Sitzmoebel

Die erste groessere Anschaffung zur Einrichtung meiner ersten Wohnung nach der Heirat, war der Kauf der Sitzgruppe. Nicht einfach eine "Nullachtfufzehn" sollte es damals sein, nein, etwas Besonderes durfte es schon werden.  Mein Favorit, eine Sitzgruppe von DeSede war unerschwinglich. Warum denn in die Ferne schweifen... Gesagt, getan! Das Moebelgeschaft im Dorf wurde von Handwerkern mit Passion gefuehrt, angegliedert die eigene Polsterei mit Gestellwerkstatt. Gar Moebel aus Massivholz wurden auf Bestellung nach Kundenwunsch gefertigt. Ja, das war damals, 1971! Die in der Ausstellung stehenden Moebel waren gerade gut genug, eine Kopie der Wunschgarnitur und nur halb so teuer.

Jetzt ist sie in  die Jahre gekommen. 45 Jahre hat die Sitzgruppe auf den Gurten, diese sind nun geborsten. Das Leder wurde mit der Zeit etwas "lahm" und trocken, die Schaumgummifuellungen kauerten zusammen, allgemein war eine Revision der Sessel und der Couch notwendig. Ich fand einen "Upholsterer", der sich gewohnt ist mit Leder umzugehen und der lieferte ganze Arbeit ab! 

Fuer vergleichsweise kleines Geld erhielt ich eine "neue" Sitzgruppe im gewohnten Design. Und so nebenbei: Das Leder ist besser, weicher, schoener! 

Leder altert, kann jedoch mit geeigneten Mitteln wieder geschmeidig gemacht werden. Mit der Aufpolsterung der Sitzgarnitur und dem Neu-Ueberzug, fiel "altes" Leder an. Dieses sollte man nutzen, dachte ich und hatte die Idee, die Sitzflaechen der Stuehle am Esstisch damit ueberziehen zu lassen. Die bestehenden Polster hatten ausgedient. Der "Upholsterer" konnte sich mit der Idee anfreunden - und ich kam so nebenher noch zu "neuen" Stuehlen...

 

25.10.2016

Designer-Kreationen

Gewisse Designer und Hersteller von Moebeln muesste man - wie gewisse Verpackungs-"Ingenieure" - zum Mond schicken. Voellig unpraktisch und unansehnlich sowie absolut nicht brauchbar. Vor einigen Jahren uebernahm ich sog. Designer-Sofas aus Deutschland. Nun, ansehnlich waren sie, sofern die Rueckenpolster ausgeklopft und straff aufgesetzt waren. Hatte man sich mal in das Moebel hienin drappiert, dann war das Rueckenpolster auf dem Rumpf, will heissen zusammengedrueckt und unansehnlich. Siehe Bild links. Hier hat nicht nur der Designer gepennt, sondern auch der Polsterer. Denn eine Soft-Fuellung ist hier total fehl am Platz. Ich liess in der Folge neue Fuellungen aus dichtem Schaumstoff schneiden. Und siehe da! Die Dinger richten sich wieder auf, sehen ansehnlich aus und sind erst noch bequem. Manchmal muss man einfach "Laien" machen lassen. Das Resultat kann sich jedenfalls sehen lassen. 

 

07.07.2017