Unterwegs 2017-6 Namibia

Vom 21. Oktober  bis 17. November 2017 war ich unterwegs nach und in Namibia! Mein 18. Trip in diesem Land, das mich immer wieder fasziniert.     In einzelnen Flashs berichte ich über die Eindrücke, die man mit nachhause nimmt. 

Mein Passagier war Beat Joos (Schweiz/Deutschland).  Von ihm stammen auch ein paar Bilder, die meine eigenen ergänzen.

Das Fahrgerät

Die heutigen Fahrzeuge, mit denen man über Stock und Stein cruisen kann, sind so ausgeklügelt, dass es schwer fällt diese einfach als "Auto" zu bezeichnen. Unser vierrädriges Fortbewegungsmittel war ein Mitsubishi TRITON, 2,4 Di-DC 4x4 A/T P/U D/C, weiss. mit 17"Felgen und  Soft-Reifen. Als Zusatzausrüstung gab es eine zweite Batterie und einen Kühlschrank. Um es vorweg zu nehmen sei gesagt, dass sich das Fahrzeug sehr gut bewährt hat.

Der Weg hin und zurück

Was so gemeinhin als Strasse oder bescheidener als Weg bezeichnet wird, kann auch das Ziel sein. Nicht jedes Ziel wird auf direktestem Weg angefahren. Viel zu viel verpasst man bei der eiligen Vorbeifahrt. Also ist Musse angesagt und ist es nur  ein Abweg durch unwegsames Farmgelände. Der Westküste von Südafrika entlang wurde durch Sand geschippert, getreulich dem Navigationsgerät folgend (ich traue den  Dingern nicht!). Kein Aas wusste wo man gerade ist, nur dass es der richtige Weg sein soll...

Westcoast Nature Reserve

Ein markanter Punkt an der Westküste Südafrikas ist die Saldanha Bay. An dessen gestade ruht der Ferienort Langebaan. Man kann es auslassen, aber schöner ist es halt schon mit: Die Lagune! Sie liegt fast vollständig im Naturreservat, wo Vogelliebhaber mannigfaltige Sichtungen erleben können.

 

Wenig befahrene Pisten und Wege haben wir durchwatet. Richtig: Durchwatet! Denn tiefer Sand vermittelte ein Gefühl von Schwimmen...

Abgehend von einer bescheidenen Ansammlung von Häusern mit Supermarket und Hotel, genannt Klawer, kämpften wir uns  durch den Busch. Manches Gate, manche Hecke musste vom Beifahrer geöffnet und geschlossen werden.

Wir erreichten unser Tagesziel alleweil. Bisschen später als geplant, aber was heisst schon Zeit in Afrika.

Der bisherige Weg

Eine erste Bemerkung zu unserem Reiseweg: Wir starteten in Somerset West (Kapstadt) und bewegten uns gegen Norden auf beinahe "normalen" Wegen via Westküstenstrasse R27 bis hinauf nach Lambert's Bay. Von da zum ersten Uebernachtungsort Klawer. Der zweite Tag führte uns dann von Klawer über die beschriebenen Farmwege nach Hondeklip Bay. Von da mussten wir die ehemalige Diamantenstrasse mit Permit befahren. Ein Permit braucht es nicht mehr. Die erst neulich erstellte Schrankenanlage mit Kontrollposten ist verwaist. Denn, die direkte Strasse hoch nach Springbok ist gesperrt, die führte durch ein Gebiet, das heute Nationalpark ist, also nach neuesten Ideen kein Durchkommen ermöglicht. So trollten wir denn gen Kleinsee. Doch etwa 10 Kilometer davor zweigt eine gut gepflegte Piste ab, die via Kommaggas zum Spektakulars Pass (oder auch Spektakelpass) führt. Eine sehr interessante Strasse über zwei Hügelzüge. Am Abend erreichten wir unser zweites Etappenziel: Springbok. Bilder: Lambert's Bay

Namibia!

