Unterwegs 2016-2

England mit den Kollegen vom bahnforum.ch

Urlaubserinnerungen Kapitel 1 

 

 Ein reichhaltiges Programm im Suedengland wurde vom Veranstalter geboten. Schon der weg dahin war interessant, so man wie ich den Zug benutzte. Basel Passerelle, Dann unten auf dem Gleis der TGV Lyria nach Paris Gare du Lyon, dessen vordere Komposition bis weit in den franzoesischen Teil des SBB-Bahnhofs reichte. Leider gibt es von der weiterreise mit dem Eurostar keine Bilder. Die WDurchfahrt durch den Kanaltunnel habe ich total verschlafen. Das Zustiegsprozedere mit dem Securitycheck unddem langen anmarsch bis zum Zug hat mich offensichtlich ermuedet...

Leider vereitelten die Ereignisse wie in Kapitel 4 beschrieben, das Zeigen interessanter Bilder von dieser Veranstaltung. einen kleinen Einblick kann ich geben, insbesondere blieben mir Bilder der Ausfluege nach Brighton und quer durch London mit der Fahrt auf und ueber die Themse.

Auf nach Brighton!  Vom Hotel war es erst die Tube, die unsere Gruppe zum Bahnhof London Bridge brachte. Modern, menschenleer - koennte man meinen. Die Abfahrtsgleise werden erst kurz vor Abfahrt bekannt gegeben, deshalb warten die Leute ausserhalb der Schranken. Die Perrons fuellen sich nur kurz mit Hektik, der Rest ist warten...

 

 

Kurztrip durch Deutschland mit Ueli

Urlaubserinnerungen Kapitel 2

 

Urspruenglich gar nicht geplant, erforderten es diverse Umstaende, dass ich in den noerdlichen Teil Deutschlands reisen musste. Damit ich da nicht so ganz alleine herumfahren musste, begleitete mich ein lieber Freund, der auch gleich das Fahrzeug stellte. Nach den vorgaengig abgesprochenen Terminen ergab sich die folgende Route: Basel - Dresden - Magdeburg - Berlin Alexanderplatz - Treuenbrietzen - Nuernberg - Basel.

Der ergiebigste Aufenthalt betreffend Touristik und das was man zeigen kann, war der Alexanderplatz in Berlin und seine engste Umgebung. Die Stadt besuche ich seit Jahren immer mal wieder, der Wandel ist immens. An andere Stelle habe ich ueber Berlin berichtet, deshalb hier nur ein paar "Alibi"-Aufnahmen. Zudem besuchten wir noch eine Adresse in Siemensstadt, wo er lange Jahre, ich nur einige Monate gewohnt hatte.

Auch interessant war Nuernberg. Ich besuchte die Stadt schon oft, fuehle mich hier wohl. Infolge einer Sportart, bei welcher diverse Figuren undefiniert gegen hoechstes Entgelt einem runden Ball nachjagen, wurde das jaehrliche Weinfeste gekuerzt (!), danach war tote Hose... Mich interessieren immer wieder die oeffentlichen Verkehrsmittel, die ebenfalls dem Wandel der Zeit unterworfen sind.

Kurze Ferien in der Schweiz

 

Urlaubserinnerungen, Kapitel 3

 

Was tut es, wenn ich in der Schweiz weile? - Regnen! Nun, so schlimm war es dieses Mal nicht! Eher durchzogen, von Heiss bis kuehl. Egal, ich war da, habe den Aufenthalt genossen. Vier Tage, mit Gemeinde-Tageskarten ausgestattet, rollte ich durch die Schweiz, kreuz und quer, was will man mehr.

 

Rigi und Voralpenexpress, Samstag, 9. July 2016

Der Aussichtsberg in der Zentralschweiz hatte fuer mich die Bedeutung, ein Bahnsystem wieder mal zu befahren, das mit schoenen alten Fahrzeugen und schon etwas betagteren, aber immer noch recht modern anmutenden neueren Fahrzeugen einen Verkehr bewaeltigen, der ueberdurchschnittlich fuer eine Bergbahn ist. Dass es gleich zwei Bahnen unter einem Hut sind, die ARB Arth-Rigi Bahn und die VRB Vitznau-Rigi Bahn, ist immer noch was Besonderes. Vergangenhiet und Gegenwart koennen in den einschlaegigen Rubriken im WWW eingesehen werden, ich beschraenke mich auf das Erlebte. Die Zukunft wirdauch hier wohl bald Einzug halten, deshalb war ein Befahren der beiden Strecken eine Festigung des Ist-Zustandes vor einer etwaigen Erneuerung des Rollmaterials. 

