Schmalspurbahnen in Südafrika

Avontuur Railway

PEAR-Line: (Port Elizabeth - Avontuur Railway)

Bilder oben:

Der Apple-Express bei St.Albans...                   ...und schon vorbei...

Auf der Van Stadens Brücke                             In Thornton beim Umsetzen

Abgestellte Wagen in St. Albans                       Holzverlad in Jubertina

Kalahari-Denkmallok in Avontuur

 

 

PEAR und Apple Express

 

Ich hatte die Gelegenheit, mich 2005 auf einer der letzten noch befahrenen 2’ (Zwei Fuss, 61 cm) Bahnstrecke Südafrikas zu tummeln. Von den ursprünglich 10 kleineren oder auch grösseren Netzen von Zwei-Fuss-Schmalspurbahnen in Südafrika, ist die vom Hafen von Port Elizabeth via Humewood Station nach Hankey und Patensie, sowie von Hankey (Gamtoos Junction) nach Avontuur verlaufende Strecke praktisch vollständig erhalten übrig geblieben. Vorläufig, denn man sprach ganz offen von der Befürchtung, dass die Strecke geschlossen werden könnte. 

Nicht mehr im Regelbetrieb ist seit 1993 die Strecke ab Louterwater bis nach Avontuur. Von Assegaaibos bis Louterwater ist nur während der Citrusfrüchte-Saison Betrieb. Der Apple-Express verkehrte in der Regel bis nach Thornton.

 

Das war einmal:

In neuester Zeit fuhr der Apple-Express meist nur für grössere Gesellschaften als Sonderfahrt. Leider wird das Wochenendangebot nicht mehr aufrecht erhalten, wo Jedermann am Dampfspektakel hinter einer Pacific oder Garratt teilhaben konnte. In Port Elizabeth im Touristen-Informationscenter wusste man nichts von einer Dampfeisenbahn, geschweige denn vom Apple-Express. Die Distanz von da zum Abfahrtsort des Apple-Express beträgt gerade mal 1,6 Kilometer... Verträge mit Spoornet sollen die Zukunft der Bahnlinie gar für den Nostalgiebereich sichern! Der Apple-Express feiert seine Wiederauferstehung!

Halten wir uns nicht mit solchen immer wieder und überall anzutreffenden Details auf. Das was noch vorhanden ist und funktioniert ist schon interessant genug, mitunter auch erfreulich. Ich bin an einem Nachmittag unter der Woche in das Areal der Bahn beim Depot Humewood Road eingefahren. Nach wenigen Minuten schon wurde ich von den Späheraugen des dunkelhäutigen Sicherheitsaufsehers der Spoornet entdeckt und freundlich begrüsst. Wenig später kam ein schwarzer Mechaniker, der Statur und Physignomie nach wohl ein Bantu, dazu. Man ordnete mich nach Musterung und einigen gezielten Fragen als Freund der Bahn ein und danach hatte ich freien Zugang zu allen Anlagen - wenn da nicht Grant gewesen wäre. Dieser junge Coloured (Farbiger), hatte sein Herz an die Bahn verloren und kostete meinen Besuch in allen Facetten aus. Nach den Wehklagen zum Verlust der nun seit 1998 in Schinznach (SchBB, Schinznacher Baumschul-Bahn, Schweiz) stationierten NGG 15 No. 1363 wurde er sachlich und zeigte sein Wissen, das allerdings einen sehr einseitigen Stand aufwies, wie sich später herausstellen sollte. Im Lokomotivdepot in Humewood stehen eine NGG 16 und eine NGG 13. Die eine in gutem, fahrbarem Zustand, die andere als besserer Rosthaufen. Die hier die Hauptarbeit am Apple-Express leistende Pacific (Kalahari-Klasse, Class NGG 15) war nicht vorhanden, sie war zu Reparaturzwecken irgendwo im weitläufigen Hafenareal abgestellt. Die Bezeichnung „Kalahari“ wurde im damaligen Deusch-Süd-West Afrika - heute Namibia - geschaffen. Nach der Aufhebung der dortigen Schmalspurbahnen (Spurweite 60 cm, teilweise Umspurung auf Kapspur) wurden viele der betriebsbereiten Maschinen nach Südafrika umgesiedelt. An den Fahrzeugen des Apple-Express wurde gearbeitet, eines dieser Wägelchen wurde gerade äusserlich überholt. Ein Personenwagen der ersten Stunde des Schmalspurnetzes stand im Rohbau da, leider fehlt das Geld für weitergehende Arbeiten. Es stellte sich heraus, dass hier verschiedene Gruppen und Organisationen am Werke sind. Da ist die staatliche Spoornet, die alle Anlagen verwaltet, die Zugfolge bestimmt, die Tarife erhebt. Dann ist die Apple-Express Gesellschaft, die diesen touristisch interessanten Zug betreibt und da ist die Avontuur Heritage Company, die sich so um nostalgische Belange kümmert, wie eben die Restauration von interessantem Rollmaterial. Eine Liebhaberorganisation Namens „2Foot Preservation Trust“ (2fpt) mit Filiale in der Schweiz (!) wurde zur Unterstützung aller 61cm-Bahnen gegründet. Man strebt für diese Trust die Installation als Dachorganisation für Narrow Gauge Railways an, dies um die gemeinsamen Interessen besser vertreten zu können. Ersatzteile in grösseren Mengen zu beschaffen und auch für eine gemeinsame Werbung.

