VZ HGe 4/4 14      Teil 1

Es ist weder ein hundertprozentiges Modell noch ein Eigenbau im klassischen Sinne. Der Erbauer ist Sergio Giordano aus Italien, der mir die Lok nach seinen Möglichkeiten baut. Unter seinem Hersteller-Synonym Gi.Co.Model baute er schon dutzende von Loks. Aus Ermangelung an  Zeit ist es mir nicht möglich dieses  Modell  selber von Grund auf zu  bauen,  so ist  mir sein Angebot gerade rechtzeitig unter gekommen. Auch ist die Lok nicht eigentlich meinem Sammlungsziel entsprechend. Sie ergänzt aber die vorhandene Sammlung, sozusagen als Abrundung.

Ausführung:

Was als Erstes ins Auge sticht, ist der fehlende Zahnradantrieb in den Drehgestellen. Es werden handelsübliche Drehgestelle von PIKO verbaut. Es wird sich bei Bedarf später sicher eine Lösung finden, einen Antrieb mit Zahnrad einzubauen.

Der Rahmen (Chassis) und der grobe Aufbau bestehen aus gelasertem Stahlblech. Die Nasen und diverse Anbauteile sind 3D-Teile aus Kunststoff. Das Modell wird für den Einbau eines Akkuantriebs mit Fernsteuerung (wie bei mir inzwischen üblich) vorbereitet, die Lok kommt also nicht vollständig fertig bei mir an!

Der Baufortschritt wird von Sergio Giordano dokumentiert, die Aufnahmen vom Bau stammen also alle von ihm. Schon bald nach Baubeginn, durfte ich erste Bilder empfangen! Sie zeigen den Lokkasten und den Rahmen im Rohbau. 

Die zweite Serie der Bilder zeigt den weiteren Aufbau mit den 3D-Teilen der Nasen und das provisorische Dach.

Nach dem Zusammenbau der Komponenten konnte der Lokkasten zur Farbbehandlung übergeben werden. Nach dem Anbau der verschiedenen Gitter und Streifen sieht das Teil schon ansprechend aus.

Bereits wurde der Führerstand aufgebaut. 02.06.2018

Es geht Schlag auf Schlag. Bereits sind die bisher fehlenden Drehgestellblenden mit den markanten Schienräumern gefertigt und angebracht! 06.06.2018

Jetzt geht es in die Endphase, es entstehen die Handläufe und die Dachleitungen.

Ohne lange Pausen geht es nun weiter mit der Fertigstellung! Handläufe und  Dachleitungen sind montiert. Noch fehlen die Aufstiege, die Fenster, die Apparatekasten sowie die Kupplungen. Aber das wird auch noch.  08.06.2018                

Und schon sind die letzten fehlenden Teile auf der Fräse am Entstehen!

Nun ging es darum, die grosse Kupplung eines Grossserienherstellers anzubauen. So wie sie jetzt montiert ist, passt mir gar nicht. Glücklicherweise gibt es im Kleinserienbau Anbieter, die hier zu einer Lösung beitragen können!  Grundsätzlich brauche ich am beweglichen Drehgestell keinen zusätzlichen Ausschlag der Kupplung, da ich keine engen Radien auf meiner Anlage habe. Zudem muss der "Flaschenöffner" nicht in dieser Breite auftragen. Sobald die Lok bei mir ist, beseitige ich das  Übel und stelle dem Erbauer die Lösung zur Verfügung!

Der Zwischenraum von Lokkasten zum Untergestell ist nicht definitiv! Ist der Kasten erst mal mit dem Untergestell verbunden, sollte dieser Abstand nicht mehr sein!  08.06.2018

Die Anbauteile die jetzt noch fehlen, werden später durch mich angebracht, dies ist mit dem Lieferanten so abgespro-chen.  Gar zwei Figuren darf ich noch entgegen nehmen.

