Trümmerwagen 3

Es ergab sich das seltene Bedürfnis (!) etwas aufzuräumen. Wie im Vorkapitel beschrieben, war da ein Konvolut von Wagenteilen. Also nahm ich mich besagter Box an und sichtete das übrig gebliebene Material. Das Resultat zeigt nebenstehendes Bild: Ein etwa zu drei Vierteln vorhandener wagen, der durch eine gezielte Ersatzteillieferung und zusätzlicher Herstellung diverser weiterer Teile zu einem kompletten Wagen zusammen geschustert werden kann!

 

Als Erstes wurden die Endteile gefertigt. Aus einem Pleximaterial schnipselte ich die beiden Teile so zurecht, dass sie wie im Original vorgesehen, die Seitenwände mit der Stirnwand verbinden und den oberen Abschluss für die Türen bilden.

Bereits wurde auch die Strombegrenzung für die künftige Beleuchtung platziert. (Sofern diese bei Akkubetrieb noch gebraucht wird.)

 

Ein etwas grösseres Teil wurde der Unterboden, der ebenfalls zugeschnitten und eingepasst wurde.

 

Danach folgte ein Mini-Teil. Der Toilettendeckel entstand aus einem Teil eines nicht mehr brauchbaren Innenbodens. Er wurde zugeschnitten, gefeilt und eingepasst. Selbstverständlich auch mit Scharnier... Und schon ist die Toilette am richtigen Ort eingebaut.

 

Im Anschluss wurden die Türen ausgeschnitten und zusammen geklebt. Bereits ist der erste Anstrich aufgetragen. Manchmal geht es eben etwas schnell voran!

 

Oberhalb der Türen werden an den Endstücken noch die Abschlüsse mit der "Regenrinne" angebracht. In diesem Fall muss eine visuelle Attrappe genügen. Hier mal die vorbereiteten Teile.

 

Zur Montage der Beleuchtung ist es von Vorteil, ein Innendach zur Verfügung zu haben. Auch reflektiert eine weisse Einlage das Licht besser, als der graue Dachteil. Ein erster Versuch, eine ABS-Platte  zu biegen ergab ermutigende Resultate, sodass zur Tat geschritten wurde das künftige Innendach zu formen. Durch den "freihändigen" Biegevorgang hat sich das Teil verbogen, was aber bei der Endmontage kaum auffällt!

 

 

Provisorisch wurde schon mal die Leuchtleiste eingelegt, danach die Stromleiter eingebaut und die LED's eingelötet.

 

Erstellt am 29.09.2013

Weiter geht’s mit dem Unterboden! Es wurden schon mal die Drehgestell-Aufnahmen positioniert und gleich angebaut. Auch bekam der Batteriehalter seinen Platz.

 

Die beiden Drehgestellaufnahmen im Detail!

Links Seite 1, rechts Seite 2.

 

Anschliessend wurden die Drehgestelle mit einer Deichselverlängerung versehen und angepasst.

(Es sind noch nicht die richtigen Drehgestellblenden angebaut!)

 

Bereits erhielt der Schalter für die Beleuchtung seinen Platz und ein erster Kasten ist entstanden.

 

Der zweite Kasten brauchte etwas mehr Geduld und auch Zeit. Aber so gefällt mir Modellbau!

 

Es folgt der Dritte Streich - der dritte Kasten ist entstanden. Leider verliessen mich Geduld und Musse, das Resultat ist nicht ganz das, was ich mir vorgestellt hatte. - Aber für unter den Wagenboden reicht es wohl...

 

Zu guter Letzt kann ich meine Version eines Generators zeigen. Die Originalvorlage war zu kompliziert, also habe ich das gemacht, was ich mit einigen Teilen aus der Bastelkiste gestalten konnte!

 

Fortschritt am 30. 09.2013

Nach dem Einsatz der Spraydose, ist der Unterboden fertig zum Einbau bereit!

 

Stand vom 01.10.2013

Jetzt warte ich auf die Ersatzteile aus Deutschland, die mir Ende des Monats Oktober ueberbracht werden.

Die Ersatzteile sind eingetroffen - und schon sieht das "Gebilde" nach einem Wagen aus! Natürlich müssen noch einige Teile Angebaut werden, die Türen sind teilweise schon mal dran! Aber die Fertigstellung kann nicht mehr scheitern.

 

Dieser Zustand hat nicht lange Bestand gehabt - noch in der gleichen Nacht wurde der Wagen fertig!

Der B 2467hat noch keine detaillierte Beschriftung (Wagennummer), doch das wird irgendwann auch noch Tatsache.

Mit diesem Wagen ist der dritte Lowcoast-Wagen dieser Gattung in meinem Rollmaterialbestand, nebst den beiden 1.Kl-Wagen endlich ein 2.Kl.-Wagen.

 

Fertigstellung am 31.10.2013

Was immer noch gefehlt hat waren die Aufstiege. Die kleinen Treppchen unter den Aussen-Tueren sind nicht mehr als Ersatzteil zu bekommen, dies schon Jahre! Jetzt habe ich mir ein Herz gefasst und einen dynamischen Kerl aufgesucht, der 3D-Druck anbietet. Das Resultat ist sehr zufriedenstellend ausgefallen! Ab jetzt vekehren auch meine Truemmerwa-gen mit Treppchen...

Die Kosten sind recht hoch ausgefallen, da ich kein entsprechendes Zeichenprogramm habe, die Teile nach Original also noch aufgenommen werden mussten. Fue r12 Stueck habe ich (inklusive VAT) R 2540 bezahlt. Das sind CHF 173.40/ EUR158.10 pro Stueck sind das CHF 14.45/EUR 13.20.

Ein Riesen-Aufwand auf den ersten Blick. Heute wuerde das Teil im Ersatzteilhandel (wenn denn vorhanden) wohl etwa die Haelfte kosten. Fuer mich kaeme dann noch Porto und Verpackung, sowie MWSt in Deutschland und VAT in Sued-afrika dazu (insgesamt 33%). Somit ist alles relativ. Brauche ich wieder mal solche Teile, dann werden die bedeutend guenstiger!

Links das Original, Mitte die gedruckten Teile, Rechts ein geprintetes Teil mit (gewuenschter) Struktur.

16.09.2016