Endlich war der Grenzfluss zwischen Südafrika und Namibia erreicht. Der Oranje (oder Orange River) führte lekker Wasser und blitzte majestätisch Blau, umrandet von sattem Grün, aus der sonst steinigen und kargen Umwelt.

Und weiter gehts

Gleich hinter dem schmalen Streifen der landwirtschaftlich genutzt wird - Trauben zur Weinproduktion en Masse - holt einem die Wüste ein. Namiba - das Wüstenland! Die Pisten werden mitunter breiter und sind sehr gut unterhalten. Darüber brettern mit 100 km/h ist kein Kunstwerk!

Immer nur geradeaus - bis nach 10, vielleicht 20 oder auch nach 70 Kilometern so ne blöde Kurve auftaucht...

 

 

 

Wir besuchten den Fish River Canjon und danach wählten wir den Weg über Aussenkehr nach der Bergwerksstadt Rosh Pina. Tagesziel war Aus. Ab Rosh Pina wurde uns eine asphaltierte Strasse geboten, da ist nichts bemerkenswertes zu berichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Namibia ist von einigen Hügelzügen und Bergketten durchsetzt. Es gibt durchaus Gebirgsstrassen und Pässe. Auch der Abstieg nach Ai-Ais am Fischfluss ist nicht ohne...

Ai-AIs ist ein gut asgebautes Bad, mit Innen- und Aussen-Pool. Die Pools in der Halle koennen von den Frontsuites direkt erreicht werden.

Noch ein paar Informationen zu Ai-Ais: Das Restaurant relativ bescheiden, es war aber gut, was vorgesetzt wurde. Kreditkartenzahlung nur an stationärem Terminal. Trinkgelder können nur Cash gegeben werden. Die Bar akzeptiert generell nur Cash.  DIe Zimmer sind ganz ok, natürlich mit Klimaanlage ausgestattet. Zimmerservice gibt es nur, wenn der Zimmerschlüssel an der Reception abgegben wird. Wifi gibt es nur intern, nicht aber für Gäste.

Fish River Canyon

Auch in Aus wird es "modern". Mehrere Strassen sind asphaltiert, ein gewisser Fortschritt. Ab da schlugen wir die Pad  - oder Strasse - nach Lüderitz ein. 120 Kilometer durch die Sand-Wüste. Das ist eine "Bundesstrasse", die B 3. Beidseitig vom breiten Asphaltstreifen weitet sich das ehemalige Sperrgebiet, was auch durch Tafeln gekennzeichnet ist: Betreten verboten, Diamantengebiet! Vor der Küste, auf der Höhe der Geisterstadt Kolmanskoop, erheben sich einige Granithügel. Die werden elegant umfahren. Was jedoch echt mühsam ist, ist der Sand. Wanderdünen, die die Strasse und die parallel verlaufende Bahnlinie ewig und immer überfluten, gar den Einsatz schweren Gerätes zur Offenhaltung bedingen! Der Rest ist Wow! Erst noch das Flugfeld, denn der erste Blick auf die Hafenstadt, bzw. die Kirche auf dem Hügel.

Kolmanskoop/Kolmanskuppe, die Geisterstadt

Einst die Stätte des grossen Diamantenrausches. Es stehen noch einige Häuser, deren Bestummung angeschrieben steht. Das grösste Gebäude ist die Turnhalle. Gemeinschaftsverpflegungsplatz und Unterhaltungsraum, Turn- und Theatersaal. Heute ist ein Kaffe eingebaut und natürlich der Souvenirladen. Die Auslage von Diamanten ist verschwunden... Aber, die uralte Einrichtung ist immer noch da! Gar die Kegelbahn sieht aus, wie sie noch in Betrieb wäre. Alle Bilder in diesem Kapitel stammen aus dem Handy von Beat Joos.

Die Umgebung von Kolmanskuppe ist von Sand geprägt. Das Selbe muss man von Lüderitz schreiben. Es ist eine raue Gegend. Sand und Fels - und doch findet man Tiere an gewissen Stellen.