Im Jahre 2000 wurde die Privatisierung der Avontuur Railways bekannt gegeben. Es sollte gar der Güterverkehr der jungen Bahngesellschaft übertragen werden. Heute redet niemand mehr von Privatisierung, die Spoornet ist omnipräsent. Was hat nun zu diesem Umschwung geführt? Da sind verschiedenen Aussagen anzuhören gewesen, herauskristallisiert hat sich dies: Die Avontuur Railway hat rentiert, das Güterverkehrsaufkommen ist angestiegen. Somit hat man ein Interesse seitens der Spoornet an der Strecke wieder gefunden. Was in Groschenromanen so angedichtet sein könnte ist hier tatsächlich geschehen, man hat die private Avontuur Railway sterben lassen. Dies mit verschiedenen Unannehmlichkeiten: Es wurde Gemüse und Obst aus den Plantagen auf 24“ Container geladen, was oft einen Umlad im Hafen von Port Elizabeth verlangte. Für diese Container waren Tragfahrzeuge vorhanden. Die Farmer haben nun verlangt, bzw. angeregt, dass die Früchte aus ihrer Produktion direkt in gekühlte 48“ Container verladen werden können. Man konstruierte also einen entsprechenden Tragwagen in Port Elizabeth. Nur, die Konstruktion wurde vom Districtmanager der Spoornet, der damals in der Stadt George residierte, nie genehmigt. In der Folge wichen die Farmer auf den LKW-Transport aus. Allerdings kann auf den teilweise desolaten Fahrwegen kein wie in SA üblicher „Road Train“ (zwei Sattelauflieger) eingesetzt werden und nicht alle Unternehmer befahren solche Strassen. Das wiederum würde der Bahn einen Vorteil verschaffen, wenn man diesen nur nutzen wollte. Ein anderes Beispiel mag das Interesse an Transportleistung beleuchten: Ein Forstunternehmer aus dem Langebaankloof, dem langgezogenen Tal das die Schmalspurbahn in der gesamten Länge befährt, bestellte Fahrzeuge für den Abtransport von mittelstarkem Stammholz. Der Unternehmer schloss einen Transportvertrag mit der Bahn ab - und wartete ganze drei Monate auf die Beistellung der bestellten Anzahl Waggons. Zum letzten Mal, er hat nun eigene RoadTrains angeschafft. Im Zuge der „Privatisierung“ wurde alles Personal, meist in Freizeit arbeitende Eisenbahnfreunde, zu einer Prüfung als Lokführer, Heizer, Rangierer und Zugschaffner aufgeboten. Dem Vernehmen nach soll keiner der Kandidaten die Prüfung bestanden haben...

Das Depotareal von Humewood ist ein einziges Museum. Güterwagen aus allen Epochen stehen zum Verrosten ausgesetzt da. Manche sind Exoten, wie etwa ein amerikanischer Boxcar, mit den nicht hierher passenden Drehgestellen mit falschem Bandagenprofil. Oder der Wagen aus „Süd West“ (Namibia) mit dem Rundpuffer und Doppelzughaken, ähnlich der Rhätischen Bahn, deutsches Fabrikat. Hier aber ist die Pufferteller-Hakenkupplung heimisch, moderner auch die filigran wirkende Klauenkupplung. Da gibt es Spezialwagen für Gemüse- und Obsttransport. Obst wird in grossen Palettenrahmen verladen, immer zwei nebeneinander. Dies hat zur Folge, dass die Ladung beidseitig der Wagenwände rund 30 Zentimeter übersteht. Dem wurde Rechnung getragen, indem man einfach einen Blechsteg angeschweisst hat. Über alles wird eine seitlich angebrachte Plane gespannt, an den aluminiumverkleideten Stirnseiten sind Lüftungsöffnungen angebracht. Profilprobleme kennt man keine, die im Einsatz stehenden Dieselloks sind eh noch einige Zentimeter breiter. Es sind Kapspurlokomotiven mit 2‘-Drehgestellen. Die Obsttransporter sehen aus wie Miniatur-Boxcars, mit ihren losen Bretterverschlägen. Sand und Kohle, Schotter und Basaltkies wird in Niederbordwagen, mit unter auch Hochbordwagen transportiert. Neuerdings stehen auch Selbstentladewagen für Kies und Schotter zur Verfügung. Die Wagen sind von Port Shepstone zugestellt worden, eben der Strecke des Banana-Express. Wenige Zisternenfahrzeuge sind ebenfalls vorhanden, damit wird aber ausschliesslich Wasser transportiert. Insgesamt stehen über 270 Güterwagen auf den schmalen Geleisen.

Einige der Güterwagen sehen erneuert aus, tragen einen grauen Anstrich, das Spoornet-Signet feinsäuberlich in Weiss aufgetragen. Ebenso die weitere, vollständige Bezeichnung mit Wagennummer. Diese vorbildlich gewarteten Wagen wurden im Jahre 2003 zusätzlich farblich aufgearbeitet, sie wurden zu einem Rekord-Zug zusammengehaengt, nachzulesen im Guiness-Buch der Rekorde – hier ging es um den längsten Zug auf Zwei-Fuss-Geleisen. Dieser Rekord-Zug wurde zudem zu einer Werbeaktion gefahren. Danach wurden die Wagen auf verschiedenen Bahnstationen beiseite gestellt. Sie wurden ursprünglich für den Transport von Kalksteinen die aus dem Steinbruch nahe Loerie für die Zementfabrik in Port Elizabeth benötigt. Der Steinbruch ist seit einigen Jahren geschlossen und die ausschliesslich für diesen Zweck gebauten Wagen wurden überflüssig. Eine anderweitige Verwendung ist nach Umbau denkbar.

