Kochen im Römertopf

 

Es reizte mich, mal mit dem Römertopf zu kochen. Mein erstes “Experiment” war gleich für eine Truppe von acht (8) hungrigen Mäulern. Dazu verwendete ich zwei Pötte. Im Ersten legte ich ein Zwiebelbett. Darauf kam der Rollbraten zu liegen, etwa 2,2 Kilos. Das ist die grösste Menge, die überhaupt Platz findet unter dem Deckel.  Ich schüttete 400ml Bouillion (Gemüsebrühe) in den Topf, dann füllte ich diesen auf mit Lager-Bier. Da ich die empfohlene Menge an Flüssigkeit nicht erreichte, füllte ich den Topf bis zum Rand. Den Topf stellte ich kalt in das kalte Rohr. In der Folge sabberte der Inhalt über und tropfte auf die Heizschlange. Es roch leicht nach Verbranntem... Nach zweieinhalb Stunden sollte das Fleisch gar sein, die Sosse fertig zum Verdicken, was ich dann in einem normalen Topf auf dem Kochherd erledigte. Das Fleisch blieb im Römertopf. Ohne Deckel liess ich das Fleisch bei Oberhitze noch eine halbe Stunde bräunen. Somit ganze drei  Stunden Garzeit bei 200 Grad!

Gleichzeitig schob ich den zweiten Römertopf in die Backröhre. Darin hatte ich ein Kartoffelbett - alles kleine ganze Frühkartoffeln - dabei auch noch Frühlingszwiebeln klein geschnitten, junge Zwiebeln geviertelt, Karottenstangen geviertelt oder halbiert, je nach Dicke. Die Hauptmenge war dann Stangensellerie, mit allem, auch dem Kraut. Ich setzte etwas Wasser zu und auch eine dünne Paste aus Knoblauch und Gewürzen. Das sollte erst mal genügend Flüssiges sein. Nach einer Stunde habe ich nachgesehen: Es war noch nichts gar! Ein Rest aus einer Weissweinflasche fand den Weg in den Topf. Danach schob ich ihn wieder in das Rohr. Nach einer weiteren Dreiviertelstunde beschloss ich, das Gemüse als gar zu erklären. Garzeit demnach 105 Minuten bei 200 Grad. Das war perfekt!  Die übriggebliebene Flüssigkeit schüttete ich ab, wird mit der Sosse vom ersten Topf verarbeitet.  

Die übrig gebliebene Flüssigkeit habe ich mit Tomatencreme Sosse und etwas Pfeffersossenpulver verdickt. Schmeckte vorzüglich!

Anmerkung:

Die Rezepte, die ich auf verschiedenen Portalen konsultiert habe, machen durchwegs unterschiedliche Angaben über die Garzeit sowie über die empfohlene Temperatur im Ofen. Da mein Ofen nicht über alle Zweifel erhaben ist - Wärmeverlust wird festgestellt, da die Klappe nicht dicht ist - ist die hier angegebene Garzeit mit Vorsicht zu geniessen.

Die Angelegenheit war ein voller Erfolg! Die Gäste waren sehr zufrieden.

 

 

31.08.2020/bhs