Mein eigener Wagen

Eine Bahngesellschaft braucht nicht "nur" Lokomotiven. Um Passagiere transportieren zu können braucht es auch Wagen! Es sind genügend alte Fahrzeuge vorhanden, die zur Renovation und Restaurierung geeignet sind. 

Die CRC hat einige Wagen äusserlich und fahrwerksseitig aufbereiten lassen. Was fehlt ist die Inneneinrichtung, die ebenfalls in die Jahre gekommen und oft einfach unbrauchbar geworden ist.

Um etwas Schwung in die Aufbereitung zu bringen, habe ich mich verpflichtet, die gesamte innere Aufbereitung für diesen Wagen finanziell abzusichern.

Das oftmals gediegene Aussehen der Einrichtung soll herüber kommen, obwohl der Wagen nicht mehr in den Originalzustand  versetzt werden wird.  Einesteils  werden

sechs Compartements, also Sitz- und Schlafabteile und eine kleine Bar beibehalten. Andererseits soll anstelle weiterer sechs Abteile ein Konferenztisch mit mindestens 12 Plätzen  platziert werden. Grund zur Auflassung ist ua. das Fehlen der Polster und Beschläge. Ein Abteil wird wie erwaehnt als Barraum dienen, die Trennwand wird entsprechend ausgeschnitten. Der Wagen verfügt auch über eine Dusche mit gasbetriebenem Durchlauf-Warmwasserbereiter. Ein Klimagerät macht den Aufenthalt angenehm, es werden im "Konferenz"-Teil die Fenster fix verschlossen. Jedoch die Fenster in den Abteilen und im Gang sind zu öffnen. äöü

Der Wagen mit der Nummer 800 ist bei der CRC eingestellt, bleibt auch in deren Besitz. Das Innere ist "mein" und wird entsprechend auf einer Messingplatte vermerkt. Aussen am Wagen will ich keine Anschriften! Die vorherrschende Holzart ist Mahagoni (Mahogani), für nicht sichtbare Unterkonstruktionen wird MDF verarbeitet. Wo immer möglich werden Originalteile weiter verwendet oder Ausbesserungen kunstvoll eingelegt (Patchwork). Nachfolgende Bilder zeigen den momentanen Ist-Zustand. 09.03.2018   

Der Gesellschaftswagen 800 fügt sich passend in die bestehenden Kompositionen ein!

Noch ein kurzer Blick in die moderne Schreinerei der CRC in Demeter, wo sich Gerd mit seinen Mitarbeitern betätigt:

Besuch am 24.04.2018: Es sind die Hölzer und Platten da. Die Platten gehen zurück, die Qualität stimmt nicht! Es wurde begonnen, die elektrischen Leitungen einzuziehen. Die bestehenden Leitungen sind im Dach in der Isolation verklebt und können nicht weiter verwendet werden. Auch stimmen die Querschnitte nicht, es wird alles kleiner da nur noch LED-Beleuchtung zum Einsatz kommt. Im Barabteil ist auch die Schalterkombination, alle Leuchten im Gesellschaftsteil und im Gang werden von dort aus bedient! Die Trennwand zum Barabteil ist ausgeschnitten. Das war gar nicht so leicht, denn zwischen zwei Platten fand sich eine Aluminiumblech-Einlage!

Es gibt in jedem Abteil eine Steckdose, einen Lichtschal-ter und einen USB-Anschluss. Im Gesellschaftsabteil gibt es zwei Steckdosenkombis. An der einen Innenwand wird ein Regal eingebaut, dort auch eine oder zwei USB-Anschlüsse. Die Anordnung des Klimagerätes ist bestimmt, es gibt nur noch eines - zwei sind nicht notwen-dig, wie ursprünglich geplant! Somit konnte auch der Generator bestimmt werden: Es wird ein voll isolierter und stark gedämpfter Dieselgenerator mit 5KW Leistung. Weitere Apparate wurden bestimmt: Eiswürfelmaschine mit 1,2 Kilo Eiswürfel pro Stunde. Ist gross genug. Auch der Klimaschrank wurde bestimmt, es wird ein zweitüriger mit 64 Cans oder 45 Flaschen Kapazität – oder 45 Cans und 12 Wein-Flaschen. Die Bar ist klein, viel hat nicht Platz. Es wird auch eine Kaffemaschine installiert. Auf einen TV-Apparat im Gesellschaftsraum wird auf meinen Wunsch ausdrücklich verzichtet! Eventuell hat noch irgendwo eine kleine MP4-Musikanlage Platz. 24.04.2018

