Steinbrücke 1

Die Entflechtung der Ost- und Westschlaufe bedingte eine Brückenkonstruktion aus Aluminium-Profilen, wie sie sich an anderen Orten meiner Gartenbahn schon sehr bewährt hat. Im Überführungsbereich wo die Alubrücke sichtbar ist, soll sie verkleidet werden.

Erstmals wage ich mich nun an eine 'gemauerte' Brücke. Die Konstruktion besteht aus Styrodur und soll mit Sandstein-matten verkleidet werden. 

Nach rund drei Stunden Arbeit war die Grundkonstruktion fertig und passgenau vorbereitet. Auch die Profilkontrolle war erfolgreich. Die Beschichtung kann nun beginnen!

Erst mussten die einzelnen "Steine" geschnitten werden. Insgesamt wurden es 444 Stück! Zugegeben, ich habe es mir etwas einfacher vorgestellt. Jedoch ist das Anbringen der Teile relativ einfach, nur muss man genau arbeiten. Und genau dies ist mir nicht gelungen.

Ich habe mich für die einfachste Methode entschieden und werde diese in Zukunft nicht mehr anwenden, denn etwas mehr Aufwand lohnt sich!

Nach dem Auftrag des sehr dunklen Klebers konnten die einzelnen Sandsteinstücke eingedrückt werden. Somit entstand eine klare Struktur. Doch meine Hände kamen da und dort an Stellen mit dem Klebstoff in Berührung, wo sie es besser gelassen hätten. Will heissen, ich hatte schwarze Hände und den Kleber bekam ich so leicht nicht mehr von der Haut! Auch dem Sandstein tat das etwas ab, es gab schwarze Flecken.

Auch würde ich im Bereich der Front des Gewölbebogens etwas mehr Sorgfalt zur Auswahl der Sandsteinteile verwenden. Zudem würde ich die Teile anders zuschneiden, mit etwas mehr Aufwand eben.Die erste Seite und das Gewölbe sind nun beschichtet, es folgt die zweite Seite und die Krone.

Nach einer Bauzeit von rund 15 Stunden war das Bau-werk fertig! Dieser Zeitaufwand setzt sich zusammen aus ca. 1,5 Stunden zeichnen; ca. 2,5 Stunden zur Errichtung der Grundkonstruktion; ca. 3 Stunden zuschneiden der einzelnen "Steine" aus Mattenbahnen; ca. 8 Stunden Applikation der Mattenteile auf die Grundkonstruktion.

Die Brücke ist an ihrem künftigen Standort angekommen. Sie muss nun gerichtet und fixiert werden.

Gerichtet und fixiert. Dazu habe ich etwas Beton "untergejubelt" und gleich etwas hinterfangen. Gleich anschliessend wurden Betonbruch-Elemente zusammen geschustert, damit sich das einigermassen zu einem glaubhaften Bild fügt. Die eine und die andere Seite. Jetzt muss lediglich noch Geländebau betrieben werden, die Brücke ist fertig!

Schon vor der Fertigstellung hat mich etwas gestört. Irgendwie stimmen die Gewölbesteine nicht. Um das zu kaschieren gibt es die Möglichkeit, mit einer Sandpaste (in der richtigen Körnung und Farbe) die Fugen kleiner zu machen. So machte ich mich denn an die Arbeit und stellte mit Sandsteinversiegelung und handverlesenem Sand eine Paste her.

Und danach habe ich mich ans Werk gewagt. Spachteln, Fugen ausbilden. Verbund richtig darstellen und deshalb wieder spachteln. Das Resultat hat mich überzeugt! Nächstes Mal mach' ich's gleich von Anfang an richtig!

Erstellt am 09.09.2012; Ergänzungen am 11.09.2012 , 12.09.2012 , 13.09.12 und 14.09.2012, fertiggestellt am 17.09.2012!

Unterhalt und Rettung

Bauwerke brauchen Unterhalt. Sie werden beispielsweise geschadigt durch den Fadenschneider, den mein Gaertner bevorzugt an allen moeglichen und unmoeglichen Ecken und Flaechen einsetzt. So einen recht ins Erscheinugnsbild eingreifenden Schaden wollte ich beheben, doch es stand erst weit Gravierenderes an: Das Gras beliebt durch den Styropor zu dringen! Die Bauwerke werden mitunter regelrecht "im Stillen" zerstoert. Dies ganz zu verhindern ist wohl nicht moeglich, aber Gegenmassnahmen kann man schon einleiten.

Eine solche Massnahme ist Beton. So wurde denn das eine Widerlager vom homogenen Fuellmaterial befreit, damit Beton eingefuellt werden konnte. Danach die andere Seite vorbereitet. Dueses Vorgehen bevorzuge ich, damit sich nichts bewegen und veraendern kann.

Noch ein Bild mit der Fahrbahn, daneben die fertige Bauwerk, betoniert... Noch das Gleis drueber - fertig!

02.11.2016