Bahnhofumbau

Eigentlich ist es kein Eigenbau im Sinne des Wortes, aber ein Umbau der Anbaugebäude. Das Haupthaus an sich ist fast Massstäblich zur Baugrösse IIm, halt G wie Gummi, aber für den Innenbereich passend.

 

Zu dem(n) Gebäude(n) bin ich anlässlich einer Sammlungsauflösung eines verstorbenen Freundes gekommen. Der Bahnhof war einfach zu schade, um auf der Halde zu landen. Die Nebengebäude sind aber ursprünglich im Massstab 1:32, passend zur Spur 1, stand aber auf einer Spur Null-Anlage (1:43,5/1:45).

 

Ein kurzer Vergleich zeigt, dass die Preiserlein den Kopf arg anschlagen, so niedrig sind die Dächer. Also muss was geschehen! Ein kurzer Vergleich ergab, dass eine Erhöhung von drei Zentimetern noch angebracht war und gleichzeitig den Figuren im Gartenbahn-Massstab genügend Kopffreiheit bieten.

Als erste Aktion wurden die Gebäude auseinander genommen, soweit notwendig. Da war es angebracht das Ganze vorsichtig anzugehen, denn die Teile haben ein recht hohes Alter und sind spröde, obwohl alles aus Holz gebaut ist. Die Grundkonstruktion ist durchgehend aus Sperrholz 5mm geschnitten (gefräst?). Die Leistchen und Anbauteile scheinen aus Lindenholz zu sein.

 

Gut zu erkennen ist die ursprüngliche Lage der Spanten, die im Zuge des Umbaus reduziert werden.

Der Sockel wurde bearbeitet, die Lücken und Aussparungen geschlossen. Das Dach wird nun von vier Spanten getra-gen, sieht besser aus als nur mit drei, oder mit den urspruenglichen fuenf finde ich. Danach wurden die Eckpfosten verlängert und die Zwischenpfosten verklebt.

Die Zigeunerin hat nun Freude an der noch leeren Lagerhalle und kann sich frei im Tanze bewegen. Einzig ein paar Bretter sind schon gelagert, der heimische Schreiner wird Freude haben daran. Ich denke, dieser einfache Umbau ist schon mal gut gekommen.

 

26.07.2014

Der geschlossenen Lagerschuppen gab etwas mehr Aufwand zur "Erhöhung" des Gebäudes. Als Unterbau verwendete ich in Anlehnung an den Unterbau/Rampe  Linden-Rundholz, das noch herum lag.

 

Nach dem Ermitteln der exakten Höhe des Unterbaus musste der Türrahmen gebaut werden. Aus schmalen Streifen von 1mm-Sperrholz wurde ein Winkel gebildet, der im unteren Teil mit einem Vierkantholz verstärkt wurde.

 

Nun konnten die Türen neu gefertigt werden, sie entstanden ebenfalls aus 1mm-Sperrholz. Auf den beweglichen Aufbau wurde verzichtet. Gleichzeitig erfuhren die Dachstützen ihre Verlängerung. Nach der Farbbehandlung präsentierte sich das Gebäude recht ansehnlich. 

Am Hauptgebäude war nicht viel zu ändern, einzig der Balkon musste ein neues Geländer in der richtigen Höhe bekom-men. Dazu wurde das alte Geländer weggeschnitten und ein Rahmen aus Profilen 10/5 aus Linde erstellt. Für die Stake-ten wurden Streichhölzer zweckentfremdet. Der Handlauf entstand aus 1mm-Sperrholz. Nach der Farbbehandlung achtet man den Umbau kaum, wenn man nicht das Wissen vom "Vorher" hat.

Somit ist die Wochenendbastelei abgeschlossen und meine Innenanlage hat nun auch einen Bahnhof! 

27.07.2014