Noch immer besteht das Ziel, den Wagen bis Ende Mai 2018 fertig zu stellen!                             äöü

17.05.2019

DENKSTE! Das Projekt hat bisher eine Verspätung von glatt einem Jahr! Die Installation der Elektroleitungen hat mehr Arbeit gegeben. Zudem sind Reparaturen und anderweitige Arbeiten dazwischen gekommen. Die Kapazität der Werkstätte ist sehr beschränkt! Die Arbeitsfortschritte sind nicht so offensichtlich. SIe sind jedoch vorhanden. Die Innenverkleidungen sind einseitig abgeschlossen. Langsam geht es vorwärts, leider wieder nichts gewesen mit einer baldigen Jungfernfahrt.

Der Generator ist ausgewechselt worden, es sind nun 6,5 KW Leistung vorhanden. Die Beleuchtung wird durchgehend in LED ausgeführt. Das gibt Kapazität für andere Bedürfnisse. Es können so auch noch benachbarte Wagen beleuchtet werden. Auch gibt es weniger Engpässe in der Funktion der Snack-Bar.

In der noch nicht fertigen neuen Werkstatt wird schon emsig gearbeitet! Noch fehlen Fenster und Tore, auch das Gleis ist noch nicht instaliert - und doch gehen die Arbeiten am 800er langsam weiter...  July 2019

Als neueste Anschaffung habe ich einen Defibrilator zugelegt, der im Wagen plaziert werden soll. Dies zur Unterstützung der jeweils künftig mitreisenden Paramediziner. Dies ist angesagt auf Mehrtagestrips.

Der Wagen 800 ist am Standort der CRC in Ceres im Aussenareal abgestellt. Das Gleis zur Werkstatt ist noch nicht gelegt. Somit sindjedesmal 220 Meter zuzwischen Werkstatt und Fahrzeug zurueck zu legen. Hin und Zurueck also 240 Meter. Da werden Kilometer gewatschelt! Wenn man das Gehtempo der Arbeiter bruecksichtigt, kann das schon Stunden dauern, die dann von der wirklichen Arbeitszeit abgehen.

Endlich ist etwas Fahrt in die Wagenrenovation gekommen. Es wird gewerkelt. Aber es gibt tatsächlich Fortschritte, nur darf man den Arbeitswillen der Arbeiter nicht mit dem Effort aus Europa vergleichen. Für das, dass drei Mannen am Fahrzeug arbeiten, ist fast nichts Neues gemacht worden. Jedoch: Die Tische, die Waschbecken, die Kippbetten und die Beschläge, die in den Abteilen gebraucht werden, sind alle funktionstüchtig aufgearbeitet worden!

Die Bilder zeigen ein Abteil im momentanen Zustand, dann der Aufenthaltsraum und der kleine Schrank im Eingangsbereich. Grossomodo sind alle Verkleidungsteile geschnitten und im Wagen deponiert, es ist zur Zeit reine Montagearbeit zu leisten.

Der Mittelteil des Daches ist fertig verkleidet. Die neue Stirntür ist fabriziert und wartet auf den Einbau.  Auch für die Türen sind Originalbeschläge aufgearbeitet worden. Man versucht sogar - dies hauptsächlich mit den originalen Messingschrauben - die alten Schrauben wieder zu verwenden. Das Chaos liesse sich etwas lindern, wenn man wenigstens die Stahlschrauben von den Messingenen trennen würde...

Stand vom 27. August 2019

Es gibt nun eine Beitragslücke - ich bin auf Reise! Der Wagen wird raschmöglichst fertiggestellt. Am 19. Oktober 2019 ist die Jungfernfahrt angesagt!