Wochenende auf Dieprivier Farm&Cottages

Freunde und Freundschaften Pflegen kann so oder so oder auf andere Art geschehen. Thomas lud nun zum etwas anderen Geburtstagsfest ein. Eine Abwechslung in das pandemische Einerlei, das uns der Alltag im Covid-19-Fieber begleitet. Mit dabei waren auch zwei seiner Freunde, die etwas weiter entfernt wohnen.

Am Sonntag, den 13. September 2020 trafen wir unserer Zwei, Wolfgang und ich bei Thomas, um zusammen in die Nähe von Caledon auf eine Farm zu fahren. Unterwegs holten wir noch den Franz auf seinem Gut ab. Das Wetter hielt sich einigermassen noch, es sollte dann später aber regnen. Dies tat der lockeren Stimmung nichts ab.

Die Farm liegt eingebettet hinter der R406, am Weg nach Greyton. In der Ferne grüssten die Windgeneratoren, die sich Dank des starken Windes recht zügig bewegten. Der Weg führte nach dem gesicherten Eingangstor weit ins Gelände hinein. Nach Passieren der Farmgebäude stand bald das erste Cottage in einer Lichtung. Wir mussten jedoch noch die Furt durch den fliessenden Bach und eine Waldung durchqueren.

Die von uns beanspruchten Cottages tauchten alsbald auf.

Wir bezogen sogleich Quartier. Wolfgang und Franz betätigten sich mit den Vorbereitungen zur Kühlung der Tranksame. Die voll ausgerüsteten Cottages sind nicht das Neueste, doch alleweil zweckmässig und bei schönem, warmem Wetter sicher sehr angenehm zu bewohnen. Zur Freude von Franz gab es auch in seinem Bett (wo er gefroren hatte) eine heizbare Decke, welche er dann in der zweiten Nacht auch zu nutzen wusste.

In einer Regenpause liessen wir uns im Freien nieder, einen ersten Drink genehmigend. Je länger der Nachmittag wurde, umso mehr füllte sich der Tisch mit Leergut.

Es wurde Zeit um ans Essen zu denken. Thomas als Gastgeber kümmerte sich ums Feuer zum Braai. Aus welchem Grund auch immer sich diese ernsten Mienen auf die Gesichter pflanzten, kann ich nicht nachvollziehen. Es war stets lustig oder wir waren in ausschweifende Diskussionen verwickelt. Das Steak mundete ebenfalls! Es passte alles!

Der Montag brach düster an und es legte sich der Regen wie eine Krake über die Felder. Keiner verspürte Lust auf einen ausgiebigen Spaziergang über die Farm, wie ursprünglich vorgesehen. Lediglich meinereiner wagte sich kurze Zeit aus dem Haus um die nächste Umgebung etwas zu erforschen. Das naheliegende Waldstück wurde durch Stürme arg in Mitleidenschaft gezogen.

Wasser zieht mich immer an, die Furt musste musste genauer erforscht werden. Auch der Flusslauf erweckte mein Interesse. Leider ist das Gewässer völlig unbelebt, denn hier fliesst zu selten Wasser, alsdass sich Krebse oder Fische in Bach tummeln könnten. Nicht mal Pilze habe ich entdeckt! Ein wackeliger, morscher Steg, den ich zweimal benutzen musste, bot die einzige Möglichkeit tockenen Fusses über den Bach zu gelangen.

Weiter dem Wasserlauf entgegen kraxelnd, entdeckte ich noch die Bleibe des Farmverwalters.

Die üppige Feuchtigkeit des Tages liess die Flora etwas düster, doch nicht weniger interessant erscheinen. Der Abendhimmel weckte Hoffnungen auf einen freundlicheren morgigen Tag.

Wir machten uns auf nach Caledon, um noch 'dringend Gebrauchtes' einzukaufen. Irgend etwas musste man ja neben der Konsumation alkoholischer Getränke tun... Heute war das Feuer draussen jedoch nur so nebenbei. Das Fleisch wurde im Gasofen zubereitet, was wiederum der Raumtemperatur sehr zugute kam! In der Folge wurde der Gasbackofen als Heizung missbraucht, da sehr effektiv. Es wurde ausgiebig auf das Wohl des Jubilaren angestossen. Auf weitere Bilder des Abends musste ich verzichten, meine Sehkraft war von vom Gruppeneinfluss bedingt, gelinde gesagt etwas getrübt. Der Whisky hat eingeschlagen - ich ging auch früh in die Heia. Was danach geschah, kann ich nicht näher erläutern, da ich nur vom "höhren sagen" berichten könnte.

Es war wohlbedacht vorgesorgt! Ein üppiges Frühstück (das gab es schon am Vortag zu geniessen) legte den Grund im Magen. Es blieb noch etwas Zeit um sich mit dem Besitzer der Farm auszutauschen, der uns zum Abschied besuchte. Bei der Diskussion ging es gezielt um eine einzige Pflanze, die richtig angewendet auch sehr viel Gutes tut (grins).

Ich machte mich derweil nochmals mit der Kamera auf in die nächste Umgebung. Was gestern grau und Trübe war erschien heute im satten Grün, verwöhnt von wärmenden Sonnenstrahlen.

Es galt mal Bilanz zu ziehen. Trotz des nicht sehr durstigen Wetters, rann einiges Nass durch die Kehle. Harte Sachen waren kaum dabei, es blieb in Grossenganzen bei Bier und Wein. 

Nun also hiess es packen. Somit war wenigstens der Abreisetag und somit auch die Rückfahrt nach Somerset West mit freundlichem Sonnenschein begleitet. Inzwischen waren Fred und Fill schon abgereist, da sie etwas länger zu fahren hatten um nachhause zu kommen. Es war ja ein Dienstag, für im Business tätige ein Arbeitstag. 15. September 2020

erstellt am 24. September 2020