Seit der Auftragserteilung sind nun sechs Wochen vergangen. Eine recht kurze Zeitspanne, es sind ja noch andere Kundenarbeiten zu bewältigen. Es scheint, dass die Lok demnächst zur Post gebracht wird (versprochen per 12.06.2018). Ich freue mich drauf!  08.06.2018

Kontrolle und Mängelverzeichnis

Die Lok ist nach drei Monaten Postweg (Zoll und Schlendrian) bei mir eingetroffen! Natürlich habe ich sie  zeitnah unter die Lupe genommen und doch einige Diskrepanzen, No-Go's und Verarbeitungsfehler gefunden. Es ist noch ein Probestück in dieser Art Modellbau von meinem italienischen Freund. Deshalb will ich die Änderungen machen und darüber auch an Sergio berichten, damit er lernen kann.  

Massvergleich  mit dem Original 

       
  Mass am Original 1:22,5 Ist-Mass Abweichung  
Gesamtlaenge uP 14100 626,67 647,5 20,83 3,3%
Gesamtbreite 2700 120 125 5,0 4,3%
Gesamthoehe 3235 143,78 160 16,22 11,3% * 
Mittelteil 4860 216 216 0.00  
Fuehrerstand 1360 58,67 61,5 2,83  
Vorbau 2430 108 110 2,0  
Chassis Gesamtbreite 2700 120 122,5 2,5  
Chassis Ueberstand 320 14,2 14,0 0,2  
Kasten Gesamthoehe 2052 91,2 102 10,8 12%
Kasten Gesamtlaenge 12360 549,34 558 8,66 1,6%
Hoehe Chassis 1183 52,58 58 5,42  
Chassis Gesamtlaenge 13000 577,78 586 8,22  
Drehzapfen-Abstand 6710 298 297,5 0,5  
Puffer Ueberhang 550 24,45 30,0 5,55  
Drehgestell Ueberhang 3695 164,2 175 10,8  
Drehgestell Laenge uP 6320 280,9 292 11,1  
Achsabstand 2010 89,34 100 10,66  
Drehzapfen/Chassis 3140 139,56 145 5,44  

* Derr Lokrahmen wurde um 6mm tiefer gelegt. Daraus erfolgt eine Gesamthöhe der Lok von 154mm. Das sind nur noch 6,9% Abweichung.

Es sind einige Abweichungen zu bemängeln.  Der Grossteil ist aber nicht störend, einzig die Höhen sind etwas aus dem Ruder gelaufen. Das ist aber auch bedingt durch die Verwendung von Antrieben aus der Grossserie.

Bilder: Ab hier sind alle Bilder durch Hans Beat Schweizer (also durch mich) aufgenommen worden. Ich erkläre dies aus eigentumsrechtlichen Gründen (Copyright).

Um Vergleiche anstellen zu können muss das Vorbild bekannt sein!

Das Vorbild ist in verschiedenen Epochen unterschiedlich ausgerüstet worden. Die erste Auslieferung der Lok datiert im Jahre 1928, danach folgten einige Umbauten. Insbesondere die Frontpartie am Drehgestell erfuhr so diverse  Änderungen. Auch die Dachaufbauten und die Pantografen wurden im Laufe der Zeit modernisiert. Sergio baute da unbedacht einige Kompromisse ein, da ihm wohl die entsprechenden Abbildungen nicht zur Verfügung standen. Ich entschied mich in der Folge für die letzte Ausführung, so wie sie bis zu ihrer Ausserdienstnahme verkehrte.

Eine Lok-Serie ist Eines, die Veränderung im Laufe des Loklebens was Anderes. Die Typenskizze zeigt Lok Nr. 11, die ist den Weg des Alteisens gegangen. Auch sie sah zum Schluss ihrer Karriere nicht mehr ganz so aus, wie die Skizze uns zeigt. Die charakteristischen Teile jedoch waren immer noch zu erkennen.

Die Lok Nr. 14 erfuhr im Laufe der Zeit auch so manche Änderungen. Die Bilder dazu kann ich aus urheberrechtlichen Gründen nicht zeigen. Sie sind aber im Net zu finden. An diese lehne ich mich an, deshalb die Unterschiede zur vorliegenden Skizze.

