Chemin de Fer de La Mure

Le Chemin de Fer de la Mure ist ein kleiner roter Zug, der zwischen Saint Georges de Commiers, bei Grenoble und La Mure verkehrt; am Plateau Matheysin gibt es ein altes Bergwerkzentrum.

Urspruenglich gebaut wurde die Bahn als Transportmittel fuer Kohle. Von den verschiedenen Bergwerken in den Bergen wurde die Fracht ins Tal zur "grossen" Bahn gebracht.

Der Bau der meterspurigen Strecke dauerte von 1884 bis 1888. Man hatte allerlei Schwierigkeiten zu überwinden. Es brauchte Tunnels und Brücken. Nach der Eröffnung transportierte die Bahn mehr als 40‘000 Tonnen Anthrazit pro Jahr. Die Leistung wurde bis 1965 auf über 700‘000 Tonnen gesteigert. Wurde die Bahn anfänglich mit Dampfloks betrieben, kamen 1909 erstmals in Frankreich elektrische Loks zum Einsatz. Vorerst unter einem doppelten Fahrdraht für den Drei-Phasen-Wechselstrom. Später wurde das einfachere Einphasen-Wechselstromsystem angewandt.

Der heutige Tourismusbetrieb bedingte den Ankauf verschiedenster Personenwagen, von welchen einige aus der Schweiz stammen.

Auf den 30 km der spektakulär angelegten Bahnlinie fährt der Zug zwischen Vercors und Oisans mit nur 30 km/h, überwindet 566 Meter Höhendifferenz und überquert 142 Kunstbauten. Die Aussicht bietet ein ganz spezielles Panorama mit der überwältigenden Aussicht in die tiefe Schlucht mit den zahlreichen Seitengräben. Der Blick schweift auf zwei der sieben schönsten Naturmonumente der Dauphiné: Den Mont Aiguille und den Pierre Percée.

Seit 2012 ist der Betrieb eingestellt.