 

Nach so viel Information habe ich mich auf die Strecke begeben. Leider war ein Besuch im Diesellok-Depot nicht möglich.

Kaum ist die über die Ausfallstrasse gelegte Brücke überquert beginnt das Geleise schon zu steigen. Vorbei am Diesellok-Depot geht der Weg weiter durch die Aussenquartiere von Port Elizabeth. Die ehemalige Station Lorraine ist überwachsen, nur die silbern glänzenden Schienen zeugen von Leben. Ausserhalb wird das Gelände etwas sanfter und Busch rahmt einzelne Anbauflächen ein. In wenig bewohntem Gebiet steht St. Antons, eine weisse Tafel mit schwarzer Schrift. Hier mag wohl mal ursprünglich mehr Bahnsinniges gestanden haben. Das gestreckte Geleise erlaubt hier Geschwindigkeiten von 60 km/h, einzelne Kurven sind mit 50 km/h beschränkt. Van Stadens, eine weitere ehemalige Station, immerhin drei Geleise liegen da. Die Gegend wird hügeliger, die Bahn muss hier durch, windet sich den Hügeln entlang, enge Kurven mit 20 km/h beschränkt folgen in kurzen Abständen. Die Autobahn wird unterquert, einmal, dann wieder zurück. Es beginnt ein fruchtbarer Gürtel mit ersten grösseren Farmen. Das Nest Loerie taucht auf. Ich fahre von der befestigten Strasse runter, überquere die Trasse und biege dann ein in die Zufahrt zum ehemaligen, nun immerhin als Jugendtreff genutzten Bahnhofsgebäude. Hier steht ein Güterzug am Haken der Lok 91-017 (mit Klauenkupplung). Die Lok steht stolz in leuchtendem Orange mit blau-gelb gestreiften Stossbalken auf dem Geleise. Im Hintergrund ein Dieselfahrzeug, das zum Transport von Bahnangestellten benutzt wird: Ein kleiner Dieselbus, restauriert, in Spoornet- Blau. Auch eine funktionierende Drehscheibe ist vorhanden. Die Wasserkrane warten auf Betrieb. Immerhin drei Geleise sind in Loerie montiert. Ab da führt der Weg in die Sümpfe, ich folge dem Schienenstrang bis zu einer Senke nahe des Gamtoos Junction. Ich wage mich mit meinem zweiradgetriebenen PKW nicht auf diesen völlig ausgewaschenen mit Pfützen übersäten Weg, der weiter ins Veld führt, kehre um. LKW’s werden am Strassenrand beladen, es ist gerade Erntezeit für Möhren, Karotten, Rüben. Weit ab vom Geleisekörper führt die Strasse nach Hankey, wo ich wieder auf Geleise treffe. Hier ist ein Geleise frei gehalten, die anderen überwuchert, der wuchtig aussehende Wasserbehälter auf dem Stahlgerüst ist leck. Ich fahre nicht hinauf nach Patensie, habe mir aber sagen lassen, dass die dortige Drehscheibe defekt sei, aber sonst sich alles eigentlich in recht ordentlichem Zustand befinde. Die Strecke von Humwood bis nach Patensie misst knappe 80 Kilometer. Der Apple Express befährt diese Strecke, Attraktion ist die Überfahrt der imposanten Van Stadens Stahlbrücke, hoch über dem tief eingeschnittenen Tal des Van Stadens Rivier. Sie ist mit 77 Metern über dem Wasserspiegel die höchste Schmalspurbrücke der Welt!

Dann war die Direttissima nach Humansdorp angesagt. Humansdorp war zu Dampfzeiten ein Nebendepot, wo insbesondere die Pacific-Maschinen vom Typ NGG 15 gewartet wurden, die die Strecke nach Patensie in der Zitrusfrüchte-Saison von Mai bis September bedienten. Das Depot Humansdorp hatte schon 1973, als die Dieselmaschinen der Reihe 91 Einzug hielten, die Daseinsberechtigung verloren. Hier ist heute ausser Ruinen von der alten Pracht nichts mehr zu sehen.