Die Rigibahnen

Bruenig und MOB, Sonntag, 10. July 2016

Basel

Die neue Messe-Halle mit dem Hotel-Turm.

Basler Verkehrsbetriebe mit SBB Dreispitz-Station.

Erste Bilder zeigen die Tramverlaengerung nach Frankreich. Die neuen Trams der BVB.

Such die BLT (Baselland-Transport AG) hat aufgeruestet, Neue Fahrzeuge fahren ab Aesch. Der Bahnhof Dornach-Arlesheim ist total neu gebaut, mit perrongleichem Anschluss von der Bahn zum Tram!

Der Campus hat einen neuen Zugang zum Rheinweg, der nach Frankreich fuehrt erhalten.

Die Innerstadt hat jedoch ihren Charme bewahrt!

Rueckreise nach Suedafrika mit Hindernissen

Urlaubserinnerungen, Kapitel  4

 

Ich startete am Donnerstag, 14. July (Franzoesischer Nationalfeiertag), in Basel nach Istanbul Attatuerk Airport, als ich noch mitbekam, was da in Nizza geschah: Ein LKW-Fahrer maehte 84 Leute ins Jenseits…

Die Landung in Istanbul war wie geplant, problemlos und alles nahm seinen gewohnten Lauf, bis – naja, das kommt jetzt:

Um Mitternacht war Boarding nach Kapstadt via Durban. Ich stand an, war einer der Letzten – wie immer. Ich wurde zurueckgewiesen, ich stand nicht auf der Liste  und ueberhaupt fliege man nur nach Durban (?).  Ich wurde an ein anderes Gate verwiesen. Dort aber war die Destination Johannesburg, ich hatte keine Chance.

Was nun? – Helpdesk! Da wurde mir geholfen, es war nun Freitag, der 15. July, morgens um 2 Uhr. Ich bekam einen neuen Boardingpass ausgehaendigt – fuer Samstag…  Nun begab ich mich ins Untergeschoss und verliess den Transit-Teil, suchte ein Hotel und wurde dorthin gefahren. Alles soweit paletti, gemuetlich, schoenes Bett, konnte nach Nachzahlung gar Samstag bis 22 Uhr im Zimmer bleiben. Einziger Nachteil: Im Minutentakt donnerten die startenden Jets ueber das Haus. Ich schlief trotzdem gut...

 Ich hielt es jedoch nicht so lange aus, hatte Hunger und liess mich etwas frueher wieder zum Flughafen fahren. Stau, Polizei, Durcheinander, Gehupe – aber es ging weiter, so “landete” ich denn wieder am vorgesehenen Ort. Die Security war nervoes, die Polizei in Hundertschaften praesent, teilweise mit MP’s bewaffnet. Naja, war auch eine gute Woche zuvor ein Anschlag veruebt worden, sei’s drum.

Sicherheits –Check, Durchleuchtung, Hosengurt weg, usw.  Ich war nun wieder im Transit-Bereich, als ich gewahrte, dass die Securitys (in Bordeaux/Grau) die Schleusen abriegelten, alles abschlossen und – nach und nach verschwanden. Auch waren irgendwann saemtliche Flughafenangestellten (in Blau) und TA-Leute (in Grau/Rot) weg, verschwunden. Keine  Polizei in ihren Galauniformen patrulierten  mehr, nix und wieder nix. An den Screens begannen die roten “Delete”-Schriften  zu leuchten und sich zu vermehren. Zwei, drei  gruene “Boarding” leuchtete kurzzeitig auf, dann wechselten diese zu “Cancelled”, wie auch alle anderen Felder in dieses so unglueckliche Wort umschlugen… Nichts ging mehr! Es war nun Freitag, der 15. July 2016, etwa 21.30 Uhr.

