Bahnen in Lausanne

Métro Lausanne

Métro Lausanne wird das schienengebundene öffentliche Nahverkehrsnetz von Lausanne benannt. Es bestehen die Linien m1 und m2. Angebunden in der erweiterten Station Flon ist auch die LEB (Lausanne-Echalens-Berger Bahn).

Linie M1

Die Linie m1 wurde im Mai 1991 eröffnet. Die ursprüngliche Bezeichnung war “Tramway du sud-ouest Lausannois (TSOL), Im Volksmund wird sie weiterhin so benannt.

Die m1 ist 7,8 Kilometer lang. Sie verbindet das Stadtzentrum von der unterirdischen Station Flon aus gehend mit der Ecole polytechnique federale de Lausanne (EPFL), der Universite de Lausanne (UNIL) bis zum SBB-Bahnhof des Vorortes Renens.

Mehrfache Kreuzungen mit dem Individualverkehr und mit lediglich drei unterirdischen Stationen (Flon, Vigier und Malley) klassifiziert die Linie als Stadtbahn und nicht als eigentliche Metro.

Linie M2

Die Linie m2 von Ouchy (am Lac Leman) nach Epalinges wurde am 18. September 2008 eröffnet. Diese Linie ist eine fast vollständig in Tunneln verlaufende U-Bahn mit einer Länge von 5,9 Kilometern. Nur 600 Meter der Strecke sind nicht überdeckt, der Rest verschwindet in drei Tunnelabschnitten. Sie entstand aus dem Umbau der 1,5 Kilometer langen Zahnradbahn Lausanne – Ouchy und einer Verlängerung gegen Norden über den Bahnhof SBB hinaus nach Croisettes. Der kommerzielle Betrieb ist am 27. Oktober 2008 aufgenommen worden.

Der Höhenunterschied zwischen den Endstationen beträgt 339 Meter, die grösste Steigung ist 12%! Die Fahrzeuge werden durch Schienen geführt, doch der Wagenkasten rollt auf gummibereiften Rädern. Dadurch ist eine Zahnstange überflüssig. Die Metro m2 ist die U-Bahn mit dem grössten Höhenunterschied der Welt auf, sie ist auch weltweit die steilste Adhäsions-U-Bahn. Die m2 wird vollautomatisch betrieben! Der Betriebsstrom wird via eine dritte Schiene übertragen.

Das Depot und die Betriebswerkstätte befinden sich in Vennes. Die Strecke endet in Croisettes am Ortsrand von Epalinges; die Endstation wurde so gebaut, dass der Bau einer daran anschliessenden Verlängerung ins Zentrum von Epalinges und nach Le Chalet-a-Gobet möglich wäre.

Lausanne-Echallens-Bercher LEB

Die knapp 24 Kilometer lange Strecke der LEB führt vom Stadtzentrum von Lausanne (Flon, 472 mNN, seit 28. Mai 2000) durch die nördlichen Vororte und weiter nach Echallens (617 mNN) und Berger (627 mNN) im Waadtländer Hinterland. Kulminationspunkt ist auf 652 mNN. Die LEB ist eine moderne Vorortsbahn mit einer Spurweite von 1000 mm. Die Bahn wurde 1936 elektrifiziert. Betrieben wird sie mit 1500 Volt Gleichstrom.

Die erste Teilstrecke Lausanne – Cheseaux wurde am 04. November 1873 in Betrieb genommen. Am 1. Juni 1874 erfolgte die Eröffnung des Abschnitts zwischen Cheseaux-sur-Lausanne und Echallens. Eine zweite Gesellschaft, die Central Vaudois eröffnete am 24. November 1889 die Strecke zwischen Echallens und Berger. Am 1. Januar 1913 erfolgte die Fusion, und es entstand die heute noch bestehende LEB.

Die Werkstaetten und das Depot befinden sich in Echallens.