Ich mochte nicht nur immer „Bahn“, hatte noch andere Interessen. So zog ich es vor, bei Kerkplaas (mit Ausweichgeleise und Backsteinhäuschen) in die Berge abzubiegen und auf (fast zu) unwegsamen Pisten durch die Berge zu kurven. Auf Schotter und Sand natürlich, hier war schon lange keine asphaltierte Strasse mehr in der Nähe. Nur die Stationen Howley und Essenbos, sowieso in unwegsamem Gelände, verpasste ich so, kam aber nach recht ansehnlichem Umweg wieder an die Strecke und kurvte gleich zum Bahnhof Assegaaibos. Dieses ehemalige Mekka der Bahn liegt rund 170 Kilometer von Port Elizabeth entfernt. Da standen 91-011 und 91-005 als Double auf einem Stummelgeleise. Deutete auf anderweitigen Betrieb hin, dachte ich. Kein Mensch weit und breit, war eben Mittagszeit. Im vorderen Teil Richtung Humewood zwei Zugkompositionen, beladen mit Erdreich. Unkraut schoss daraus hervor, diese Fracht wird wohl hier vergammeln. Gegenüber das Dienstgebäude und der „Personenbahnhof“. Vergangene Zeiten. Die Anlage ist hier sehr umfangreich, zwei Durchgangsgeleise und insgesamt sechs Geleise mit zusätzlichen Ausstellgeleisen um das hier ehemals umfangreich vorhandene Rollmaterial ab zu stellen. Am anderen Ende, gerne 400 Meter weiter gen Avontuur hin, eine zweiständige Unterhaltshalle für Dampfloks, mit Inspektionsgrube, Schlackegrube, imposanten Wasserkränen, dem obligaten Wasserbehälter und Dienstgebäuden. Gegenüber eine Auffahrtsrampe zu einer Bekohlungsanlage mit zehn Ausgabeschnäbeln. Muss das eine Zentrale gewesen sein, das muss man sich vorstellen können! Da wird ein Kohlezug in die Höhe gefahren, die Wagen werden - immer drei gleichzeitig - entleert, der Zug kehrt leer zurück nach Port Elizabeth, um neue Fracht auf zu nehmen. Schon nur der innerbetriebliche Ablauf hat wohl mehr Verkehrsvolumen aufgebracht, als heut zu tage die gesamte Frachtleistung zusammen...

Der nächste Ort, Kareedouw, liegt etwas abseits der Strecke, da war keine Station angezeigt. Jagersbos, Kammiebos, Kompanjiesdrif, Heights und Two Riviers gaben nichts her, Durchgangsstationen ohne ausweichen.

Nächster Halt für mich war dann in Joubertina. Ein Ort wie hingeklebt, Coca-Cola-Reklame am Store (Laden). Da stand die 91-007 zur erweiterten Mittagsrast ausgestellt. Vier Geleise standen den durchfahrenden Zügen zur Verfügung, eines war besetzt von einem in etwas desolatem Zustand befindlichen Personenzug. Die Wagen waren wohl schon länger nicht mehr bewegt worden, die Saugluftschläuche mit Grünalgen bedeckt, auf den Plattformen spross hie und da etwas Gras. Eine NGG 16 war als Denkmal auf einem kurzen Schienenstummel abgestellt, einen Dienstwagen als Begleitung. Das schmucke Stationsgebäude war eben restauriert worden, neu gemalt und herausgeputzt, die Palme auf dem Bahnsteig gepflegt, imposant. Gar der Wasserbehälter auf dem filigranen Gestell und die Wasserkrane sahen gepflegt aus.

Die nachfolgenden Aufnahmen eines der sehr seltenen Holztransportzuege stammen von "hauseltr" aus dem Bimmelbahn-Forum. Sie wurden aufgenommen an der Strassenueberfuehrung zwischen Howley und Essenbos, am 17.03.2009.

Danke fuer die Genehmigung der Verwendung auf meiner HP!

Man sagt...

In Port Elizabeth gibt es Leute, die die Einstellung des Bahnbetriebes demnächst erwarten. Im Widerspruch dagegen stehen die unterwegs angetroffenen, erneuerten Gebäude. Zudem wird wohl nicht in den Geleisebau investiert, wenn die Einstellung bevor steht. Es muss also auf irgend eine Weise weiter gehen - hoffe ich. Leider war von Spoornet nichts zu erfahren, der zuständige Districtmanager hat andere Prioritäten, als einem ‚Railway Enthusiast’ aus dem fernen Switzerland Auskünfte zu erteilen und die Sekretärin sagt sowieso nichts... Machen Sie einen Termin aus, dann können wir Ihnen eventuell weiterhelfen.

Zu diesem Thema: Districtmanager wechseln hier wie Zugfolgen. Die Stationierung der District Offices werden verschoben, je nach Wohnort des neuen Managers. Telefonnummern sind oft nicht bekannt. Die Districtmanager sind allesamt von schwarzer Hautfarbe, die Muttersprache ist oftmals weder Englisch, noch Afrikaans. Will sagen, dass die Verständigung dann meist über Dritte erfolgt, da Volumen und Aussprache kaum den Vorstellungen unserer Englischlehrer in der Schule entsprechen. Man kennt 11 (elf) offizielle Landessprachen in Südafrika!. Ich konnte in der mir zur Verfügung stehenden Zeit einfach nicht mehr heraus holen. Sorry for that...

 

 

Vergangenheit und Zukunft

Ursprünglich sollte der Betrieb auf der sehr schwach frequentierten Strecke von Assegaaibos bis Avontuur nach 1973 eingestellt werden. Später war nur noch die Rede von der Einstellung zwischen Misgund und Avontuur. Dazu ist zu sagen, dass Misgund die letzte Station in der Provinz Eastern Cape ist, Avontuur jedoch in der Provinz Western Cape liegt. Es ist anzunehmen, dass die Schliessungsgerüchte damals rein provinzpolitisches Gepräge hatten.

