RhB Gmf 4/4" 234-01 Surselva

Dies ist das neueste Projekt. Baubeginn war nach diversen Umstaenden erst vorgesehen auf Juni 2017. Meine gute Genesung nach einer Knie-Operation erlaubte jedoch eine zaghafte Bautaetigkeit bereits ab Ende April. Das Projekt wird langsam angegangen, ich kann nichts ueberstuerzen...

Das fahrfaehige Untergestell ist am 25. May 2017 fertiggestellt worden.

Die Fertigung der Klein- und Anbauteile war beendet am 03. Juni 2017.

Der Kasten wurde im Rohbau fertig am 14.Juni 2017

Die Nummern irritieren:

Die Lokomotiven wurden im Jahre 2015 umbenannt von 287-XX zu 234-XX. Baujahr 2013.

Sie bekamen Namen: 01  "Surselva";

                                    02 "Engadin";

                                    03 "Albula"

                                    04 "Bernina".

Genaue Angaben erhaelt man hier: https://de.wikipedia.org/wiki/RhB_Gmf_4/4_II

 

Unten gezeigte Beschriftungsvariante erhielt Aenderungen, die ich im Modell beruecksichtigt habe.

Eroeffnet am 24.09.2016

Inzwischen habe ich auf Anfrage von SCHALKE eine Farbuebersicht und die Typenskizze (Dreiseiten-Riss 1:20) erhalten. Daraus koennen die Masse entnommen und in den gewuenschten Massstab umgerechnet werden.

19.10.2016

Die laengst bestellten Fraesteile sind bei mir eingetroffen! Es hat gedauert, ja. Aber das war verschiedenen Einfluessen geschuldet, nun ist alles klar. Jedoch um vier Monate verschoben, die wohl noch zu einem halben Jahr anwachsen koennten. Ostersamstag, 15. April 2017

Das war das Ausgangsprodukt fuer die folgenden Aenderungen.

Die Vorbereitung der Teile fuer die Drehgestellaufnahme ist schon weit fortgeschritten. Auch die Drehgestelle mit den Antrieben sind bereit.

Ostern, 16. April 2017

Es geht weiter, das Untergestell wurde "auf Kiel gelegt". Dabei entstand beim Aufbau des Mittelteils eine Spannung. Nicht sehr gross, aber gross genug, um die angedachte Streckung mittels ABS-Seitentreifen zunichte zu machen. Denn die Streifen haben nicht Stand gehalten und sind in mehrere Teile zerbrochen! Das ist eine neue Erfahrung bei der Verwendung dieses Materials... Eine schnelle Loesung wird angestrebt, eventuell muss ich die Seitenstreifen aus ALU-Flachprofilen vorsehen und versuchen diese auf die Seiten auf zu kleben.

09.05.2017

Um die Wartezeit zur Materialbeschaffung zu verkuerzen, habe ich mich der Schienenraeumer angenommen. Als Basis dienten die originalen Taurus-Teile. Viel zu schmal sind sie ausgefallen, passen aber irgendwie. Zur Gmf passen sie mal schon gar nicht, also muss Hand angelegt werden. Die Streifen von 1, 7 und 3,5mm sind schnell geschnitten.  Der Rest ist Fleissarbeit. Das Resultat ist schon naeher beim Original. Wenn das alles mal farblich behandelt wurde, ist es passend! 13.05.2017

Am Drehgestell muss die Kupplungsdeichsel gekuerzt werden. Man kann erst Vorbereitungen treffen, die genaue Aenderung wird nach dem Einbau der Frontteile am Chassis bestimmt.

Die annaehernde Distanz vom Drehzapfen des Drehgestells bis zum Ende des "Flaschenoeffners" ist nun bestimmt. Das geanderte Drehgestell koennte demnach etwa so aussehen:                                                                                        15.05.2017

Zwischenzeitlich bin ich bei den Puffern angelangt. Mir zur Verfuegung stehende Zeichnungen zeigen den Stossfaenger als Huelsenpuffer. Das heisst, ueber den Pufferhals wird eine Huelse gestuelpt. Im Innern finden die Daempfelemente Platz. Die Bearbetung an der Drehbank habe ich nicht belegt. Die Haken und Laschen der Balanciervorrichtung habe ich angebracht.      

Als Pufferhals dient mir ein gedrehter Kunststoff-Bolzen. Darueber kann eine Huelse gestuelpt werden, die aus der Schutzhuelle von Einwegspritzen gewonnen wird (!). Hat ja Jeder... 15.05.2017                                                                       

Das waere dann also die Front. die doch einige Arbeit bereit haelt. Die Anbringung der verschiedenen Grundplatten fuer die Schlaeuche und Elektro-Anschluesse ist etwas knifflig, da echte Miniatur.