Insbesondere die Lüfterlamellen an den Vorbauten wurden quadratischer. Kleine Abweichungen an den Fronten, etwa die ausgewechselten Lichter. Leitungen sowie Steckdosen sind anders angeordnet worden bzw. dazu gekommen. Minimale Unterschiede, die aber schlussendlich zählen. ÄÖÜ  äöü

 

Die grundlegensten Fehler, die zu ändern sind:

 

Dach

Die Dachaufbauten bzw. die Dachleitungen stimmen so nicht! Ebenfalls braucht es den Haupt- und den Drehschalter alter Bauart. Auch die Anschlüsse der Pantografen muss anders angeordnet werden. Die Pantografen selbst sind nicht direkt mit Isolatoren auf dem Dach montiert, sie werden druch ein Reck mit quergestellten Isolatoren gehalten.

Ich weiss um das Dilemma der Dachaufbauten, in das der Modellbauer oft kommt. Es sind kaum Aufnahmen vom Dach erhältlich! Jedoch nach Konsultation der Typenskizze und Bilder von verwandten Loks, ergibt sich die richtige, jedoch aufwändige Lösung. 

 

Die Schicht-Streifen des Printers sind an der Widerstands-Abdeckung zu stark sichtbar. Diese Rippen schauen nicht gut aus. Hier muss mit geeigneten Mitteln Abhilfe geschaffen werden. 

Auch wenn der Dachvorsprung von unten nicht direkt eingesehen werden kann, sollte dieser mit Füllmaterial behandelt und geschliffen werden.

 

 

Body

Die Schlimmsten Fehler sind am Lokkasten zu sehen:

Die Stahlteile und die Teile aus dem 3D-Drucker passen nicht wirklich zusammen. Die Radien an den Ecken sind am Stahlteil zu eng!

Ein solch grosser Spalt in dieser Ansicht darf unter keinen Umständen auftreten! Alle die Leimspuren müssen nicht sein. Alle diese Spalten dürfen nicht sein! 

 

Die beiden Lüftungshutzen auf dem Vorbau sind zu hoch. Sie sind tiefer zu setzen.

 

Die Öffnungen für die Lüftungsgitter müssen von der Rückseite her geschlossen werden. Zudem müssen die Lücken aufgefüllt werden!

 

Die Farbe ist nicht regelmässig aufgebracht worden. Es braucht mehr Farbe in dünnen Schichten (siehe auch Bilder 4 und 5).

 

Das Metall wurde vor dem Spritzen vermutlich nicht genügend gesäubert. Es splittert Farbe ab. Die Farbspritzerei ist vielleicht die schwierigste Arbeit, deshalb muss das Augenmerk darauf gerichtet sein. Im Nachhinein entdeckte ich, dass die aufgeklebten Profile nicht sauber verklebt waren und  sich lösten! Ein zweiter Grund, warum die Farbe nicht hielt.

Die Frontfenster sind zu tief geraten (oder der Vorbau zu hoch). Zudem sind die Handläufe falsch herum montiert!

 

 

Rahmen    

 

Der Sichtbare Spalt muss mit Spachtelmasse und Schleifarbeit verschlossen werden.         

 

 

Drehgestelle

Der Drehgestellrahmen ist gut detailliert, jedoch nicht fein genug. Speziell die Federpakete brauchen eine Veränderung die sind zu grob ausgefallen (wie es besser gemacht werden kann zeigt das Bild rechts) . Hier kann ich aber nichts zur Verbesserung unternehmen. Jedoch fehlen noch die Sanderrohre.

Künftig sollten die Fronten der Sandbehälter geschliffen werden, damit die Fadenstruktur des Druckers nicht mehr so deutlich sichtbar ist. 

 

Das Schneepflug-Schild hat eine charakteristische Form und ist in einem Stück ausgebildet. Die Front schaut sehr viel besser aus, wenn der Pflugschild geschlossen ist. Eine schmalere Kupplung kann montiert werden, das sieht ebenfalls besser aus. Hier ein Beispiel eines anderen Modellbauers.

Die schmalere Kupplung ist erhältlich bei  mds.mueller.eu, unter “tuning”.  Der Name ist S-KuPLix.  