Immer wieder ist ein Transportvolumen vorhanden, das von der kleinen Bahn bewegt wird. Es ist nicht abzusehen, wie die nicht unbedingt hoffnungslose Zukunft der PEAR mit einem gewieften Districtmanager aussehen würde. Das Potential, die Infrastruktur und offenbar der grundsätzliche Wille der Spoornet für eine Weiterführung sind vorhanden. Am 28. August 2004 erfolgte mit einer Vertragsunterzeichnung zwischen Spoornet und Apple Express die Sicherung der weiteren Zukunft mit Dampfbetrieb.

 

In Krakeel River verpasste ich die Haltestelle, die weisse Distanztafel zur Station fiel auf, da nahe an der Strasse und in neuem Weiss erstrahlend.

Die nächst grössere Station hiess Louterwater. Drei Geleise, einige Weichen zu Anschlussgeleisen, die sich im Gras irgendwo verloren. Güterwagen mitten im Gras - ein Gleisedreieck. Ein etwas dunkles Backsteingebäude. Aber auf dem mittleren Geleise acht Schotterwagen, alles Selbstentlader. Am bergseitigen Ende der Anlage ein Wasserwagen. Der Schotter frisch, die Wagen gepflegt. Ich konnte mir noch keinen Reim darauf machen.

Haarlem ist eine kleine Stadt. Wildwestmässig. Häuschen wie aus einem Western-Film reihen sich hier an die Hauptstrasse. Eines davon die Bahnstation. Nichts aufregendes, ein Ausweichgeleise, Schrott auf dem Auszugsgeleise, waren wohl mal Niederbordwagen.

Misgund, eine Unterwegsstation mit Verladeanlage für Früchte und Gemüse. Mehrere Geleise stehen zur Verfügung, einige Wagen stehen da herum. Im Hintergrund ein recht grosses Geleisedreieck – hier wurden früher die Dampfloks gewendet. Heute sind Wagen darauf abgestellt. Naja, das wars wohl, Weiterfahrt ist angesagt. Kaum auf der Hauptstrasse angekommen erregt ein gelbes Blinklicht die Aufmerksamkeit - die Lok 91-006 mit drei Wagen schlängelt sich da gen Misgund Station. Schnell gewendet und ab zum Bahnhof. Obwohl hier nicht allzu schnelle Fahrt möglich ist, war der Kurzzug schneller, ich erreichte ihn erst zwischen den Verladehallen. Nach der Ausfahrweiche wurde angehalten. Der Zugbegleiter legte den Weichenstellhebel um und der Lokführer stellte die Lichter um. Zurücksetzen und an eine stehende Komposition ankuppeln, das war die erste Aufgabe. Hier wurde ernsthafter Bahnbetrieb gezeigt. Nach dem Vorziehen des Zuges wurde dieser wiederum getrennt, immerhin blieben zehn Wagen hinter der Lok. Lichtwechsel. Da waren doch schon mal ein paar Bilder belichtet. Kurzer Dialog mit dem Zugbegleiter über das Wie, Was und Wo ergab, dass hinter irgendwelchen Kurven Obst aufgenommen werden sollte, direkt bei der Farm. Weitertransport irgendwann nach Port Elizabeth wohl, aber mit anderer Lok, man war nur die Lokale Mannschaft. Transportzeit voraussichtlich zwei Tage. Man wartete eine Sammelfuhre ab.

Endlich, nach 256 km langem, doppeltem Stahlband die Endstation Avontuur. Bei der Einfahrt in das Nest fällt die an der Hauptstrasse abgestellte Pacific NGG 15 auf. Schmuck, in neuem Farbkleid. Gleich gegenüber, etwas abseits, der Bahnhof. Das Abfertigungsgebäude und der Bahnsteig, bezeichnenderweise auf der gegenüber liegenden Seite. Das Bahnhofsgebäude in gutem Zustand, jedoch wurde da gerade gebaut. Zwei der drei Durchgangs- bzw. Umfahrungsgeleise waren ausgebuddelt. Hier ist am Ende der Strecke noch die Verlängerung in der Form eines Gleisdreiecks zu erwähnen. Voll in Takt das Ganze. Im Güterschuppen traf ich auf zwölf Arbeiter von einer Strassenbaufirma, die hier an einem Lagerfeuer eine etwas längere Mittagspause feierten. Die spärlichen Auskünfte ergaben, dass hier ein neues Schotterbett eingebaut werden sollte. Einer der Geleisewerker wusste ‚etwas mehr’. Das Geleise sollte hergerichtet werden, damit sie unter den schweren Wagen nicht im Dreck versinken. Sehr ergiebig war hier die Auskunft also nicht, aber ich begann zu kombinieren: Die Avontuur Heritage Railway Association und die Apple-Express Company, werden kurz gehalten, aus welchen Gründen auch immer. Die Dieselloks sind allesamt erneuert oder neu und in bestem Zustand.

 

 

Etwas Technik

Avontuur Railway

Spurweite 2’, 61 cm; Mindestradius 100 Fuss (30,5 Meter; grösste Steigung 5,5%; Streckenlänge von Port Elizabeth Harbour bis Avontuur 265 km plus Stichstrecke nach Patensie 29 km, total 294 km. Ursprüngliche Schienenstärke: 45 lb und 30 lb,. Später 60 lb. Ursprünglich zugelassener Achsdruck (Dampflokomotiven) 7,5 t, später 12 t (Dieselloks).