Lüderitz

 

DIe Stadt erscheint im alten deutschen Stil. Gar die Strassen sind noch deutsch angeschrieben. Die Hafenstadt sucht ihre Identität, denn es ist ein grosser Wandel in der Bevölkerungsstruktur im Gange. Man versucht auch attraktiv für Touristen zu sein, es wurde einiges in die Waterfront investiert. Doch garstig Wetter, kalter Wind, lädt nicht so sehr zum Verweilen ein.

Wer nach Lüderitz fährt, muss durch den Lebensraum der Namib-Wildpferde fahren. Eine kleine private Organisation versucht diese von englischen und deutschen Truppen abstammenden und ausgewilderten Tiere zu erhalten. Doch der Bestand nimmt ab. Insbesondere in neuerer Vergangenheit wurden die Tiere dezimiert, da sie infolge der anhaltenden Dürre kaum Nahrung gefunden haben. Man versuchte es mit Zufüttern, doch das reicht wohl nicht. In letzter Zeit fehlt auch der Nachwuchs, der, kaum geboren von Hyänen weggefressen wird.

Durch die Namib

Die älteste Wüste der Welt! Bunt, abwechslungsreich, imposant. Die karge Graslandschaft, rote Dünen ohne einen Halm, Täler mit etwas Baumbewuchs, dann wieder schroffe Felsen und Geröll. Das ist die Namib - und mitten drin Tiere!

Die Sesriem Dünen mit dem ausgetrockeneten Sossus Vlei

Vom Gate geht der Weg rund 60 Kilometer hinein in eine imposante Dünenlandschaft, deren Höhe bis zu dreihundert Meter erreichen kann! Ab einem Sammelpunkt, geht es nur noch mit Vierradantrieb weiter. Natürlich war ich mit dabei, das Abenteuer zu wagen, bis zum Vlei vorzustossen.  

Damit  man durch den tiefen Sand durchs Flussbett des Tsauchab Rivers kommt, wird erst mal Luft aus den Reifen abgelassen. Oberstes Gebot zur Geländefahrt im Sand! Touristen, welche nicht über die Erfahrung mit dem 4x4 oder nicht über einen solchen verfügen, lassen sich gegen Entgelt mit den urigsten Geführten zum Vlei fahren.

Dies wäre er nun also, der Sossus Vlei. Aber es ist kein Wasser da, wie meist. Der Tsauchab erreicht nicht in jedem Jahr diesen Kessel! Eine Düne verspert auch dem Wasser den Weg zum heutigen Dead Vlei, der seit Generationen kein Wasser mehr gesehen hat. Die dort aus dem Sand regenden toten Baumfragmente erzählen davon.

Der Sesriem Canyon

Der kleine, aber nicht weniger attraktive Canyon inmitten der Ebene wo man ihn gar nicht erwartet, wurde vom Tsauchab River geformt, der so alle zehn Jahre den Sossus Vlei erreicht und ihn mit Wasser füllt. Tauben nisten in den Höhlen und einige Schlangenarten finden ein Zuhause.

Ein paar Informationen zu Sesriem: Die 60 Kilometer lange Strasse nach Sossusvlei  fanden wir in Top-Zustand mit Asphaltbelag vor (habe ich schon anders angetroffen). Die Toiletten beim Parkplatz waren bei unserem Besuch gerade im Bau. An der Reception beim Eingang in den Park ist es schwierig, Permits für andere Destinationen, zB. Homeb, Welwitschiafield, Moon Landscape, zu bekommen. Obwohl dies eine offizielle Mautstelle ist.

Noch ein paar Informationen zur Weltevrede Farm: Die Farm liegt etwa 60 Kilometer ab Sesriem Richtung Solitaire, an der Grenze zum Namib Park am Fusse der Naukluftberge. Ich habe da schon mehrere Male genächtigt. Der Aufenthalt ist hier sehr schön! Wir buchten Zeltplatz, konnten aber ein Zimmer beziehen. Der  Chefin haben die Baboons hinten im Tal Bedenken bereitet. Es gab eine Zebraherde mit 16 Tieren, überdurchschnittlich viele, da an der Wasserstelle immer Wasser bereitgehalten wird. Viermal  am Tag fahren der Sohn und der Foreman mit Ladung zum Wasserloch. Springböcke sind sehr dezimiert, es gibt viele Cheetahs, die gar zur Farm an die Wasserstelle kommen!