 

Foto aus dem Katalog mds mueller.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Änderungen und Verbesserungen

Antriebsblock

Die (zu) langen Schrauben müssen durch die Originalschrauben 2,2 x 9 mm ersetzt werden. So haben die gegenüber liegenden Schrauben ebenfalls gut Platz.

Spezifisch zu meinen Bedürfnissen ist der folgende Schritt, der nichts mit der Arbeit des Erbauers zu tun hat: In den Antriebsblöcken muss der elektrische Kontakt zu Schiene und Rad unterbrochen werden, da ich die Lok mit Akkustrom betreiben will. Dazu muss der Antriebsblock kanibalisiert werden.

Ist das getan, alles wieder zusammengeschraubt, so ist der Antriebsblock bereit zum Einbau in den Rahmen. Es sind nur noch die beiden Zuleitungen zum Motor zu sehen. Die beiden anderen Abnahmen, die vom Schienenkontakt herrühren, sind eliminiert.

 

Drehgestellrahmen/Kupplungen

 

Der Schneeschild ist an einem Stück. Somit sind die bisherigen Teile zu ersetzen. Die Einzelteile für den neuen Stossbalken werden zugeschnitten und verklebt. Dann wird der Räumschild in der Höhe angepasst sowie der Ausschnitt für die Kupplung ausgefräst. Die Teile sind zur Höhenbestimmung der Kupplungen nur provisorisch angebracht!

Auf der einen Lokseite wurde eine Kadee-Kupplung installiert.

Die andere Seite erhält die schmale S-Kuplix-Kupplung, diese ist kompatibel mit der system-originalen Kupplung. 

Endlich haben die Drehgestelle auch die Nachbildung der Originalkupplung erhalten. 23.01.2019

Die Drehgestellrahme wurden als letzter Akt auch noch mit den Sanderrohren ausgestattet.

 

01.02.2019

 

 

Rahmen/Chassis

Die fehlerhaften Partien werden mittels Spachtelmasse verschlossen und verschliffen. Nach dem Spritzen sind alle sichtbaren Partien sauber und glatt! 09.12.2018

Ein erst später entdeckter Spalt am Rahmen musste verschlossen werden!

Wie festgestellt wurde, ist die Lok zu hoch. Durch die Tiefersetzung des Rahmens mit meiner Lösung können 6mm gewonnen werden. Die Abweichung zur Soll-Höhe ist nur noch 6,9%, damit kann ich leben.

Der Lokkasten war ursprünglich mit M4-Schrauben und Muttern befestigt. Die grossen Bohrungen sind nicht präzise positioniert. Ich habe diese Bohrungen mit ABS geschlossen, mit Zyanidkleber sowie Quarzsand aufgefüllt und verfestigt. Danach wurde alles plan geschliffen. Nach dem Anbringen der 3mm Bohrung kann eine Kunststoffschraube positions-genau eingedreht werden. Die Schrauben sind bei mir inzwischen die Norm, es sind 2,2 x 9mm Kunststoffschrauben.

Der Rahmen erhielt noch die Bohrungen für die Befestigung der Zusatzgewichte. Diese sind zum Ausgleich des Gewichsverlustes in folge der Kunststoffbauart der Vorbauten geschuldet. Die ursprünglichen Rahmen der Vorbauten waren aus Stahlblech.  23.01.2019

Auch gebohrt wurden die Aufnahmen für die Schläuche an der Front.

Das Fahrgestell ist nun fertig gestaltet. Die Aufstiege, Schläuche, sowie Steckdosen werden erst zum Schluss, nach der erfolgten Montage der Lok angebracht!

Dass die Tieferlegung auch Auswirkungen auf den Lokkasten hat, erfuhr ich erst später, doch dies ist im nachfolgen-den Abschnitt dokumentiert.                   erstellt:  22.12.2018; abgeschlossen: 23.01.2019

 

Lokkasten/Vorbauten

 

Als Erstes wurden die Vorbauten kanibalisiert. Alles was angebracht wurde, musste weg! Der Platz ist nun vorhanden, die neuen Vorbauten (aus ABS) aufzunehmen. Die Handläufe sind falsch herum montiert, da muss auch nachgebessert werden.Die Handläufe und Ziffern sowie Lampen und Türdrücker mussten auch weichen, damit der Lokkasten als Ganzes neu lackiert werden kann. In der Folge wurde der gesamte Kasten ausgeräumt!

