Umbau der HGe 4/4'

Die HGe 4/4' der FO ist eine meiner Lieblingslok. Es ist eine Zahnradlok, dafür steht das "H". Da es eine meterspurige Schmalspurlok ist, steht der Buchstabe "G". Es handelt sich um eine elektrisch betriebene Lok, daher das "e". Die Lok hat vier Achsen, wobei alle 4 Achsen angetrieben sind, deshalb die Bezeichnung "4/4". das kleine 1 dahinter bezeichnet die erste Lokserie mit dieser Bezeichnung.

Das Modell soll nun für Akku-Betrieb eingerichtet werden. Ueber die dazu notwendige Ausruestung wird in einem separaten Kapitel in der passenden Rubrik berichtet.

An dieser Stelle wird die Verfeinerung des Modells und die genauere Annaeher-ung an das Original erlaeutert.

Auf diesem Bild erkennt man den Lokrahmen mit einem Ausschnitt, darunter den Motorblock und zwei Antriebsräder. Diese Ansicht hat nichts mit dem eigentli-chen Umbau zu  tun, ist aber deshalb relevant, da die Motorblocks mit Riemen-antrieb neu gestaltet worden sind und vom Erbauer als Austausch nachgeliefert wurden.

Erstellt am 30. Juli 2015

Ein Modellbaufreund hat in einem Forum seine Eigenbau-Lok vorgestellt. Er brachte mich auf die Idee, einige seiner Vorgaben umzusetzen. Zu Beginn wird auf dem Dach "aufgeraeumt".

Die erste Aenderung bzw. Ergaenzung betrifft die Pantografen. Die Sockel der Stromabnehmer haben zum Schutz der Hebevorrichtung beim Original sogenannte "Schiffchen" eingebaut. Ich erinnerte mich an mein Teilearchiv, in welchem solche Teile vorhanden sein sollten. Es wurde also gesucht - und gefunden!

Die Standardstromabnehmer eines bekannten Herstellers sehen nicht sehr nach dem Original aus. Damit sie diesem etwas mehr gleichen, wurden die unteren Querverstrebungen entfernt und die Ausleger gestutzt.

Die werkseitige Anordnung der Dachisolatoren und der Leitungsfuehrung ist sehr einfach gehalten, nicht dem Original entsprechend und funktionaler Nonsens. Es geht also den Isolatoren an den Kragen und gleichzeitig werden die Leitun-gen gekappt, bzw. verlangert. Die Pantografen werden "angeschlossen".

Auf dem Bild oben ist zu erkennen, dass Isolatoren entfernt wurden. Fuer die Ergaenzung und den Ausbau ist teilweise Eigenbau angesagt. Weitere relevante Teile wurden aus der einschlaegig bekannten Ersatzteilliste eines gut assortierten Lieferanten bestellt. Man muss ja nicht das Rad nochmals erfinden...

07.09.2016, Fortsetzung folgt nach Eingang der im Text erwaehnten Ersatz- bzw. Bauteile.

Eine Postsendung ist angekommen, hat bestellte Teile (leider nicht alle) gebracht. Ein Modellbauer laesst sich nicht so schnell unterkriegen, so baue ich die benoetigten Isolatoren eben selber.

Aus Unterlegscheiben. Schrauben und Muttern M3 sowie Fuellscheiben aus Abfallbestaenden, entstehen Isolatoren! Etwas Farbe hilft die Aehnlichkeit etwas naeher zu bringen. Das ist natuerlich kein hundertprozentiger Modellbau. Dazu muessten Detailplaene vorliegen. Der Aufwand ist einfach zu gross, der angestrebte Effekt wird auch so erreicht.

Die eine Seite ist nun soweit der Aufbau es erfordert fertig. Eine Oeffnung vom vorherigen Zustand muss noch mit etwas Aufwand geschlossen werden. Was noch fehlt ist das entsprechende Werkzeug.um den Wulst zu entfernen. Das Loch kann mit Zweikomponentenkleber verschlossen werden. Das Ganze sieht recht wirklichkeitsnah aus!     26.09.2016

Fuer die andere Seite fehlten wiederum Isolatoren. Die entstanden auf der Mini-Drehbank, aus Kunststoff. Wobei sich das Material nicht gerade eignet, naechstes Mal mache ich so was aus Messing! Nun, die Sache wurde gut und sieht fuer mich stimmig aus. Auch die Antennen und Pfeifen fanden Platz. 27.09.2016

Und nun das fertige Dach in der Uebersicht:

Als Naechstes werden die Fahrzeugfronten mit den ueblichen Steckdosen, Kabeln und Schlaeuchen bestueckt. Dabei kann mehrheitlich auf Grossserien-Teile zurueck gegriffen werden. Doch es gibt Ausnahmen...

Damit die Arbeit nicht doppelt gemacht werden muss, habe ich gleich noch die Kupplung umgebaut! Der Wunsch nach einer etwas betriebssichereren Kupplung (als der Flaschenoeffner), die auch zahnstangentauglich ist, hat mich zur Klauenkupplung gefuehrt. Meine Zug-Fahrzeuge koennen alles: Klaue und Buegel mit Haken. Also muss auf der einen Seite eine Klauenkupplung hin. Das gibt einen recht umfangreichen Umbau des Drehgestell-Rahmens, aber das lohnt sich! Der Rueckbau ist absolut spurenfrei machbar!

Die Bilder zeigen die gebastelte Vorrichtung von oben und von unten. Dann noch die Frontansicht. Ist das Teil erst mal gemalt, ist nichts von einer Abaenderung zu sehen, die ganze "Apparatur" hinter den Kulissen ist nicht einsehbar. Der Kupplungskopf ist ohne Metallarm montiert. Die Beweglichkeit der Kupplung ist genuegend, so dass alle Radien problemlos durchfahren werden.

 

10.10.2016

 

 

  

So,nun sind beide Seiten bereit, um die Schlaeuche und Steckdosen aufzunehmen...

 

Selbstverstaendlich muessen die Zuruestteile erst herge-stellt werden! Die nachfolgenden Bilder verdeutlichen diese Pfriemelei, doch das Resultat ist durchaus vorzeigbar - finde ich.

Als Erstes die Schlauchverbindungen: Vakuum und Druckluftschlaeuche

Dann die verschiedenen Steckdosen fuer diverse elektrische Verbindungen. Die Dosen mit den gelben Deckeln bestehen aus bis zu acht Teilen.

Zum Schluss nochmals alles zusammen.

Insgesamt 14 (!) Teile koennen nun an den Fronten angebracht werden.

 

12.10.2016

Und nun folgt die Montage der Anbauteile auf der Klauenkupplungs-Seite mit dem Vorher-/ Nachher-Effekt:

Danach folgt die Montage auf der Haken-Kupplungsseite, ebenfalls mit dem Vorher-/Nachher-Effekt.  12.10.2016

Auf dem rechten Bild ist auch noch die Elektroleitung eingefuehrt. Das dann der Abschluss der Detaillierung.

Nun bin ich stolzer Besitzer einer gesuperten FO HGe 4/4' 36. Die Dachansicht und die Frontteile am "Balkon" entsprechen weitestgehend dem Original.

Bewusst verzichtet habe ich auf den Einbau der verkleinerten Originalkupplung, Haken und Oese. Das ginge mir dann doch zu weit.

 

13.10.2016