Als naechsten Schritt werden die Steckdosen und die Schlaeuche hergestellt. Die Schlaeuche werden an den Frontteilen provisorisch angebracht. Dies ist der erste, nicht so gelungene Versuch, das Schlauchgewirr darzustellen. Die Schlaeuche sind zu dick!

Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Das Untergestell konnte durch einen besseren Materialzuschnitt gerichtet und versteift werden. Saemtliche anderen Materialien und Methoden sind demnach Makulatur.

Die Endteile des Untergestells wurden eingeklebt und aus Erfahrung gleich noch mit Schrauben fixiert. Das erhoeht die Festigkeit. Nebenbei sind die Drehgestelle fertig geworden. Alles passt! Nicht ganz hundertprozentig vorbildgerecht, aber mit den kleinstmoeglichen Kompromissen.

Nach dem "Lueckenschluss" am Rahmen sieht das Ganze schon recht passend aus. Da ich ein etwas anderes Pflichtenheft habe als die bereits an diversen Orten veroeffentlichten Selbstbauten (Kein Sound, also auch kein Lautsprecher). habe ich den Boden des "Diesel-Tanks" verschlossen. Uebrigens: Die von mir verwendeten Schrauben sind alle 2,2x6, rostefrei mit Kreuzschlitz.

Der Unterboden-Tank wurde nun eingepasst und demontierbar eingebaut. Wiederum mit den oben beschriebenen Schrauben. Dieses Gehaeuse dient als Einbauort fuer die Akkus, denn ich beabsichtige auch dieses Modell mit dem Remote-System auszuruesten. Es fehlen noch ein paar Details, die Ergaenzung folgt.

Das ist nun der heutige Bauzustand des Untergestells, grundsaetzlich fahrfaehig, aber noch nicht fertig detailliert. Der Einbau der Elektrik folgt dann, wenn sie gebraucht wird...  Stand vom 17.05.2017

Es sieht nicht gerade nach viel aus, doch die Garnitur der Unterbodenanlage hat Zeit gekostet! Dafuer ist das Resultat auch zufriedenstellend.

Die Position der Aufstiege wurde erst ermittelt., danach konnten die vorbereiteten Teile eingepasst werden. Eine kleine Herausforderung und Sisiphus-Arbeit. Stand vom 19.05.2017

Kleinigkeiten

Das Untergestell ist soweit fertig, es folgen die Farbgebung und "Ausschmueckung". Letzteres sind eben die "Kleinigkeiten", die jedoch aufwaendig und zeitraubend sind.

Die ersten Versuche ergaben klobige, viel zu dicke Schlaeuche (siehe oben), also musste ich mir was einfallen lassen. Zur Loesung die Schlaeuche an der Front zu gestalten, habe ich einige Vorschlaege gesehen. Mir ist das Gesehene entweder zu grob oder fuer mich infolge Materialproblemen nicht machbar. Man kann aber eine annaehernde Form entwickeln... Gesagt getan, man schaue sich die "Produktion" der Schlaeuche an.

Dazu verwendete ich einen Ms-Draht mit 1.3mm Durchmesser. Ueber diesen Draht stuelpte ich eine Kupplung mit Schrumpfschlauch von Train.li darueber. Am Ende wurde ein klitzekleines Stueck Isolation einer Litze 1,5 geschoben. Ein Miniteilchen vom Draht deutet den Absperrhahn an. 20.05.2017

So habe ich mir das gedacht, kann es an der Front nach Montage der Schlaeuche aussehen. Nachbesserung moeglich! Kann sein, muss nicht sein.

Nach dem Bemalen der Teile sehen die schon ganz ansehnlich aus. 22.05.2017

Krankheitsbedigt geht es nun etwas langsamer, man traegt so seine Beschwerden mit sich... Kleinere Arbeiten koennen deswegen trotzdem erledigt werden. Das Untergestell ist inzwischen gespachtelt und geschliffen, bereit zur Grundierung.

Stand vom 24.05.2017

Es folgt nun die Grundierung aus der Spruehflasche, die sauberste und schnellste Art. Es gibt einen guten Lieferanten, die Sprayfarbe ist immer erhaeltlich. Das Bild rechts gibt einen Endruck meiner Freilandspritzanlage.

Es wollte der Zufall, dass die benoetigte graue Farbe ebenfalls vorraetig war, also wird auch weiterhin mit der Spraydose gearbeitet. Die Farbgebung ist gut fortgeschritten, schnelltrocknende Farbe hilft dabei.

Der Drehgestellrahmen sollte auch noch einen Sprutz Grau abbekommen, also entblaetterte ich die Fahrwerke. Nach dem Trocknen erfolgte der Zusammenbau inklusive Schienenraeumer.