Es geht nun an die Neuanfertigung der Vorbauten. Die Abdeckungen, die aus dem 3D-Drucker kommen und eine gute Qualität des Filamentes aufweisen, werden weiter verwendet. Sie werden vom Kleber (Bausilikon) befreit und plan geschliffen. Danach wird die Winkelhaltigkeit hergestellt. Somit ist zwischen den Teilen (so auch zum Lokkasten) nur noch ein minimaler Spalt ersichtlich.

Neu wird der Unterbau. Dieser wird  ca 1mm weniger hoch als das bisher verwendete metallene Teil, da der Vorbau zu hoch ausgefallen ist und die Fensteröffnung am Führerstand überdeckt hat. Der Abschluss des Vorbaus muss jedoch deutlich unter die Fenster zu liegen kommen!  Siehe Bild unten.

Nach dem Zuschnitt der Seiten- und Frontteile, werden die Eckteile hergestellt. Diese werden massiv, da als Erstes ein grosser Radius angefeilt und zudem im Eckbereich jeweils noch eine Montageschraube durch den Rahmen eingeschraubt wird. 13.12.2018

Vor dem Zusammenbau der Einzelteile müssen die Ausschnitte fur die Lüftungsgitter ausgefräst werden, was einige Sorgfalt erheischt. Es soll möglichst wenig Nacharbeit mit der Feile anfallen und gleichzeitig nur ein möglichst kleiner Spalt zwischen den Teilen entstehen. Mit dem Dremel TRIO und der Nacharbeit mit dem Messer ging es sehr gut und schnell. Hier bei einem Probestück.

Nach dem Einbau der Lüftungsgitter werden - wo notwendig - die feinen Zwischenräume mit Spachtel-masse gefüllt und nach dem Austrocknen sorgfältig verschliffen. Die Lüftungsgitter waren nicht immer in dieser Ausführung, ältere Aufnahmen zeigen den Zustand, wie Sergio es gebaut hat. Ich passe die Gitter jedoch der letzten Ausführung an.

 

Ist dies geschafft, kann der Unterbau zusammen gefügt und an die Abdeckung angepasst werden. Gut sieht man die Eckausbildung mit dem Schicht-Teil, da einerseits als Füller für die Rundungen und ebenfalls, wie oben beschrieben, der Aufnahme einer zusätzlichen Befestigungs-Schraube dient.

Die Eckausbildung mit der Rundung wird erreicht durch grobes Schleifen mit dem Dremel. Danach durch Feinschliff mit der Feile und zuletzt mit 150-er Schleifpapier. Als Orientierung diente eine einfache Schablone.

Nun werden die 3D-gedruckten Hauben mit den Unterbauten verklebt. Die Bohrungen für die Stirn-Lampen müssen noch angebracht werden.

Auf den Vorbau-Abdeckungen habe ich die unschönen Einstiche, die zur Aufnahme der Lüfterrohre vorgesehen waren, mit Spachtel gefüllt und die gesamte Haube mit Sandpapier 150 geschliffen bzw. aufgerauht. Auch die Handläufe wurden mittels Erwärmung entfernt (Lötkolben). Die sind schön gemacht, die können weiter verwendet werden!

Die Vorbauten sind nun soweit vorbereitet, dass sie mit dem Lokkasten verbunden werden können, sobald dieser gereinigt und geschliffen ist.

Die Vorbauten wurden zu genau gebaut, es gab eine Diskrepanz zur Stirnwand des Kastens! Diese sind nicht  hundertprozentig winklig. Da dies nicht ohne unver-hältnismässigen Aufwand geändert werden kann, mussten die Vorbauten entsprechend angepasst werden...

Dies ist nur eine lose Zusammenstellung des Kastens, noch mit unbear-beitetem Mittelteil.