Die gesamte Strecke inclusive die Van Stadens Bridge wurde so angelegt, dss bei genuegend Verkehrsaufkommen die Strecke mit wenig Aufwand auf Kapspur haette umgespurt werden koennen.

Ursprüngliche Gesamtausdehnung 312 km. Stationen: Hafen, Umfahrung via Chelsea Richtung St. Albans. Stammstrecke: Humwood, Lorraine, St. Albans, Van Stadens, Sunnyside, Thornhill, Summit, Loerie, Gamtoos Junction, Mondplaas, Jeffreys Bay, Humansdorp, Kruisfontein, Kerkplaas, Howley, Essenbos, Assegaaibos, Kareedouw, Jagersbos, Kammiebos, Kompanjiesdrif, Heights, Two Rivieren, Joubertina, Krakeel Rivier, Louterwater, Misgund, Haarlem, Avontuur.

 

Update mit Stand vom April 2010 von Peter Randall, Vorstandsmitglied bei der Welsh Highland Society in Grossbritannien. Aus: "The Snowdon Ranger" Nr. 70 vom Oktober 2010.

 

Der Apple Express und die Dampfloks sind nun im Diesellokdepot der SAR untergebracht und werden dort auch gewartet. Die NG15 Nr.119 ist betriebsbereit, ebenso die NG11 Nr. 54. Die Nr 124 war in Reparatur. Einige Dieselloks der Reihe 91 waren im Unterhaltsdienst.

Der Besuch im Areal in Humwood war bedruckend, es gleicht einem Schlachtfeld. Eine NG 13, vier NG 15 und eine NG 16 warten auf die Verschrottung. Es wird die esrte Aufgabe solcher Maschinen sein, darynter auch die Nr. 148, die hoechste Nummer der schmalspurigen SAR-Lokomotiven und die Letzte, die aus der Fabrik kam. Allerdings gab es auch Lichtblicke. So wurde die NG11 Nr. 52 von Sanrasm nach Bloomfontein zur Wederaufarbeitung verbracht.

 

Update gemäss Rolf Koestner vom 05.08.2011, nachzulesen auch unter

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?17,5490567:
 

Der Apple-Express ist per Ende 2010 vollständig still gelegt worden.

 

 

NEWSLETTER

Der neu auferstandenen Newsletter der Apple Express Volunteers "Apple on Track" vom Januar 2014 gibt folgende zusammengefasste Auskunft: An den Fahrzeugen des Apple Express wird gearbeitet.  Die Dampflok und einige Wagen konnten in einer Halle des Depots Humwood Road untergebracht werden. Insbesondere wird die NG15 No 119 aufgearbeitet. Zudem werden an den ersten drei Wagen 82, 83 und 78 alle Schäden behoben, die durch das Abstellen in Freien entstanden sind. Es sind auch Vorbereitungsarbeiten an der Halle selbst ausgeführt worden, damit unfallfreies und zielgerichtetes Arbeiten möglich ist.

Kurzfristig mit Horizont bis April 2014 werden weitere Gleise aufgebaut, um Fahrzeuge geschützt abstellen zu können. Die Lok 119 wird neue Rohre bekommen und bereits wurde der Überhitzer ausgetauscht. An den Wagen wird weiter gearbeitet, insgesamt sollen als Erstes bis Ende März 2014 sechs Wagen bereit gestellt werden, alle mit den neueren Fahrwerken. Bis Mitte Jahr sollen weitere sechs Wagen fertiggestellt sein. .

Mittelfristig, bis etwa Juli 2014, sollen erste Passagierzuege fahren. Die Provinzregierung (Eastern Cape) soll dafür gewonnen werden, weitere Gelder für Unterhalt und Betrieb zu sprechen . Weitere Wagen werden bis Ende 2014 aufgearbeitet.

Langfristig will man wenn immer möglich sämtliche noch vorhandenen Personenwagen aufarbeiten. Die Loks NGG16 No 131 und NG15 No 124 sollen nach und nach aufgearbeitet werden. Das wird länger dauern, aber man rechnet mit ersten Resultaten 2015.

Es existiert noch keine Homepage..

Stand: Januar 2014

 

Der Apple Express ist zurueck!

Der legendäre Dampfzug, der lange Jahre bis 2010 von Port Elizabeth Humewood Station nach Thornhill dampfte, fährt wieder! Erst ein kurzes Stück, eine Stunde Zugfahrt etwa. Der Zug startet neu am Parkplatz des Kings Beach, fährt am Hafen vorbei und auch an der früheren Ausgangsstation Humewood. Sie überquert die sechsspurige Humewood Road und steigt dann entlang der äusseren Wohnquartiere hinauf zum Flughafen, wo vorerst mal Ende ist. Danach zieht die Lok vom Typ NG15 (Kalahari Klasse) mit der Nummer NG119, die Wagen wieder zurück nach Kings Beach.

Der neue Apple Express verkehrt seit 13. Dezember 2017 jedes zweite Wochenende, waehrend den den Schulferien täglich, jeweils fünf mal. Erste Abfahrt ist um 9:00, die letzte Fahrt startet um 15:30 Uhr. Kostenpunkt für die Fahrt hin und zurück: Erwachsene R75, Kinder R50. (CHF ca. 6,00 und CHF 4,00)

Die Ausbaupläne sind bekannt: Der nächste Abschnitt soll bis zur weiter entfernten Baywest Mall reichen.  Die weiteren Pläne umfassen die Inbetriebnahme der Strecke wieder bis nach Thornhill. Dies wird aber ein eher längerfristiges Ziel sein.

