Bilder aus Genf

(Plan zur Vergrösserung anklicken)

 

Die Geschichte der Strassenbahn Genf beginnt am 19. Juni 1862 mit der Eröffnung einer Pferdebahn. Im Jahr 1889 folgte eine Dampfstrassenbahn und 1894 die erste elektrische Strassenbahn. 1899 wurde schliesslich die Compagnie Genevoise des Tramways Électriques (CGTE) gegründet, die Vorgängergesellschaft der TPG. Alle Strecken wurden vereinheitlicht, elektrifiziert und einheitlich auf Meterspur umgebaut. Bis 1923 wurden insgesamt 120 Streckenkilometer gebaut, welche ins Umland und teilweise bis nach Frankreich reichten.

Am 28. Mai 1995 wurde die Linie 13 (Cornavin–Bachet) eröffnet und die Strassenbahn kehrte auf die andere Seite der Rhône zurück. Am 28. Juni 1997 kam es zu einer Verlängerung der Linie 13 von Bachet nach Palettes und im Mai 1998 nahm die Linie 16 (Moillesulaz–Cornavin) ihren Betrieb auf.

1925 begann man, zunächst die Überlandlinien auf Busbetrieb umzustellen. Dieser Prozess setzte sich auch in der Innenstadt fort, wo die Linien zum Teil durchTrolleybusse ersetzt wurden. Bis 1969 schrumpfte das Netz auf eine etwa acht Kilometer lange Tramstrecke zusammen, die von der Linie 12 (Moillesulaz–Carouge) bedient wurde. Der gute technische Zustand der Tramwagen und die Tatsache, dass sie noch nicht abgeschrieben waren, führten zur vorläufigen Beibehaltung der letzten Tramlinie.

Erste Erneuerungen fanden zwischen 1978 und 1992 statt. Der erste Netzausbau erfolgte zwischen 1995 und 2006. Am 28. Mai 1995 wurde die Linie 13 (Cornavin–Bachet) eröffnet und die Strassenbahn kehrte auf die andere Seite der Rhône zurück. Am 28. Juni 1997 kam es zu einer Verlängerung der Linie 13 von Bachet nach Palettes und im Mai 1998 nahm die Linie 16 (Moillesulaz–Cornavin) ihren Betrieb auf. Am 14. Dezember 2003 wurde die Linie 13 von Cornavin nach Nations verlängert. Die Linie 15 wurde am 11. Dezember 2004 in Betrieb genommen, diese bedient die neue Strecke von Lancy-Pont-Rouge via Acacias nach Plainpalais und fährt von dort weiter über den Bahnhof Cornavin nach Nations. Seit dem 10. Dezember 2005 wird der erwähnte neue Abschnitt zudem von der Linie 17 befahren, die ab Plainpalais weiter nach Gare-Eaux-Vives verkehrt.

Aufgrund des Fahrzeugmehrbedarfs durch die Netzerweiterungen nach 2000 wurden weitere Trams bestellt. Beschafft wurden 2004–2005 vorerst 21Cityrunner («Flexity Outlook C») aus dem Hause Bombardier Transportation, wobei eine Option über weitere 17 Fahrzeuge Ende 2007 eingelöst wurde.

Am 13. Mai 2006 erfolgte mit der Inbetriebnahme des Teilstückes zwischen Palettes und Lancy-Pont-Rouge der Ringschluss, mit dem die Bauprojekte der ersten Ausbauphase abgeschlossen werden konnten.

Weitere Ausbauprojekte TCMC und TCOB zwischen 2007 und 2011 folgten auf dem Fusse: Die nächsten Ausbauphasen umfassten das Projekt Tram Cornavin–Meyrin–CERN (TCMC), dessen Bau Anfang 2006 begonnen wurde und das Tram Cornavin–Onex–Bernex (TCOB), für das der Bundesrat im Januar 2007 die Konzession erteilt hat.

Das erste Teilstück des TCMC zwischen Cornavin und Avanchet wurde am 8. Dezember 2007 eröffnet und wurde von der verlängerten Linie 16 (Moillesulaz–Avanchet) und der neuen Linie 14 (Bachet–Avanchet) befahren. Auf denselben Termin hin wurde zudem die Linie 17 vom Bahnhof Eaux-Vives zum stillgelegten Bahnhof Chene-Bourg verlängert, womit die dortige kurze Stichstrecke samt Wendeschleife nach langer Zeit wieder im Plandienst befahren wird.

Obwohl das neue TCMC-Teilstück doppelspurig gebaut wurde, machen das Fehlen einer Wendeschleife am provisorischen Endpunkt Avanchet und den endgültigen Endhaltestellen Meyrin-Gravière und CERN sowie mehrere Stationen mit Mittelbahnsteig den ausschliesslichen Einsatz von Zweirichtungsfahrzeugen auf den betreffenden Linien notwendig. Der eher knappe Bestand der hierfür beschafften Cityrunner hat zur Einlösung der bestehenden Option über 17 weitere Fahrzeuge geführt, während derweil auf die vorher praktizierte Durchbindung der Linien 12 und 16 an der Endhaltestelle Moillesulaz verzichtet wurde.

Die Eröffnung der zweiten Etappe (Avanchet–Meyrin) erfolgte aufgrund verschiedener Einsprachen am 12. Dezember 2009 auf dem Teilstück bis Meyrin (Gravière). Am 30. April 2011 wurde auf dem Abschnitt bis zum CERN der Betrieb aufgenommen.

Die TCOB-Strecke bis Bernex P+R, die unter anderem eine zweite Rhônequerung umfasst, ging Ende 2011 in Betrieb. Das erste – allerdings sehr kurze – Teilstück zwischen Coutance und Gare Cornavin wurde bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 in Betrieb genommen. Seither verkehrte dort die neue Linie 18, die im Mai 2011 bis zum CERN verlängert wurde.

Nachdem die neue Strecke nach Bernex P+R in Betrieb genommen wurde, wurde das Netz vereinfacht. Es gibt nunmehr nur noch 3 Straßenbahnlinien, die 12, 14 und 15. Die Linien 13, 16, 17 und 18 wurden aufgegeben, da jetzt pro Strecke nur noch eine Linie verkehrt. Dies soll den Betrieb vereinfachen. Damit können jedoch nicht mehr alle Ziele in der Innenstadt und insbesondere der Bahnhof Cornavin umsteigefrei von allen Streckenästen erreicht werden.

Weitere Planungen sind im Gange!