Die vierte Woche

Graaff-Reinet, 21. Tag; 07.03.2016 (487 km)

N1      Bloemfontein – Colesberg - Hanover (294 km) 

N10    Hanover - Middelburg (379 km)

N9      Middelburg – Graaff Reinet (487 km)                      

Die ursprüngliche Routenwahl war etwas direkter. Warum denn der Umweg? Nun, da war wieder einmal die Diskrepanz zwischen der Meinung des Navigationsgerätes und der Wirklichkeit. So kam es eben, dass die Einfahrt verpasst wurde. Allerdings muss man sagen, dass die Strecke auf der N10 durch eine schöne Landschaft führt und sich der Umweg deshalb wohl gelohnt hat! Jede Medaille hat eben zwei Seiten...

Valley of Desolation, 22. Tag; 08.03.2016 (8 km)

Die Unterlagen über das Camdeboo Nature Reserve sowie das Valley of Desolation (Tal der Trostlosigkeit) die man im www. einsehen kann, waren vielversprechend. Entsprechend vorbereitet hätte das einen recht interessanten Tag gegeben. Man lechzte im Ort und im Nature Reserve förmlich nach Regen - und der kam! Wir brachten ihn sozusagen mit und es regnete in der Folge ohne Unterlass. Die Wolken hingen tief und teilweise konnte man kaum zwanzig Meter weit sehen. Alles in allem Voraussetzungen, die einen Besuch des Camdeboo nicht rechtfertigten, geschweige denn Lust auf so was machten. Der Tag fiel also sprichwörtlich ins Wasser!

Die Unterkunft im Aan die Oewer B&B war recht gut, im Dunkel des Regentages wirkte die Anlage etwas trist. Jedoch kann man dem Ganzen doch etwas an Charakter und Wohlbefinden abgewinnen. Nur eben, es sollte nicht regnen...

Jedoch hat Graaff-Reinet noch Anderes zu bieten. So gibt es in der Kleinstadt  mit knapp 40'000 Einwohnern einige Museen sowie rund 200 Baudenkmäler, meist Bauwerke im kapholländischen oder viktorianischen Stil. Das herausragendste Gebäude ist die Grotekerk, weitestgehend eine Kopie der Salisbury Cathedral im Vereinigten Königreich Grossbritannien. Die Gründung der Stadt wird auf den 19. Juli 1776 datiert, sie ist die vierte Stadt Südafrikas (nach Kapstadt, Stellenbosch und Swellendam). In einer Phase nachlassenden Regens erhaschte ich ein paar Bilder, die ich hier gerne einstelle.

Oudtshoorn, 23. Tag, 09.03.2016 (320 km)

N9      Graaff Reinett – Aberdeen - Willowmore – Crossing (211 km)

R341  Crossing – De Rust (281 km)

N12    De Rust – Oudtshoorn (320 km)

Es regnete noch immer, als wir zur heutigen Etappe starteten. rund vier Stunden Fahrt standen uns bevor - im Regen! Doch das Wetter zeigte sich bald von seiner besseren Seite und es gab gar ein paar verirrte Sonnenstrahlen! Das erleichterte die Aufgabe doch merklich. Die Stimmung hob sich auch etwas, man konnte die Gegend geniessen. Es gab in der Folge keine besonderen Ereignisse auf und entlang der Strasse, alles war bestens, die Fahrt entspannt, ja gar geruhsam. Man musste ja nicht immer an der Geschwindigkeitslimite fahren.

In Oudtshoorn wurde noch kurz im Center eingekauft, danach bezogen wir Quartier im mir sehr gut bekannten Paradise Backpackers Hotel. Das vorbestellte Zimmer war reserviert und frei. Der Nachmittag konnte mit Lesen, Verpflegen, Baden im Pool und mit einem Spaziergang durch den Ort verbracht werden. Richtig gemütlich!

Somerset West, 24. Tag; 10.03.2016 (550 km)

R62    Oudtshoorn – Montagu (235 km)

R318  Montagu - (Rooihoghte Pass) - Matroosberg (317 km)

N1      Matroosberg - Cape Town (482 km)

R27    Cape Town - Table View (494 km)

M5      Tableview - Mowbray (588 km)

N2      Mowbray - Somerset West (550 km)

Es schien ein ruhiger Reisetag zu werden. Der Schein trügte jedoch! Es sollte anders kommen. Jedenfalls war der Aufenthalt in Oudtshoorn wie immer angenehm. Gut ausgeruht begaben wir uns auf die Route 62. Bis Ladysmith ging es geschmeidig vorwärts, dann kamen die ersten Baustellen in Sicht. Lange Baustellen, wie gewohnt. Wartezeiten wie gewohnt. Egal, wir waren immer noch im Urlaub, kein Grund um hochzufahren. 

So stotterten wir eben bis Barrydale. Da gab es wieder gelbe Tafeln, aber was wollten die uns sagen? Man konnte kaum was lesen. Also weiter. In Montagu dann die grosse Überaschung. Umleitung bei der Ortseinfahrt über die alte Strasse, die direkt zum Kogmanskloof führt. Auch kein Unglück, jedoch hinter einem Lastwagen mit Doppelhänger!? Dann Stopp und Ende der Fahnenstange. Strasse durch den Kogmanskloof ab 11am gesperrt, wegen Sprengungen. Es war 11:10 Uhr. Blieb einzig eine Fahrt durch die Baustelle auf der Haupstrasse von Montagu - doch wie weiter? Ausweg bot der Weg nach Matroosberg zur N1. Wenigstens ist das über den Rooihoghte Pass eine schöne, abwechslungsreiche Strecke. Gut zu fahren, wenig Verkehr. Bis auf ein paar Sevenwheelers eigentlich keine Hindernisse. Die Langsamfahrstrecke durch den Hexrivier Pass und danach durch De Doorns war gut zu fahren. Ausnahmsweise wählte ich die Durchfahrt durch den Hottentots Tunnel, denn es machten sich langsam Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Eigentlich bevorzuge ich die Fahrt über den DuToitskloof Pass.  Der Rest ist ganz einfach Routine gewesen, man kennt sich ja aus. Am frühen Nachmittag trafen wir in Table View ein, Peter behändigte seine Utensilien und wir verabschiedeten uns. Für mich gab es noch 60 Kilometer Fahrt nach Somerset West.

 

Flamingo Vlei, 25. Tag; 11.03.2015

Peter habe ich bereits am Vortag zuhause abgesetzt. Es bot sich an, die Tagesetappe in Kapstadt abzuschliessen. Wir hatten ja schon genug Umwege gefahren! Dass ich dann bei mir zuhause in Ruhe das Auto an diesem "geschenkten" Tag ausräumen konnte, war angenehm.

Zum Schluss habe ich keine Bilder mehr aufgenommen, da ich das alles kenne und irgendwo schon bei früheren Gelegenheiten genügend Aufnahmen gemacht habe. Deshalb sind in diesem Abschnitt lediglich 21 Bilder zu sehen.

Der Trip war 8067 Kilometer lang. Der Weg führte durch drei Länder: Republik Südafrika, Königreich Lesotho und Königreich Swaziland. Es wurden alle neun Provinzen von Südafrika (Western Cape, Eastern Cape, KwaZulu Natal, Freestate, North West, Northern Cape, Mpumalanga, Limpopo, Gauteng) berührt, bzw. durchfahren!