Die Strecke der Port Elizabeth – Avontuur Linie ist 284 Kilometer lang (sie existiert noch immer!) und ist somit die längste 60cm-Schmalspurstrecke der Welt. Die Van Stadens Bridge, eine Stahltrestle, ist die höchste Schmalspurbrücke der Welt! Vielleicht kann man diese Superlativen in Bälde wieder erfahren – wenigstens bis Thornhill.

 

Quellen: www.appleexpress.co.za; Getaway, 3/2018, p 89;

 

06. Maerz 2018/bhs

 

 

Apple-Express:

Streckenlänge: ca. 80 Km; Stationen: Humwood, Lorraine, St. Albans, Van Stadens, Sunnyside, Thornhill, Summit, Loerie, Gamtoos Junction, Togo, Hankey, Gonnakop, Patensie. 

Streckenlaenge 2017/18: ca. 10 km

 

Streckenschliessungen:

In Gelvandale (Chelsea) war eine Abzweigung zur EP Cement Factory in Kwa Nobhule (New Brighton) installiert. Diese Strecke wurde im Jahre 2000 geschlossen, ebenfalls eine kleine Stichstrecke zu einem Kalksteinbruch in der Nähe von Loerie.

 

Dampfloks:

Auf der PEAR-Line (Port Elizabeth - Avontuur Railway) gab es zu den besten Zeiten die Lokomotivklassen NGG 11, NGG 13, NGG 15 und NGG 16 zu bestaunen. Auch NG 10 waren im Streckendienst anzutreffen, sie waren aber nur hier abgestellt und waren nie im Einsatz auf der Strecke. Die NGG 11 waren ab der Dieselzeit zum Verschiebedienst in Humewood eingesetzt.

 

Die Garratts NGG 13 und NGG16: Der Einsatz der Kalahari-Klasse aus Süd-West Afrika (SWA), der für das Verkehrsaufkommen weitestgehend genügte, verdrängte einige Garratts der Klasse NGG 13, sämtiche NGG 16 ereilte das selbe Schicksal. In der Folge wurden diese Maschinen zu den Linien in Natal (heute KwaZulu-Natal) verschoben. Das Schicksal nur einer Lok, der NGG 13 No. 60, die nun in Schinznach beheimatet ist, sei hier löblich erwähnt. Diese Garratt-Maschine war in den letzten Jahrzehnten auf der Escourt-Weenen Linie beheimatet. Sie wurde in Escourt, direkt nach der Stilllegung der Strecke durch die SchBB erworben (1985). Die Strecken in KwaZulu-Natal sind, ausser dem Teilstück von Port Shepstone nach Paddock allesamt eingestellt.

 

Nachtrag: Die Lok wurde 2017 nach England verkauft und ist dort im Einsat.z

 

Die Pacific („Kalahari-Klasse“) Class NGG 15: Diese Maschinen wurden nach der Umspurung auf Kapspur der Bahnlinie von Usakos nach Tsumeb und Grootfontein im Norden Namibias (Südwest Afrika, SWA, ex Deutsch Südwest Afrika), nach Port Elizabeth transferiert. Zwei bis drei Maschinen werden für den Apple-Express noch vorgehalten und in naher Zukunft (hoffentlich) nach und nach revidiert, so es gelingt, das notwendige Kapital aufzutreiben. Weitere Maschinen stehen als - mit Verlaub gesagt - Schrott im Dampf-Depotareal von Humewood herum und werden noch als wichtige Ersatzteilspender gebraucht. 

Sämtliches noch brauchbare Rollmaterial wurde von der Sandstone Heritage Trust aufgekauft und gesichert. Der Rest, vornehmlich die verbliebenen Lok-Wraks, wurden entsorgt.

Stand März 2012

 

Dieselloks:

Ab Mitte des Jahres 1973 wurde nach und nach der Dieselbetrieb eingeführt. Die dieselelektrischen Loks der Klasse 91 von General Electric (USA) übernahmen die hauptsächlichen Leistungen zwischen Humewood, Loerie und Humansdorp auf umgebauten Schienensträngen (siehe Text). Bis September 1973 wurde die Strecke von Humansdorp bis Assegaaibos auf den neuesten Stand gebracht, darauf verkehrten auch hier in der Hauptsache Class 91 Maschinen.

 

www.2ftp.com

www.sandstone-estates.com

 

Stand 2005 mit Nachtraegen 4/2010 und 9/2011

  

Die Auferstehung des Apple Express

Der Apple Express ist zurück!

Der legendäre Dampfzug, der lange Jahre bis 2010 von Port Elizabeth Humewood Station nach Thornton dampfte, fährt wieder! Erst ein kurzes Stück, eine Stunde Zugfahrt etwa. Der Zug startet neu am Parkplatz des Kings Beach, fährt am Hafen vorbei und auch an der früheren Ausgangsstation Humewood, überquert die vierspurige Humewood Road und steigt dann entlang der äusseren Wohnquartiere hinauf zum Flughafen, wo vorerst mal Ende ist. Danach zieht die Lok vom Typ NG15 (Kalahari) mit der Nummer NG119, die Wagen wieder zurück nach Kings Beach.