20.12.2018

 

 

Die Lok wurde tiefer gelegt (siehe vorgehendes Kapitel). Deshalb ragt die Front auch in des Profil der Antriebe unter dem Rahmen. Dies bedingt einen Ausschnitt, der nun angebracht werden musste. Die Anpassung der Führerstandeinbauten wird nicht lange auf sich warten lassen!

Auf der einen Seite des Lokkastens befindet sich eine zweiteilige Klappe anstelle des Lüftungsgitters. Dieser Seitenteil wurde nachträglich noch gestaltet. Er sitzt da, wo sich links davon der Gepäckraum befindet. Dies heisst, hinter dem Führerstand 1. Die Bilder zeigen die Füllung der gelaserten Öffnung für die Lüftergitter die nun wegfallen sowie das fertig geschliffene Füllteil mit der Andeutung der Tür. 27.12.2018

An den Vorbauten wurden noch minimale Spalten zwischen dem Unterbau und der Haube mit Spachtel verfüllt und verschliffen. Anschliessend wurden diese mit dem Kasten vereinigt, die Anschlüsse ebenfalls gespachtelt und verschliffen. Der Lokkasten wurde in der Zwischenzeit ebenfalls möglichst vollständig verspachtelt (wo notwendig) und alles angeschliffen. 03.01.2019

An deser Stelle folgt nun noch die Aufarbeitung der Handläufe sowie der Ziffern und Buchstaben der Beschriftung sowie die Vorbereitung der Führerstandseinbauten. Diese können erst nach der endgültigen Spritzarbeit an- bzw. eingebaut werden.

Wie im vorhergehenden Kapitel beschrieben, sind die ursprünglichen Befestigungspunkte nicht genau genug um den Kasten mit dem Chassis positionsgenau zu vereinen. Als Aufnahme der Schrauben habe ich ABS-Schichtblöcke in die Ecken des Kastenmittelteils eingeklebt. Wichtig ist dabei, dass die Schichten gut miteinander verschweisst sind, damit sich diese beim Eindrehen der Schrauben nicht lösen, obwohl vorgebohrt wurde. Der Kasten ist nun mit acht Schrauben von unten mit dem Chassis verschraubt.  03.01.2019

Der Lokkasten wurde soweit fertig, dass er grundiert werden konnte. Nun  werden die letzten Unebenheiten noch ausgeschliffen. Auf den beiden Bildern sind auch die unterschiedlichen Seiten gut ersichtlich. Leider gibt es weniger (oder nur langsame) Fortschritte, da noch anderweitige Dinge im Alltag wichtig sind...    06.01.2019

Bei der Vorbehandlung zeigte sich, dass die ursprüngliche Farbe nicht tauglich ist für diese Bauart, Metall mit aufgeklebten Kuststoffprofilen! Sie ist zu hart und springt auf. Die Grundierung begann  Blasen zu bilden. Das verdikt nach Konsultation des Fachmanns: Alle Farbe muss runter! Das Farblösemittel darf aber nicht zu stark sein damit der Kunststoff nicht angegriffen wird. Es gibt einen speziellen Pinselreiniger auf Laugenbasis, den habe ich dann verwendet. Jedoch: So einfach liess sich die Farbe nicht bewegen zu verschwinden! Es brauchte dazu viel mechanische Arbeit. Die aus Acryglas bestehenden Profile lösten sich jedoch vom Untergrund ab, zerbrachen teilweise, so dass das eine elende Bastelarbeit wurde!

Der Lokkasten ist nun bereit zur Farbgebung durch einen Spezialisten. Ich wage mich nicht selbst an diese heikle Angelegenheit.  22.01.2019/

 

 

Dach

 

Die Dachuntersichten waren nicht akzeptabel. Diese wurden im überhängenden Bereich angeschliffen, verspachtelt und geschliffen. 