Abenteuerfahrt nach Walvisbay

Die Direttissima nach der Namib führt nach Solitaire, danach über die Pässe Gaub und Kuiseb über die Hochebene, normalerweise nach Walvisbay.

Wir wählten einen anderen Weg - nämlich den über Homeb und Gobabeb! Als dann auch noch Tiere in dieser unwirtlichen Landschaft auftauchten war unsere Euphorie überschwänglich!

Irgendwann hatten wir die Idee weiter westlich durch die Dünen zu gelangen, doch das endete mit einer Speziellen Einlage. Es war jedenfalls schon tiefe Nacht, als wir endlich am Etappenort Swakopmund in unserer Unterkunft ankamen...

Walvis Bay

The Little Five

Wir hatten das Sandabenteuer noch in den Knien, jedoch zog es uns wieder in die Wüste. Dieses Mal jedoch nicht im eigenen Auto, dazu gab es einen sandtauglichen Kleinbus mit Fahrern, die das jeden Tag tun!

Das Gegenstück zu den Big Five, Nashorn, Löwe, Leopard, Elefant und Büffel, sind eben die Little Five, Sandgecko, Sandspinne, Chamäleon, Agame und Klapperschlange.

 

Erongo, Welwitschia und Spitzkoppe

Transportwege vor und hinter den Dünen zwischen Walvis Bay und Swakopmund.

Welwitschia Mirabilis, eine der ältesten und seltesten Pflanzen unseres Planeten. Sie stösst aus einem Wurzelmund zwei einzelne Blätter aus, die einige Meter lang werden können. Der Wind teilt die Blätter, so formen sich diese Pflanzen zu buschförmigen Gebilden. Es gibt weibliche und männliche Spezies. Die Bestäubung erfolgt ausschliesslich durch den WInd. Die älteste Welwitschia die vorhanden ist, soll 1600 Jahre alt sein.

Spitzkoppe, ein Felsengebirge, das einfach mal so aus dem Sand ragt. Wilde Formen zeichnen sie aus, die kleine und die grosse Spitzkoppe. Im neu gebildeten privaten Park, gibt es auch Fels-Zeichnungen zu entdecken. Ich kenne mich dort recht gut aus. Leider ist der Zugang zu manchen Sehenswürdigkeiten ohne einen gemieteten Führer inzwischen versperrt. Man will eben einen Verdienst generieren.

 

Die Skelett Küste

An dieser einsamen Küeste, ohne verbreitete Süsswasservorkommen, liegen einige Wraks die im häufigen Nebel dort aufgelaufen sind. So viele Touristen verirren sich nicht in diesen unwirtlichen Küstenstreifen, man bleibt einsam über hunderte Kilometer!

Khorixas und Weisse Frau

Es war eine mühsame Kraxlerei in der herrschenden Hitze. Unser Führer gab sich alle erdenkliche Mühe, seine Gäste sicher zur Sehenswürdigkeit zu bringen, die wir dann auch sahen, doch kein Bild davon machten. Der Rückweg war um einiges leichter. Man sah hin und wieder Elefantendung. Die Tiere hatten sich ins dortige Tal verzogen, weil in der allgemeinen Dürreperiode an diesm Ort noch Wasser zu finden war. Das Tal wurde denn auch für einige Wochen für Touristen gesperrt. Leider haben Büsche und Bäume stark unter dem Verbiss gelitten. Die letzten dreihundert Meter nahmen wir im Eilmarsch, denn es begann wie aus Kübeln zu regnen. Der erste Regen nach 370 Tagen!

 

Versteinerter Wald

Man erfährt so Vieles vom begleitenden Guide, dass es einem fast schwindlig wird. Aber immerhin, es bleiben ein paar Eindrücke von diesem interessanten Phänomen hängen.

