Glasfaser-Anschluss / Fiber connection

Es wurde schon länger dafür geworben, mitunter sehr aufdringlich. Das liess mich kalt - aber: Mein Internet-Anschluss wurde zusehends so grottenschlecht, dass ich zum Handeln gezwungen wurde. Ist wohl eine Strategie der Telkom, die Kupferleitungen einschlafen zu lassen, damit die Kunden dann zwangsweise weiteren Verdienst generieren.

Ich stoppte eines Tagesl an einem Werbezelt direkt an der Strasse, um mich kundig zu machen. Die Firma heisst "Vox Telekom", tritt in Grün/Orange auf und schreit lauthals, sie seien die Günstigsten. 

Die Unterlagen nahm ich mal mit füllte auch ein Anmeldeformular (Application) aus. Doch eine Firma oder deren Repräsentanten, die nicht meinen Namen richtig (ab-)schreiben können, geschweige die richtige Adresse einzusetzen vermögen, die lasse ich fallen. Nach drei Versuchen war es dann so weit, dass ich  die geballte Menge von Aufforderungen zur Unterzeichnung des Antrags/Offerte abblockte, indem ich meinen Verzicht bekannt gab.

Telkom

Der (staatliche) Fernmelde-Gigant hat entgegen meiner ursprünglichen Idee, doch noch Fuss gefasst. Ich unterzeichnete einen Vertrag über die Laufzeit von vorerst zwei Jahren für den Anschluss ans grosse Glasfaser-Netz. Das Angebot (das Grundangebot "Light" wollte man mir nicht, auch nicht vorläufig), verkaufen. Man drückte mich sozusagen gleich aufs "Standard-Angebot". Ich denke, ich fahre damit gut. Es sind jedenfalls im Paket alle meine Nebenausgaben und Einrichtungen inbegriffen, die Angelegenheit sollte mich monatlich etwas weniger kosten als bisher - bei besseren Leistungen! Es lautet auf R699 pro Monat. Das war am 29.10.2020

Installation durch die Firma Lombicor

Die Telkom macht die "Dreckarbeit" nicht selber, das überlässt sie kleineren privaten Firmen, die jedoch allesamt durch "Open Access" konzessioniert sein müssen. Also kam unter der Führung von Charl das ganze Equipment angerollt. Ein Helfer war dabei der die Installation vorbereitete und Charl fertigte dann den Anschluss durch den zuvor gebohrten Mauerdurchbruch ins Office. Die Sache ging schnell vonstatten, das Kabel wurde zwar sichtbar jedoch unauffällig eingezogen. Südafrikanisch eben...

Vom Spleisskasten aus wurde das Kabel ans Haus gelegt. Die Rolle am Masten ist die Zuleitung des Glasfaserkabels. An der Wand, am Ende der Leitung hinter dem Computerstandort, kamen zwei Kästchen montiert. Eines für Telefonie, das andere für das Internet.  

Der Router

Was jetzt noch Probeme bereitete, war die Initiierung des Routers, der auf dem Pult Platz bekommen hat.

Das Prozedere sei keine Hexerei meinte Charl und begann mit seiner Detailarbeit zur Konfiguration. Anruf bei Telkom: Die Auftragsbearbeitung sei noch nicht abgeschlossen. Bitte geben sie ihr Geburtsdatum, ID-Nummer, Pass-Nummer, Adresse und Telefonnummer an, dan können wir ihnen weiter helfen. Nach einigen Minuten dann der Bescheid, dass noch kein Passwort vorhanden sei, dazu müsse ich an die Technikabteilung gelangen. Ich kenne nun die Nummern 10210 und 10213 mit ihren dahinterliegenden Optionen, habe da einige Male versucht, mit dem Erfolg, dass ich dann wieder an die andere Nummer verwiesen wurde. Charl hatte genug, machte Feierabend mit dem Versprechen, anderntags im Laufe des Vormittags vorbeizukommen. Das war gar nicht so leicht, infolge von Demos sass er im Verkehr fest und es wurde weit über Mittag, bis wir uns an die Arbeit machen konnten.

Ich darf darauf hinweisen, dass es bei mir noch nie auf Anhieb geklappt hat, irgendwelche Installationen zu konfigurieren, einzurichten oder zu updaten.

Das Passwort

So kam es denn, wie es kommen musste. Ich hing am Draht um die Telkom dazuzu bewegen mir ein Passwort und eine Ordernummer zu geben, Charl poppelte auf seinem Cellphone und dem Tablet abwechslungsweise herum und versuchte, Ordnung ins Gewühle das wir veranstalteten, zu schaffen. Irgendwann, so nach zwei Stunden wurde Charl nervös - ich auch, hatte noch was anderes zu tun! Er entschloss sich, etwas zu tun, "was man eigentlich nicht tun sollte/dürfte". Er verliess also den Pfad der Tugend und wählte mit dem Curser in den Themen eines Programms herum, bis er was gefunden hatte, das er gebrauchen kann. Ein Programm, geheim sozusagen. Da war er also drin und drückte dutzende Male die gleichen Tasten, bis ein Feld aufging und siehe da: Alles war da! Also alles was mich betraf, nur die Schuhnummer war noch nicht registriert. Jetzt benutzte er den Code des Routers, der auf einer Verpackung aufgekritzelt stand und generierte eine Ordernummer. Kurz darauf gab es einen kurzen Alarm. Also anrufen bei Telkom, wieder durch die Optionen drücken bis dann, ja dann war eine Mamsell am Draht, die endlich ein Passwort hervor klaubte. Aber natürlich funktionierte das nicht zum ersten Mal. Nicht zum Zweiten und nicht zum Dritten! Also nochmals angerufen, bzw. am Draht geblieben und auf ein neues Passwort gewartet - und siehe da! Nach rund drei Stunden war die Sache ausgestanden, alle LED's grün am Router, der Spass konnte beginnen. Puh!   Alles kein Problem?

Freitag, der 13. November 2020                                                                                                              ÄÖÜ  äöü