Die Dachaufbauten wurden in dem Zustand, wie sie vom Drucker ausgespuckt wurden, angebracht. Man sieht die starken Rippen des Würstchenlegers - das soll so nicht sein! Durch feines Schaben mit der Klinge des Teppichmessers und nachträglicher Schleifarbeit, ist das Resultat annehmbar! Die ursprünglich angedachte Spachtelarbeit habe ich mir weitgehend gespart. Bild rechts: Durch Auftrag von Füller und Farbe ist schon Vieles gerichtet worden! Im Vergleich mit dem Ursprungsteil ist es ein gewaltiger Fortschritt! Zudem ist es so, dass ein Bild viel mehr zeigt, als das Auge  in Natura erfasst.12.12.2108/24.01.2019

Die Pantografen sind anders gelagert und montiert als vom Vorbild vorgegeben. Die getroffene Lösung entspricht nicht ganz dem Vorbild, es kommt ihm jedoch sehr nahe! 29.12.2018

Nach der Sichtung von einschlägigen Bildern der Dachpartie der Lok wurde festgestellt, dass die Pantografen nicht richtig positioniert sind. Die Isolatoren sind anders angeordnet, die Laufbretter sind anders. Die Pantos müssen relativ nahe an die vordere Dachkante rutschen - etwa um die Distanz der bisherigen Befestigungen. Sämtliche Dachaufbauten sowie die Pantos wurden in der Folge demontiert. Die riesigen Löcher für die Panto-Montage wurden mit Bunzen verschlossen und alles mit Spachtel gefüllt. 

Nach dem Spritzen zeigte sich, dass auch hier unvertraegliche Enamel Farbe verwendet wurde! Das Dach wurde mit Rissen im Lack überzogen, das sah schrecklich aus. Es blieb nichts anderes, als alle Farbe herunter zu schleifen! Das dauerte ein ganzes Wochenende.

Das Dach ist fertig geschliffen. Mehrere Farbschichten mussten entfernt werden, ich tat dies nicht mit Farblöser sondern mechanisch. Schleifpapier 150 und 220 sowie die Ziehklinge halfen dabei. Aber der Prozess war langwierig! Was noch zurück bleibt ist Filler, der hat seinen Zweck und soll bleiben. 25.01.2019

Das Dach ist nun ebenfalls fertig vorbereitet zur definitiven Farbgebung.

 

Der weitere Dachaufbau beinhaltet den Hauptschalter, den Drehschalter und die korrekte Führung der Verbindungs-leitungen. Auch die Dachstegteile müssen neu definiert werden. Es liegen inzwischen Bilder von  Modellen und vom Vorbild vor. Viele Details sind abweichend, ich muss nur noch definieren, was zur VZ 14 gehört, dann kann ich weiter machen. Die Unterschiede betreffen etwa die Form der Isolatoren. Da gibt es drei verschiedene Typen. Sind sie braun oder grün? Beides, aber was ist Original, was Reparatur? Wie sehen die Laufstege wirklich aus? Die Seite mit der Klappe ist definiert. Wie steht es aber korrekt auf der gegenüberliegenden Seite? Erst nach der Klärung dieser Details kann an die Fertigung der Einzelteile gedacht werden...  30.01.2019

Probeweise und zur Feststellung der richtigen Positionen wurden die Widerstände und die Pantos aufgesetzt. 30.01.2019

Eher ein spielerisches Element als zwingend notwendig ist der Abschluss der Dachkante. Das Profil ist vorhan-den, allerdings nur sehr schwach sichtbar. Mit dem Auftrag des Messingdrahtes wird das etwas rustikal, mir jedoch gefällt es.

Jetzt sind die Supports fuer die Panthografen fertig gebaut und bereits probehalber montiert. So passt es!

Übrigens: Panthografen wie Widerstandsgehäuse wurden von unten verschraubt!

