit den Pfeilern zu verbinden.

Als letzter Akt des Rohbaus, wird der Oberteil unter der Fahrbahn mit Beton ausgefuellt. Damit wird in erster Linie Gewicht generiert und als Nebeneffekt auch noch etwas Stabilitaet gewonnen!

Stand vom 15.01.2016

Nun ist alles und leider auch viel zu schnell durchgetrocknet, es gab Schwundrisse. Es herrscht dieser Tage eine richtig harte Sommerhitze. Spielt aber alles nicht eine so grosse Rolle, die Festigkeit ist trotzdem garantiert. Nach dem Trockenprozess wurde mit wasserfestem Fugenmoertel erst mal die Poren geschlossen und somit grundiert. Das ist auch deshalb wichtig, weil das Styrofoam nicht UV-stabil ist und vor dem Sonnenlicht geschuetzt werden muss. Die Grundierung ist schnell getrocknet, eigentlich koennte man gleich weiter machen - doch mit Verlaub, wer will schon in der Hitze arbeiten...

17.01.2016

Wieder ein Stueckchen weiter! Die "Steine" wurden in den eben aufgetragenen Fliesenkleber eingeritzt. Die linke Aufnahme zeigt den Rohzustand, das rechte Bild zeigt den bearbeiteten Zustand. Es muss allerdings noch etwas nachgearbeitet werden. Jedoch fuer wieder mal ein Erstlingswerk ist das Resultat recht ansprechend.

Baufortschritt am 18.01.2016

Irgend einmal war die Steinarbeit vollendet und das gesamte Brue-ckenoberteil zur farblichen Behan-dlung bereit.

Auch die Pfeiler und die Auflagen wurden natuerlich entsprechend "verkleidet".

Stand am 20.01.2016

Endlich kommt der Farbstratege zum Zug: Es wird "angemalt". Also malen tut man ja eigentlich nur die Grundierung, die den aufgetragenen Fliesenkleber versiegelt. Diese Schicht besteht aus "Dunkelbraun". Der zweite Layer heisst "Terracotta". Diese Farbe wird aber nur unregelmaessig aufgetupft. Die dritte Schicht heisst "Sand". Da kommt die Schlepp- und Strichtechnik zum Einsatz. Zuletzt ist das Resultat nahe an dem von mir angedachten.

Stand vom 23.01.2016

Heute wurden die Pfeiler untergesetzt. Die Krone wurde ausgebildet und bald kann der finale Anstrich gemacht werden. 

Auf, dass es gelinge!

Eigentlich schon  imposant, dass die Tage so dahin fliegen. Schon zwei Wochen ist der Viadukt im Bau, noch immer nicht fertig. Es wird noch ein paar Tage dauern, bis er auf seine Fundamente gesetzt werden kann...

 

25.01.2016

Der Viadukt fristet ein "Schattendasein" im Hintergrund. Ist aber dominant! DIe Farbgebung ist wichtig, deshalb wurde auch alle Sorgfalt in diesen Arbeitsschritt eingebracht.

Im Vordergrund der Lehnenviadukt mit seinem Grundan-strich.

Und jetzt nochmals das Selbe, jedoch fertig! 28.01.2016

Kapitel erstellt am 08.01.2016. Abgeschlossen am 28.01.2016