Sandstone, die Anreise

Von Kapstadt aus liegt Sandstone Estates rund 1400 Strassen-Kilometer weit entfernt. Das ist in meinem schon etwas fortgeschrittenen Alter nicht in einem Tag zu bewaeltigen. Es soll ja Urlaub sein, also darf auch das Auge mitfahren, es liegt so manche schoene Ecke unterwegs. Zudem ist die Mittagsrast aufbauend und meist hat eine kleine Umschau am Uebernachtungsort ebenfalls Erlebniswert.

Ich habe mich fuer die Diretissima via N1 und N701 entschieden. Die N1 fuehrt nach Johannesburg, wird via Touws River, Beaufort West, Three Sisters, Richmond und Colesberg befahren. Danach habe ich mich am Gariepdam auf der 701 bis Bethulie (Uebernachtung), via Smithfield, Wepener bis Ladybrand gewagt, der Rest war dann auf der R26 zu bewaeltigen. Die Details folgen in den jeweiligen Bidbeschreibungen.

Ein erster Hoehepunkt war der Hex River Pass, das Hex River Valley ist bekannt fuer seinen Wein. Die N1 ist gut ausgebaut, der Verkehr sehr fluessig und nicht zu dicht.

Hinter Touws River, auf der Hoehe der Dienststation Konstabel, begegnete mir ein Gueterzug Richtung Kapstadt. Zugfahrzeuge waren die 18670 und 18703. In Prince Albert Road machte ich Rast am verlassenen Bahnhof. Gar das Hotel, das vielen Geschaeftsreisenden als Etappenhhalt diente, ist leider geschlossen.

Die Grosse Karoo Steppenwueste veraendert ihr Gesicht stets. Vorbei an Beaufort West und Three Sisters erreichte ich den Platz fuer die Mittagsrast. Auf der gut ausgebauten N1 war das eiterkommen einfach, es kann beinahe durchgehend mit 120 km/h gefahren werden.

Das Dorf Richmond, wird von der N1 umfahren. Ein paar kleine Gestehaeuser und zwei Restaurants laden den Passanten ein, hier eine Rast einzulegen. Ich entschloss mich fuer "Die Krip", es war wohl die richtige Entscheidung.  Gestaerkt machte ich mich auf den weiteren Weg.

Die Karoo wird flacher, weiter. Die Strecke zieht sich hin. Hanover und Colesberg ziehen vorbei, endlich erreicht man den groessten Stausee von Suedafrika, den Gariep Dam, der durch den Orange River gespiesen wird. An dessen Ufer liegen ein paar Siedlungen, meist nur besetzt zur Ferienzeit. Ein Dorf jedoch ist allzeit bewohnt, da wollte ich uebernachten.

In Bethulie gibt es einige Gastehaeuser und auch zwei Restaurants. Nach dem zweiten Klingelzug bekam ich ein nettes, guenstiges Zimmer im "My Guest B&B". Das Fruehstueck war auch nicht zu verachten! Im ersten Restaurant das ich erreichte, kehrte ich gleich ein. Ein Pub, Garten und Speisesaal. Doch, da laesst sich gut sein! Das Essen war sehr gut, ein Steak genau richtig - und guenstig obendrein.

Auf guter Strasse (R701) erreichte ich Smithfield. Hier hatte ich auch schon genaechtigt, es fehlt jedoch eine gute Verpflegungsstaette. Dann machte ich den Fehler, weiter die R701 zu benutzen um nach Weppener zu kommen. Gleich nach dem Ort zweigt die Strasse ab. Hm - Gravel! Und was fuer einer! Das obige Bild links, zeigt einen der besten Abschnitte, an anderen Orten haette ich mich nicht getraut anzuhalten. Oft "kletterte" ich buchstaeblich ueber die Haufen, denn die Piste war durch heftige Gewittern zwei Wochen (!) zuvor sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Noch immer war jedoch an Reparaturen nichts gemacht! Diese Pad ist wahrlich nicht zu empfehlen! Eigentlich sollte hier das Schild stehen mit der Aufschrift "Hazardous Road Coditions". Das stand jedoch hinter Weppener, wo die Pad echt sehr viel besser war, obwohl einige Potholes umfahren werden mussten. Zudem war an zwei Stellen die Signalisation einfach nicht vorhanden (oder total ausgebleicht), wo man einmal abzweigen sollte um nicht in der Pampa zu landen und kurz vor Weppener ploetzlich ein Stop-Schild auftauchte, ohne Vorwarnung!

Die R 26 nach Ladybrand war wieder in bestem Zustand. Dahinter ebenfalls gute Verhaeltnisse. Vor Ficksburg, ganz unmittelbar, fielen mir die besonderen Landschaftseinschnitte, richtige Erosionsgebilde, auf. Danach war das Eis geschmolzen, Sandstone lag nur noch einen Katzensprung entfernt!

Gefahrene Kilometer: 1451 (trotz "Abkuerzung"); Fahrzeit netto 15 Stunden (erster Tag 9 Stunden fuer 879 km, zweiter Tag 6 Stunden fuer 572 km).

Erstellt am 10. April 2017