Als Nächstes waren die Laufstege an der Reihe. Ich baute diese aus schmaler gefrästen Stielen für Speiseeis. Die ursprünglichen Halterungen auf dem Dach konnten überarbeitet und übernommen werden. Zwei dieser Mini-Teilchen mussten nachgebaut werden (im Bild). Beim "Probeliegen" musste ich entdecken, dass die Laufstege noch immer zu breit waren. Da muss vor der Montage noch nachgearbeitet werden. 03.02.2019

Die Stege wurden in der Folge auf der Kreissäge schmaler gemacht. Die Farbbehandlung ist abgeschlos-sen, Holz wird mit dem Alter grau. Der Ton kommt gut hin. Der Effekt wurde durch Abschleifen der Oberfläche erreicht. 03.02.2019

Inzwischen sind auch erste Resultate aus dem Drucker vorhanden: Ich habe die Isolatoren gezeichnet, die Prototypen sind da. Die Teile sind auf der Drehbank nachgearbeitet worden so gut es eben ging. Es ist kein so gutes Resultat, was da geprintet wird.    11.02.2019

Eine Variante der benötigten Isolatoren. Die "Haken" sind die Schaltteile am Hauptschalter. Andere Isolatoren der gleichen Grundausführung sind einfach mit dem Ring bestückt, an welchem die weiterführende Leitung als Flachprofil zB. zu den Pantografen führt.

Dies ist ein Prototyp! Der grüne Körper ist 15mm hoch.

 

Ich setze für die Dachaufbauten das Augenmerk etwas auf die Details. Dies, weil gerade das Dach der erste Blickfang zum Betrachter ist. Deshalb auch der erhöhte Aufwand.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die neueste Generation von Dach-Isolatoren sind nun in Produktion. Das Dach bekam seine definitive aluminiumgraue Farbe. Alle Komponenten, Dach, Kasten und Rahmen sind nun zur Farbbehandlung bereit. Ich werde die Teile möglichst rasch in die Spritzerei bringen.

20.02.2019

 

Weiter geht es mit der 3D-Druckerei, was nicht immer einwandfreie Resultate ergibt. Das liegt an der Zeichnung, denn es gibt diverse Tricks, die für gute Resultate einfliessen müssen. Doch mit Hilfe der Drehmaschine kann man das eine oder andere Stück retten.

Weiter geht es mit der Zusammenstellung des Hauptschalters...

...und den ersten Anschlüssen der Dachleitungen. Bereits sind auch die Pantografen sowie die holzbeplankten  Laufstege auf dem Dach montiert.  25.02.2019

Kleine Schritte sind zur Zeit nur möglich! Noch warte ich auf die nächsten gedruckten Isolatoren. Der Drehschalter ist schon mal halb fertig und die Pfeifen wurden auf der Minidrehmaschine gedreht. 01.03.2019

Die Themen Isolatoren und die Technik des 3D-Zeichnens und 3D-Druckens beschäftigen mich. "So auf die Schnelle" habe ich ein Programm kennen gelernt, das ich nun anwende. Ich zeichne mit Thinkercad von Autodesk. Die Resultate der selbst gefertigten Zeichnung vom Drucker eines Freundes, sind nach anfänglichen Fehldrucken ganz annehmbar geworden. Es braucht diverses Wissen über das Ausbilden von Füssen, Aufbaustämmen, usw. Hat man die ersten Sporen abverdient, dann läuft das ganz gut! Die Resultate sehen vielversprechend aus.

Drucker: Tevo Tarantula

Schichtdicke: 0,2mm

03/03/2019

Der Drehschalter ist nun auch fertig. Nur noch wenig fehlt - genau genommen noch die drei "Schirm"-Isolatoren - dann ist das Dach vollständig bestückt!  07.03.2019

Es war ein steiniger  Weg, die  Isolatoren  mussten in  verschiedenen  Varianten  gedruckt  werden, bis  das  Resultat  zu 

überzeugen vermochte. Nun  aber sind alle Isolatoren gesetzt!

Das fertige Dach präsentiert sich nun  in möglichst authentischer Ausführung zum Original. Nach bestem Wissen und Gewissen anhand von Zeichnungen und Bildern, die mir von dritter Seite überspielt wurden (deshalb auch keine Veröffentlichung). Insgesamt eine aufwändige Arbeit, die aber ein tolles Resultat ergeben hat - meine ich. Somit ist die Baugruppe "Dach" abgeschlossen!  13.03.2019

 

Hier geht es mit dem Zusammenbau des Kastens weiter