Wenigstens konnte man sich noch verpflegen, Wasser einkaufen, was Kleines zu essen bestellen, das dann auch noch eine weile geliefert wurde, bis alles ausverkauft war. Gegen 2 Uhr in der  Frueh war dann Schluss – auch das Wasser in den Toiletten floss nicht mehr (Vergiftungsgefahr). Die Leute fanden keine Ruhe, man fragte sich zunehmend, was da im Gange ist. Einmal brach Panik aus, von irgendwo her gab es einen Knall – es war aber nur ein Lagergerstell, das umkippte. Die Menge begann zu laufen, tausend Leute rannten, rissen alles mit was im Wege stand. Ich verkroch mich blitzschell und geistesgegenwaertig unter einen Tisch an der Absperrung zum Securitybereich. Der Spuk legte sich, wie er begann… Auf dem Tarmac standen die Riesenvoegel dicht an dicht. Eine solche Ansammlung von Flugzeugen habe ich noch nie gesehen!

Ich begab mich nun  zu einem der Wartebereiche, hockte mich zwischen die besetzten Baenke. Ein Digitalfreak aus Holland, konnte noch ein paar Infos erhaschen, der Tower sei durch eine Army-Einheit besetzt und es herrsche Aufstand, Panzer seien in der Stadt und am Bosporus. Bummmm ! Knall und die Bombe platzte ganz in der Naehe, noch eine und noch eine. Dann hoerte man nur noch das Gehaeule der Kampfflugzeuge. Langsam begann sich die Masse wieder zu regen. Auch ich machte mich auf. Wollte mehr Wasser kaufen, musste dazu auf die Gallerie hinauf, weil unten alles ausverkauft war.  Da hockte ich mich bei einem geschlossenen Restaurant auf eine Bank und versuchte mit dem Cellphone was zu erhaschen. Nix da, aber wieder eine Stampede durch irgend etwas Nichtssagendes ausgeloest – und dieses Mal erwischte es auch mich… Ich wurde gerschubst, die Tische und  Stuehle wurden umgeworfen, ein Korpus ging in Einzelteile auf, einige Dutzend Aepfel rollten weg und andere Auslage flatterte herum. Ich lag dann zwischen zwei Korpussen, heil aber ohne Brille und ohne Cellphone. Die Brille fand ich wieder, zerkratzt, verbogen – aber noch bedingt brauchbar… Das Cellphone fand ich nicht mehr.

Draussen flachten die Explosionen der geworfenen Bomben ab, das Grollen entfernte sich, wurde leiser und verschwand dann irgendwann.  Darauf hin landeten zwei, drei zivile Flugzeuge. Man konnte sich etwas entspannen, die Rennerei in den Gaengen beruhigte sich, die Voelkerwanderung verlangsamte sich zusehends.

Ein juengeres Paar schlenderte dahin wo ich auch hin wollte, wir kamen ins Gespraech. Suedafrikaner, die nach Jo’burg gelangen mussten, Montag war wieder Arbeitsbeginn. Den Rest der Nacht verbrachte ich wieder, dieses Mal in Gesellschaft, auf einem harten Boden, das Handgepaeck unterm Kopf. Die Erschoepfung war fortgeschritten, so uebermannte mich der Schlaf. Irgendwann wachte ich wieder auf, die Daemmerung kam herauf, der Tag brach an.  Es war nun Samstag, der 16. July 2016, gegen sieben Uhr.

 

 

 