Das Untergestell wurde zusammengebaut und auf die Schiene gestellt. Danach folgte die detaillierte Bestueckung der Fronten.

Das Untergestell ist somit fertig gestellt! 

25.05.2017

Hier folgt nun der Bau des Lokkastens, beginnend mit den Anbauteilen gefolgt von den Frontteilen inklusive Fuehrerstand.

An den Front- und Seitenteilen (Fuehrerstandtueren) gibt es Handlaeufe. Als Erstes wurden diese Handlaeufe hergestellt und farblich behandelt. 26.05.2017

Wie das passt, kann ich mit diesen Bildern zeigen.

Zur Fuehrerstand-Tuer gehoert auch noch die Schliessgarnitur 10mm hoch, mit Druecker und Drehknopf. Im Innern befindet sich auch noch der bequeme Sitz fuer den Lokfuehrer.

Kleinteile sind eben klein. Der Werdegang der  Steckdosen an der Front ist nachfolgend aufgezeigt. Als Groessen-vergleich der kleine Finger meiner linken Hand. Und dies in meiner Baugroesse! 29.05.2017

Es sind relativ viele Kleinteile, die vorfabriziert werden koennen, sollen, muessen... Erst habe ich die Antennen gebaut. Kleine und grosse. Die werden vor dem Spritzen des Daches angebracht, deshalb ohne Farbgebung. 30.05.2017

Etwas Besonderes sind die Aussenspiegel. Besonders wegen der Bauart. Sie schwenken nicht einfach aus, nein, sie sind wie bei LKW's aufgehaengt an einem Gestaenge. Die Spiegelflaechen habe ich mit mehr oder weniger Erfolg mittels Alu-Folie dargestellt. 01.06.2017

Die Frontbeleuchtung ist zweiteilig. Als eine aufwaendigere Art zeigt sich das obere Stirnlicht. Dieses besteht aus einem Hauptlicht und vier zusaetzlichen Leuchtkoerpern, wohl Arbeits-Scheinwerfer darstellend. Das Hauptlicht wird eine 5mm LED kaltweiss, die Zusatzlichter werden 3mm LED kaltweiss. Fuer die Lichthalterung habe ich mir einen Kasten einfallen lassen, der das Licht auch einschraenkt und nicht gleich noch den Fuehrerstand beleuchtet. Dazu gibt es dann eine separate LED warmweiss. 01.06.2017

Diese Story wird etwas laenger. Lange war ich auf der Suche nach geeignetem Rohrmaterial fuer die Frontscheinwerfer und Ruecklichter. Rohr mit Durchmesser von 7 bzw. 9mm bekomme ich hier nicht, weder im Modellbauhandel noch im Sanitaerhandel. Also schritt ich zur Selbsthilfe! Eine Schraube M6 bzw. M8 diente als Basis. Ich rollte einen Streifen gewoehnliches Kopierpapier um die Schraube, bis der gewuenschte Durchmesser erreicht war und fixierte das Ende mit Sekundenkleber. Danach loeste ich das Papierroellchen von der Schraube und traenkte es mit Schnellkleber. Nach dem Austrocknen kann das so gewonnene Rohstueck geschnitten und gefeilt werden, als ware es Metall, denn die einst schlaffe Huelle wird hart wie Kunststoff.

So sieht das in der Anwendung aus. Danach fertigte ich die Signal-Pfeifen auf der Drehbank.

Als letzte der Klein- und Anbauteile fertigte ich die Auspuffhutzen. Vier an der Zahl zieren dereinst das Dach. Da ich keinen Wert auf rauchende Dieselloks lege, konnten diese recht einfach gefertigt werden.

Fertigung der Klein- und Anbauteile abgeschlossen am 03.06.2017

Weiter gehts mit den Fuehrerkabinen. Leider standen mir keine Bilder "zum Abkupfern" zur Verfuegung und die Typenskizze schweigt sich natuerlich ueber die Bauform aus. Da zaehlen nur Aussenmasse. Somit fertigte ich eine "Rueckwand", versah sie mit einem Loch, damit die elektrischen Leitungen der Stirn- und ev. Fuehrerstandsbeleuchtung hindurch gefuehrt werden koennen.

Eine erste Anprobe auf dem Untergestell musste sein, um die Bodentiefe der Kopfteile zu bestimmen. 05.06.2017

Es folgen die ersten "Dachdecker-Arbeiten"... Interessante Formen weisen die Seitenverkleidungen auf. Ist aber alles machbar!  Daneben die erste Anbringung des Spachtels vor dem Schleifdurchgang. 07.06.2017

Weiter wurde auch an den Einbau des Fahrpultes gedacht. Anhand der spaerlich vorliegenden Angaben (Bilder) im Net und allgemein, habe ich mal eine Variante verwirklicht, die etwa dem Vorbild entsprechen koennte. Dazu habe ich mir eine Handskizzze erstellt, die dann als Grundlage fuer die Vereinfachung diente. 08.05.32017

Der Bau des Fuehrertisches ist ein tagesfuellendes Programm. So viele kleine Dinge muessen beachtet werden, da geht es sehr langsam vorwaerts. Aber betrachten wir doch mal den Tisch, wie er in der Fertigung seine endgueltige Form annimt. Die Farbgebung mag nicht so recht befriedigen, doch ich lasse das mal so.