Der Apple Express verkehrt seit 13. Dezember 2017 jedes zweite Wochenende und in den Schulferien täglich, jeweils fünf mal. Erste Abfahrt ist um 9:00, die letzte Fahrt startet um 15:30 Uhr. Kostenpunkt für die Fahrt hin und zurück: Erwachsene R75, Kinder R50. (CHF ca. 6,00 und CHF 4,00)

Die Ausbaupläne sind bekannt: Der nächste Abschnitt soll bis zur weiter entfernten Baywest Mall reichen  Die weiteren Pläne umfassen die Inbetriebnahme der Strecke bis nach Thornton. Dies wird aber ein eher längerfristiges Ziel sein.

Die Strecke der Port Elizabeth – Avontur Linie ist 284 Kilometer lang (sie existiert noch immer!) und ist somit die längste 60cm-Schmalspurstrecke der Welt. Die Van Stadens Bridge, eine Stahltrestle, ist die höchste Schmalspurbrücke der Welt! Vielleicht kann man diese Superlativen in Bälde wieder erfahren – wenigstens bis Thornton.

 

 

Quellen: www.appleexpress.co.za; Getaway, 3/2018, p 89;

06. Maerz 2018   

 

 

 

Banana Express

Eingeweihte haben schon vom Banana-Express gehört, der als Touristenattraktion von Port Shepstone in die Berge führend nach Paddock (39 km) oder Izothsa (13 km) angeboten wurde. Die ursprüngliche Ausdehnung nach Harding betrug immerhin 122 Kilometer. Die Strecke ist tot gesagt worden, nachdem mit den Dampfloks ernsthafte Schwierigkeiten aufgetreten sind und seit 2001 das grosse Geld fehlt. Immerhin wurde unter der Führung der Spoornet bis 2007 gelegentlich ein Zug angeboten.

Nach starken Stürmen und Sturzfluten kam es am 18. Juni 2008 zu grossen Schäden an der Strecke entlang der Hibiscus Coast. So wurde die Brücke über den Izotsha River weggespült. Aus wirtschaftlichen Gründen werden die großen Schäden an der Strecke in naher Zukunft wahrscheinlich nicht behoben. Leider geschehen aber auch in Südafrika nur selten Wunder, der Banana-Express ist tot!

 

Stand 2005, daran hat sich bis heute, 10.10.2012, nichts geändert!

 

 

The Paton Country Narrow Gauge Railway

Eine dritte zu erwähnende Strecke wäre „The Paton Country Narrow Gauge Railway“; diese Kleinbahn wird auf der branch line (Stichstrecke) des Esperanza Donnybrook Systems, von Ixopo nach Umzimkulu betrieben. Am 18. September 2004 war feierliche Wiedereröffnung. Die Bahn verkehrt durch unberührten Urwald.

Das ursprünglich breit abgestützte Tourismusprojekt um die Bahn herum, scheint gestorben zu sein. Die Homepage der PCNGR ist seit 2008 nicht mehr nachgetragen und die Hinweise auf den Projekt, 21-Seiten enden ebenfalls im selben Jahr.

 

Update mit Stand vom April 2010 von Peter Randall, Vorstandsmitglied bei der Welsh Highland Society in Grossbritannien. Aus: "The Snowdon Ranger" Nr. 70 vom Oktober 2010.

Die alte Donnybrooke-Linie wird hin und wieder mit der holzgefeuerten NG 11 No 55 befahren und ist in iXopo stationiert.

Die Bahn  verkehrte (soweit ich orientiert bin) im Mai 2013 fuer eine Bahntouristen-Gruppe!

 

 

Update gemäss Thomas Kautztor vom 07.08.2011, nachzulesen auch unter

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?17,5490567,page=2:

Bei der Paton's Country Narrow Gauge Railway in iXopo kann man die Schmalspurherrlichkeit auf einer kurzen aber sehenswerten und abwechslungsreichen Strecke noch regelmässig erleben, entweder hinter der NGG11 No 55 oder einer von zwei Avonside Plantage-Tenderloks. Bei einer Reise nach KwazuluNatal lohnt es sich also, diese Museumsbahn mit einem Besuch und einer Mitfahrt zu unterstützen.
[www.futurenet.co.za] [www.sa-transport.co.za]

 

Stand 2005 mit Nachtraegen 4/2010 und 9/2011

 

 

 

 

Sandstone Heritage Trust

Auf der Hoekfontein Farm, den Eisenbahnfreunden eher als Sandstone-Estates bekannt, befindet sich die grösste Sammlung von südafrikanischen sowie aus dem Süden Afrikas stammenden Schmalspurfahrzeugen. Hier im Ostteil der Provinz Freestate (nördlich des Königreichs Lesotho), unterhält Wilfred Mole eine private Schmalspurbahn und erfüllt auch die meisten Transportaufgaben der Farm damit. Weitum bekannt ist Lukas Nel als der Leiter der Werkstätte, mit geschickter Hand. Hier entstanden in den vergangenen Jahren Schmuckstücke. Die Sammlung gilt seit Herbst 2010 als vollständig und abgeschlossen. In unregelmaessigen Abständen werden restaurierte Fahrzeuge in Betrieb genommen. Siehe dazu das separate und ausführliche Kapitel "Kalahari Sunrise 2012" und "Stars of Sandstone 2013".

ww.2ftp.com

www.sandstone-estates.com