VZ HGe 4/4 14        Teil 2

Der Lokkasten und das Chassis waren also beim Spezialisten zum Farbsprayen. Ich wartete lange, bis ich die Teile abholen konnte. Ich sah dann auch gleich warum! Es war offensichtlich ein Malheur geschehen. Doch man hat es versucht zu flicken und so sah es auch aus. Der eine Vorbau war neu angekleckert worden, jedoch fast drei Millimeter zu tief! Die Wiedermontage des Vorbaus gelang schliesslich sehr gut, Glück gehabt!

Eine Türumrandung war weggebrochen und einfach wieder angepeppt worden. Die Bilder zeigen das Vorher/Nachher. Doch wirklich unsichtbar wird das nie mehr. 

Es ging auch mit der Montage der Einzelteile weiter! Speziell wurden die Lüfter angebracht und das  (leere) Warnschild, das vor dem Berühren der Fahrleitung warnt, sofern man auf den Vorbau klettert.

Parallel zu anderen Arbeiten ist der Einbau der Fensterscheiben im Gange. Als Klebemittel wird  (im getrockneten Zustand) glasklare Fensterfarbe verwendet. Sie lässt sich spurlos wegwischen und letzte Reste sind nicht mehr sichtbar!

Der Rückwand im Führerstand wurde noch etwas Dekoration gegönnt. Der Sicherungskasten und der kleine Apparate-schrank wurden aus einer Farbkopie der Rückwand des RhB-Krokodils ausgeschnitten und eingeklebt. Die Einsicht (durch das noch nicht gereinigte) Frontfenster wirkt durch diesen einfachen Zusatz viel natürlicher.

Am Chassis ist als letzte Ergänzung das Zusatzgewicht montiert worden, das den Verlust durch das Ersetzen der metallenen Vorbauten ausgleicht.

Damit die Endmontage leichter vor sich geht, wurden schon mal die Drehgestelle federnd unters Chassis montiert.

Nun ist auch die Beschriftung appliziert. Ebenfalls wurden die Handläufe und Verschlüsse montiert. Der Kasten sieht schon recht fertig aus, doch fehlen noch die Lampen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

11.04.2019

Auch mit der Beleuchtung geht es jetzt vorwärts! Die Lichteinsätze werden vorbereitet, um sie in die Vorbauten und das Führerhaus einzubauen. Über die technischen Hintergründe, Elektrik und Elektronik allgemein, wird hier berichtet.

Kleines Detail an dieser Stelle: Die Beleuchtung nach altem CH-Schema war : Spitze 3x weiss, Schluss 1 x weiss. Damit ich mir die komplizierte elektronische Schaltung sparen kann, setze ich eine zweite LED hinter die jenige die das Spitzenlicht darstellt. Mit der Zweiten ersetze ich das Rücklicht. Also brennt an dieser Lampe bei jeder Betriebsart das Licht!

Die Vorrichtung hat in einem Plasticröhrchen mit dem exact richtigen Durchmesser Platz. Das Rohrstück stammt von der Hülle einer Einwegspritze. Es wird mit einem Stück schwarzem Isolierband umwickelt. Hinten wird die LED mittels Montagekitt lichtdicht fixiert.

 

10.04.2019

Mit einem letzten Anlauf wurden  die  Lampen  installiert,  die Schläuche und Steckdosen montiert und schluss-endlich die Fenster gereinigt. Die Lok hat ihr Antlitz nach diesem Prozedere sichtbar gewandelt.

Die (fast) fertige Lok ging auf Probefahrt. Soweit war alles in bester Ordnung, doch es wurde bei der Kontrolle festgestellt, dass noch einige Teile fehlen! 13.04.2019

Demnach war Nachbesserung gefragt. Irgendwie sollten die Seitentüren zum Gepäckabteil auch geöffnet werden können - also ein Drücker montiert, zudem fehlten noch die Aufstiege...

Jetzt wurde die Lok als fertiggestellt angemeldet zur definitiven Endabnahme. Man beachte die Unterschiede an den Fronten: Eine Seite mit Kadee-Kupplung, eine Seite mit S-Flix-Kupplung und Puffer. Die eine Seite mit Lüftungsgitter, die andere mit Servicetür.

Da keine weiteren Beanstandungen angemeldet wurden, ist die Lok nun definitiv im Bestand und kann ab jetzt uneinge-schränkt eingesetzt werden. 14.04.2019

Zum Schluss einmal ein anderer Anblick: Dies ist das Ergebnis an Abfall von der Arbeit an einem Modell. Es ist etwa ein Drittel vom Ganzen was so anfällt. Es muss ja öfters mal etwas geputzt werden, damit der Dreck der an den Schuhen haften kann nicht in die ganze Wohnung verteilt wird... 

Mein Fazit nach Dutzenden von Arbeitsstunden

Die Arbeiten an diesem Modell waren doch etwas umfangreicher, als ich es mir zu Beginn vorgestellt habe. Aber wenn schon, denn schon! Das Vorgehen ist Dank der Vorlage durch Sergio etwas einfacher gewesen, jedoch sind Änderungen immer aufwändig. Einige Änderungen und Ergänzungen habe ich angebracht im Wissen, dass diese im kommerziellen Modellbau wohl kaum so aufwendig gearbeitet werden können. Die "Aufarbeitung" der Lok betitle ich deshalb auch ohne Einschränkung als Eigenbau.    ÄÖÜ  äöü