Ein besonderes Projekt

Ziel meines Daueraufenthaltes in Südafrika war es, mich als Holidaymaker, also Nichtstuer zu bewegen. Reisen zu unternehmen und meine Gartenbahn zu bauen. Die Pläne sind oft eher als nicht reine Makulatur, wenn sich Dinge einschleichen, die einfach mal so gemacht werden müssen. Oder wenn man sich für eine  besondere  Aktion bedanken will. So eine "Revanche" stand nun an! Arbeitsbeginn war am 11. September 2017.   ä ö ü

Der Plot 13375 in der Westbank: Grundstueckreinigung

Wie üblich in solchen Suburbs, ist alles mehr oder weniger unorganisiert und schmutzig. Ueberall wird Abfall "gelagert", manchmal gar über Jahre gehortet, niemand räumt auf. Hecken und Einfriedungen werden errichtet aus Materialien, die gerade herum liegen oder deren man auch mitunter bei nicht definierten Gelegenheiten habhaft wird. Das sieht dann entsprechend aus...

Das Grundstück sollte also im ersten Schritt seine Urbarkeit zurück bekommen. Dazu waren die Entfernung des gesammelten Abfalls, die Beseitigung des Bewuchses mit Unkraut und Bäumen sowie der Abbau der Zäune vonnöten. Mit der Hilfe von ansässigen Arbeitswilligen, ging das erst mal ganz gut von der Hand.

Nach einer Woche intensiver "Baubegleitung" haben die Akteure langsam begriffen um was es hier eigentlich ging. Festgestellt wurde, dass die Nachbarschaft sehr grosszügig Sand vom Grundstück zum eigenen Gebrauch abgezogen hat, der Wind hat seine Arbeit ebenfalls geleistet und Umverteilungen in grösserem Stil veranstaltet. Das Grundstück musste also etwas ausgeglichen werden. Die sogenannte Nivellierung schloss sich an. Die ersten Ansätze sahen mal schon gar nicht schlecht aus.

Der Driveaway

Der nächste Schritt war die Errichtung einer planen Umfriedung mit Stellriemen, um danach den Belag für den Driveaway aufzunehmen. Waren diese Begrenzungsplatten erst mal im Boden, konnte die Feinnivellierung gemacht werden, was einiges an Arbeit erheischte.

Die Einbringung des Belages (Paving) aus einzelnen Betonformsteinen bedingte den Beizug  eines "Spezilisten". Anfangs ging es auch ganz flott voran.

Nico ist ein Blender. Er hat nicht sehr viel selbst gemacht - nur delegiert! Für alles brauchte er einen "Helfer". Und um seine künstlerische Arbeit zu verrichten, brauchte es sehr oft eine Schaffenspause. Das war seine liebste Pose (rechts).

Inzwischen wurde am Haus gewerkelt, die Fensterscheiben mussten allesamt ausgewechselt werden. Der Glaser hat seine Boutique keine hundert Meter vom Grundstück weg, also ideal!

Haus-Aussenrenovation

Es liefen nun diverse Arbeiten parallel. Die Farbgebung wurde an die Hand genommen. Ich hatte mich auf eine Kombination von hellem Grau und sattem Rot entschieden, was vom Besitzer sowie bei den Nachbarn sehr gut aufgenommen wurde!

Um den Boden einigermassen ausgleichen zu können, wurden sechs Kubikmeter Sand zugeführt!

Das Ablaufrohr vom Küchenausguss wurde teilweise erneuert und mit Rohrschellen an der Wand befestigt.

Das Aussenlicht wurde geklaut, also wurde ein neues LED-Licht auf Seite des Carports installiert.

Die Fiberconcrete Mauer

Etwas Unruhe kam dann auf, als die Mannen vom spezialisierten Unternehmen für die Umfriedungsmauer ankamen. Diese brauchten Platz für ihr Material, der Hauptanteil blieb glücklicherweise auf dem Truck, der die ganze Zeit da stehen blieb. In der engen Strasse ein echtes Verkehrshindernis! Die Leute wussten was Sache ist, der Aufbau ging sehr schnell vonstatten!