Man regte sich, legte die noch nicht aufgebrauchten Chips vom Vorabend zusammen fuer ein Fruehstueck. Irgendwo konnte ich noch ein weiters  Paeckchen Chips ergattern. So war das Hungergefuehl weg, gar Wasser konnten wir noch teilen. Man legte sich wieder hin, vor der Glaswand zirkulierten wieder oder immer noch die Unrastbaren. Irgendwie konnte ich mich entspannen, ich schlief ein, die beiden aus Bloemfontein schliefen schon frueher wieder. Keine Ahnung wann es war, wachte ich auf, stellte eine Wartereihe hinter der Glaswand fest, weckte die beiden neuen Freunde. Wir fragten uns durch und erfuhren, dass es neue Boardcards geben soll. Wir stellten uns an. Rund zweihundert Meter lang war die Que, wie viele Menschen koennten das sein? 200, 300? Keine  Ahanung. Im Nachhinein stellte sich heraus, es waren schon einige mehr! Man stand also in der Reihe. Wir waren drei Personen, also konnte man sich abwechseln zu stehen. Es verstrichen die Stunden. Wie im Orakel vom Olymp auferstandene  Offizielle, brachten den Saftladen zum Laufen, irgendwie. Nach einer gefuehlten Ewigkeit – die Que verenderte sich kaum -  rief einer nach  Inhabern von Boardcards fuer gecancelte Fluege. Ihm nach sollte man sich bewegen. Das taten wir dann, etwa 200 Personen (ich Habe mal kurz durch gezaehlt) wagten dem Ollen zu folgen. Es ging ab wie ne Rakete, habe mich gefragt, was fuer ein Rennen da gibt. Konnte dem Pulk kaum folgen mit meinen immer noch nicht ganz heilen Beinen… Es ging! Was mich getrieben hat, weiss ich heute noch nicht – aber ich wollte nach Kapstadt! Durch lange Gaenge, vorbei an Gates -  menschenleer – Treppen tiefer und weiteren Gaengen bildete sich eine weitere Reihe. Wir befanden uns im hintersten Drittel. Aber es ging vorwaerts, langsam, aber es tat sich an der Spitze was.  Es war Samstag, der 16. July, ca 15 Uhr. Ein Wunder geschah: Es wurde Wasser in kleinen Flaschen verteilt! Das war aber auch der ganze Service der Flughafenverwaltung…

Da hat sich doch tatsaechlich jemand was gedacht: Theke mit vorgebautem Kuhgatter, etwa drei Runden lang, dahinter vier fleissige Jungs, die die kommenden Fluege fuellten, dazu  emsig Boardcards ausstellten.  Meine neuen Freunde erhielten je eine nach Jo’burg, ich den Gewuenschten nach Cape Town. Stolz, so was in Haenden zu haben, eilten wir hoch zu den Restaurants, die mitunter wieder etwas mit Tranksame, gar Bier (!) bestueckt waren.  Immerhin hat sich das drei Stundeninder Reihe stehen gelohnt. Aber die Restaurants waren nun umgestellt auf Selbstbedienung, es schien, dass ueber Nacht das Personal knapp geworden war…  Die Stimmung hob sich spuerbar – nicht nur bei mir, auch allgemein. Unsere Fluege sollten um 1 Uhr am Sonntag in der Frueh abgehen, Boarding kurz nach Mitternacht, beziehungsweise um halb Eins. Abendessen stand an. Was gibt es: Meat Balls. Nichts weiter? – Nichts weiter. Ich verabschiedete mich vorlaeufig von meinen Freunden, suchte ein anderes Restaurant. Menue: Meat Balls. Verd… Gibt es den nichts anstaendiges zu futtern in dem Stall? Ich beugte mich beim dritten Anlauf dem tollen Angebot und ass Meat Balls. Ich glaube, die brauche ich in naher Zukunft nicht mehr!

Meine Freunde traf ich verabredungsgemaess auf der Galerie. Wir bereiteten uns auf das Boarding vor, verabaschiedeten uns nach Austausch der Adressen und machten uns fruehzeitig auf zu den zugeteilten Gates. Noch waren die Fluege an den Screens ausgeschrieben, sie blieben es gluecklicherweise.

Irgendwann kam das Gruecht auf, dass der Flug in Durban enden wuerde und man am King Shaka Airport umsteigen muesse. Es blieb beim Geruecht, gluecklicherweise. 

So kam ich den mit dem dritten Boarding Pass in Haenden, zwei Tage spaeter als geplant,  doch noch zum Flug nach Durban  und Kapstadt.  Es verzoegerte sich natuerlich alles, auch herrschte dann ueber Afrika eitel Gegenwind.  Aber so um 15 Uhr Ortszeit, am Sonntag, den 17. July 2016, wurde zur Landung in Kapstadt angesetzt. Mir kamen fast die Traenen, als der Touch Down dann endlich bedeutete zuhause zu sein!