VZ HGe 4/4 14 Umbau Drehgestelle

Geliefert wurde die Bodengruppe dieser Lok mit Antrieben von PIKO. Einfache Standardantriebe, ohne Zahnrad. Für die grosse Masse der Gartenbahner mag das ja gehen, jedoch besitzt man eine Zahnstangenstrecke auf der Anlage, genügt die Ausrüstung nicht. Was also tun?

Ich bestellte beim bekannten Hersteller Ed's Gartenbahn zwei Antriebe für die FO HGe 4/4, die auch unter die HGe 4/4 der VZ passen. Die Antriebe liegen nun vor. Was aber braucht es, damit diese etwas grösseren Antriebe Platz finden? Der Rahmen die richtige Höhe einnimmt und das Ganze betriebssicher und anständig daher kommt? Genau dies will ich in diesem Kapitel beschreiben. Es ist relativ umfangreich, doch machbar!                           ÄÖÜ  äöü

Damit der gesamte Bau der Lok übersichtlich bleibt, widme ich diesem Umbabu ein eigenes Kapitel!

Meine Loks sollen mit Akkus betrieben werden, dazu ist eine eigens entwickelte Steuerung mit Fernbedienung eingebaut. Damit nun keine Probleme mit eventuellem Schienenstrom entstehen, werden die Antriebe auseinander genommen und kanibalisiert. Will heissen, alle mit Rad und Schiene in Kontakt stehenden Elemente, inklusive interner Einrichtung werden entfernt.

Die interne Verdrahtung am Motor wurde den neuen Bedürfnissen angepasst.

Nun stand der Probelauf an, um zu sehen und hören, dass nichts schleift oder klemmt. Und wie es klemmte! - Was war die Ursache? Ich habe festgestellt, dass der Motor etwas verschoben war und der verbaute Zahnriemen nicht parallel frei drehen konnte. Die Lösung? Den Motor in die richtige Position bringen und damit sich dieser nicht mehr verschieben kann, eine Sperre einbauen. Einfach aber effektiv. Der Motor steht nun etwa 6,5mm aus dem Gehäuse hinaus. Stört aber nicht!

Soweit so gut. Aber etwas eierte noch und behinderte den freien Lauf. Des Rätsels Lösung: Der Pulli des Zahnriemens berührte die Gehäusewand! Also die Welle ausgebaut und nachgesehen, die Schleifspuren waren gut zu sehen. Dann die Feile zur Hand und etwas abgetragen. Und siehe da: Einwandfreier Lauf des Getriebes! Fazit: Bei jeder Veränderung,  Öffnung des Gehäuses oder Nachziehen der Schrauben, immer darauf achten, dass sich nichts verschiebt. Das habe ich wohl im Vorfeld versäumt...

Damit der Rahmen auf die richtige Höhe nivelliert werden kann, war der Aufbau von Jochen notwendig. Somit ist eine genaue Justierung möglich. Dazu wurden M5-Schrauben verwendet, die sind stark genug.

Deutlich sind die Anpassung der Aussparungen ersichtlich. Es braucht schon etwas Zeit, das 2mm dicke Blech auszufeilen. Habe aber auch den Winkelschleifer zuhilfe genommen.

Nun also können sich die Motorblöcke frei in die notwendige Richtung bewegen. Noch ist etwas  zu beachten: Weil die Motorachse genau auf die Flucht des Rahmens fällt, muss die Motorwelle leicht gekürzt werden. Ist einfacher, als eine noch grössere Aussparung zu feilen.

Jetzt kommt die Anpassung des Drehgestellrahmens. Als Erstes muss der Rahmen zwischen den Achslagern um 5 mm gekürzt werden, da da der Achsabstand nun dem Vorbild und somit dem neuen Antriebsblock zu entsprechen hat. Die Trennstellen werden noch verspachtelt und geschliffen. Es geht hier aber vorerst um die notwendige Anpassung, deshalb zeige ich den "Rohzustand".

Anschliessend muss der Rahmen mit Supporten ausgerüstet werden, damit dieser durch die vorgesehenen Bohrungen angeschraubt werden kann. Es sind vier Schrauben vorzusehen. Die richtige Höhe muss zuvor ermittelt werden. Die Supports kann man danach entsprechend bauen, einkleben und verschrauben. Die vier Schrauben ganz aussen am Motorblock sind die Befestigungen für den Drehgestellrahmen.

Das fertige Drehgestell kann abschliessend in den Rahmen montiert werden. So sieht das Ganze dann aus.

29.11.2019

Wenn Teile übrig bleiben, ist was falsch oder unfertig. Zweiter Zustand ist hier korrekt, denn ich habe in der Hitze des Gefechtes die Zusatzgewichte vergessen zu montieren! Das also muss gelegentlich noch nachgebessert werden.