Die elektrische Zuleitung

Im Haus drin war eigentlich alles so, wie es sein müsste, jedoch alles in erbärmlichem Zustand. Meine Aufgabe - so hatte ich mir des vorgenommen - war die Aussenarbeit. Dazu gehörte aber auch die Zuführung der Elektrokabel für eine eventuelle Verwendung für Beleuchtung sowie die Speisung des Gate-Motors. Denn das Gate sollte elektrisch angetrieben und mit Fernbedienung ausgestattet werden. Diese Leitungen wurden in Eigenregie eingezogen. Das begann am Verteilerkasten und endete vorne an der (damals noch nicht vorhandenen) Mauer.

Stete Begleiter - sobald ich auf der Baustelle aufkreuzte - waren die Hunde! Standardmässig waren es vier, ein Fünfter gesellte sich ab und zu bei seinen Quartierrundgängen dazu. Der Braune ganz rechts ist der Platzhund.

Ausserhalb der Umfriedungsmauer sollte noch der Anschluss an die Strasse gepflästert werden. Spezialist Nico nahm sich der Aufgabe an. Erste Resultate, doch dann war Freitag und 15 Uhr - von da an war Feierabend!

Am Montag als ich ankam, war alles wieder herausgerissen und neu angefangen. Ein Bord wurde nun am Ende eingesetzt. Bilder sind keine mehr entstanden, ich hatte mich kaum mehr in der Hand. Drei Anläufe brauchte es, das Werk zu vollenden - und damit wurde ganz gehörig Zeit geschunden. Ich wies Nico in der Folge vom Werkplatz.

Es war eigentlich die Idee, den ganzen Platz vor der Mauer zur Strasse auch noch zu pflästern. Die Qualität der Steine war so schlecht, dass sehr viele gebrochen sind und nicht mehr verwendet werden konnten. Somit ergab sich ein Ende mitten in der Pampa.

Vielleicht wird da noch etwas nachgebessert...

Der Carport

Auf der rechten Gebäudeseite sollte ein Carport entstehen. Die Konstruktion wurde nach und nach mit Gebrauchtholz aus dem Zweitmarkt aufgebaut. So was geht nur in Eigenarbeit, dazu hatte ich mich hergegeben. Eigentlich ging das ganz flott voran, es ergaben sich hier und da einige Anpassungsschwierigkeiten. Doch insgesamt befriedigt das vorläeufige Resultat.

Noch ein wenig Umgebung

Etwas Grün auf dem Grund tut gut, sieht schnell nicht mehr so kahl aus. Ich hatte genügend Jungpflanzen zum Ausstechen, also verpflanzte ich die Aloe Tigris in die kleine Rabatte zwischen Driveaway und der Mauer.

Das ist der Baufortschritt am 10. Oktober 2017

Es geschehen Wunder! Es war Freitag der 13. - nach 4pm (wo sämtliche "normalen" Werker im Wochenende sind) kamen die Typen an und dann ging es rund... Bis zum Eindunkeln musste die Schiene für das Gate eingebaut sein, danach ist nichts mehr zu machen - in der Dunkelheit.

Nach dem Aufschneiden des Belages wurde der Fundamentgraben ausgehoben und die Schiene eingepasst. Beton wurde angerührt und der Graben aufgefüllt. Zuletzt wurde die Oberfläche fein abgezogen und mit der Dalosche fein gerieben. Harte Arbeit, präzise und schnell.

Die Stromzufuhr für den Gate-Motor ist eingezogen und am richtigen Ort platziert. Es fehlt eigentlich nur noch das Gate selbst mit allen Installationen. Doch da sind die Lieferfristen zu berücksichtigen! Aber bis dann ist der Eigentümer wieder im Land. 

Ich habe fertig!         13.Oktober 2017