Es war nun an der Zeit, die Kastenlaenge zu bestimmen. Grundlage zu dieser Laengenbestimmung waren die Feldereinteilung und die Stege. Die Anzahl der gemessenen Segmente bestimmt das Endmass. Eine einzige Aenderung wird noch anstehen, dann sind die Seitenwaende bereit, die Garnituren aufzunehmen. Eine weitere Herausforderung werden in diesem Baustadium die Rahmen an den Lueftungsgittern bilden.

Dieser "Zusammenbau" ist nur ein Provisorium, die Masse muessen ja irgendwie kontrolliert werden.

09. Juni 2017

Was auf dem oberen Bild noch fehlt, liegt nun hier bereit. Die Spanten mussten noch aufgedoppelt werden, sie werden die Unterkonstruktion fuer das Dach bilden.

Ein naechster Schritt war die Anbringung der Kastenstruktur auf den Seitenwaenden. Die Profile von 1mm Staerke und 5,5mm Breite mussten mit der Klinge von Hand zugeschnitten werden. Das obere Abschlussprofil misst nur 4mm.  

Parallel dazu wurden die Rahmen fuer die Lueftungsgitter gefertigt. Auch diese Profile mussten mit der Klinge zugesch-nitten werden. Das 1mm-Material laesst sich aber gut bearbeiten. Die Profile fuer die kleinen Gitter (47 x 34mm) misst 3mm, jene fuer die grossen Gitter (67 x 48mm) gerade mal 2mm. Die vorbereiteten Rahmen wurden dann auf die Gitter geklebt und eingepasst. Das rechte Bild zeigt die fertigen Gitter mit Rahmen nach dem Grundieren. 12.06.2017

Die Seitenwaende wurden aufgestellt und verklebt. Danach gings weiter mit den "Innereien". Die Spanten wurden einge-baut und die Laengsprofile fuers Dach eingepasst.

Gleich darauf konnten die Dachplatten eingepasst werden.

Fuer diese Gitter bin ich extra zu einem Chinese Shop gefahren, habe da zwei Siebe erstanden. Nach dem Auspacken aus den Blistern (gewisse "Verpackungskuen-stler" sollte man elminieren) habe ich den ungefaehren Umriss der kuenftugen Einlagen mit Sekundenkleber beschichtet, damit die Gitter nicht auseinander geflogen sind. Danach habe ich die Dinger freihaendig (man koennte auch eine Papierschablone benutzen) mit einer dieser modernen Allesschneider zugestutzt.

Der Lokkasten ist nun im Rohbau soweit fertig. Es folgen die Arbeitsgaenge feilen, spachteln und schleifen. 14.06.2017

Noch immer zeigen sich Luecken in der Detaillierung. So wurden die Transprtoesen fuer die Dachteile gefertigt, aus Ms-Draht D=0,5. Gleich anschliessend versuchte ich mich im Spritzen des ersten Dachteils. Ich werden alle Teile separat behandeln, damit nicht zu viel Farbe aufgetragen wird. 16.06.2017

Der Lokkasten wurde so richtig schoen mit Spachtelmasse bekleckert. Der erste Schleifdurchgang ist gleich gefolgt. Einige Stellen mussten einen zweiten Durchgang ueber sich ergehen lassen. Und geschliffen wurde erneut. Bis zum Schluss, nun sollte genug sein...18.06.2017

Es war noch nicht genug! Nach nochmaliger Grundierung zeigten sich immer noch Schwachstellen, die sind nun eliminiert, nach einem weiteren Durchgang.

So viel habe ich noch nie an einem Modell geschliffen... Aber es lohnt sich alleweil. Soweit bin ich nun gekommen, es ist der 28. Juni 2017 Der weitere Farbauftrag wird auf sich warten muessen, denn es ist Winter und das Klima nicht gerade ideal fuer solche Arbeiten. Aber es gibt Tage, da schimmert der Fruehling durch. Abwarten!

Die losen Dachteile und die Gitter sind schon mal fertig!

29.06.2017

Inzwischen sind die Supports fuer die Abgleichung und den Hauptschalter entstanden. DIe unbestechliche technische Abbildung in Bildern, zeigt rohen Farbauftrag an. Am Bauteil selbst ist dies kaum sichtbar und ohne Belang.