Khorixas bis Etosha.

Es war nach dem Regen. Irgendwann tauchte ein Rinnsal auf. Ja nett, kein Problem - doch wir trafen auf mehr Wasser! Unser Fahrzeug garantierte, dass wir das andere Ufer sicher erreichten. 

 

Strassenbau

An der Piste von Khorixas nordwärts wird intensiv gebaut. Eine neue Kofferung wird in diese kurvige Strasse eingebracht. Verdankenswerter Weise wird kein Teerbelag eingewalzt. Die Piste bleibt Natur. Es wird mit schwerem Geschütz aufgefahren, es sind ja auch einige Kilometer zu bearbeiten.

 

In der Etosha

 

Es ist einerseits ein erfreuliches Bild, das uns erwartete. Tiere zuhauf. Andererseits spürte man die Dauerhitze und die Trockenheit, die auch den Tieren Mühe bereitete. Wir sind in Okaukuejo eingefahren, verlassen haben wir den Etosha Nationalpark im Osten bei Namutoni, wo das alte Fort markant ist.

 

Hobas Meteorit 

Via Tsumeb reisend, landeten wir bei Grootfontein. Wir besuchten den Meteoriten. Ein Metallbrocken, der da vor einigen Jahrzehnten vom Himmel gefallen ist. Forscher haben dem Koloss zugesetzt, aber da hilft kein Diamant, den zu killen.

Windhoek und Gamsbergpass

Wir hielten uns nicht lange auf in der Haptstadt von Namibia. Da Trinkwassermangel herrschte, interessierte mich der Avis Dam. Der war schon etwas arg mager bestückt, da wäre Regen dringend nötig. Den Tag beschlossen wir - wie immer wenn ich in Windhoek bin - im Joe's Beerhouse, in der urigen Dekoration bei bestem Essen!.

Eine Runde ins Khomas-Gebiet war angesagt. Das Highlight ist immer die Bewältigung des Gamsberg Passes. Keine leichte Aufgabe füängstliche Fahrer. Für mich als erfahrenen Geländewagenfahrer war das ein Klax, ich genoss den Ausflug! Im privaten Game Reserve stehen noch Relikte aus der Schutztruppenzeit. Verlassene Herrschaftshäuser und Truppenunterkünfte entdeckt man an strategischen Punkten.

 

Durchs Namaland nach Augrabies

Es sollte etwas östlicher von den 'normalen' Touristenpfaden abgehen. Die landschaftlichen Eindrücke sind dort etwas anders als im Zentralhochland. Ich wählte die Route via Gogabis nach Aranos, Koes, bis Keetmanshoop. Die Tankstelle schaut modern aus, doch der Zahlbetrag wurde mit dem Rechner erruiert.

Je weiter der Weg uns nach Süden führte, umso bunter wurde die Gegend. Das Grün wurde satter, es tauchten blühende Büsche auf.

Keetmanshoop, die pulsierende Stadt im Süden Namibias. Ich bin gerne da, es gibt gute Unterkünfte und man kann im neuen Einkaufszentrum gemütlich einkaufen. Es hat sich viel gewandelt in den vergangenen Jahren. Das Zentrum entleert sich leider etwas. Nur, uns interessierte die Umgebung, Gulivers Playground und der berühmte Köcherbaum-Wald.

Ich kreuzte abwechselnd etwas in westliche und östliche Richtungen, da ich vorher noch nie in der Gegend war. So fuhren wir via Aroab bis Ariamsvlei, der Grenzstation zurück nach Südafrika. Von da ab wieder auf Gravelroads Richtung Kaimoes, unserem nächsten Etappenort.

In der flachen, fruchtbaren Ebene zwischen Keimoes und Kamas, gibt es ein Bewässerunssystem nach ägyptischem Muster. Das Tourismuszentrum ist in einem ägyptisch anmutenden Gebäude untergebracht, einer ehemaligen Kraftstation. Leider funktionieren nur noch wenige der Wasserräder, sie wurden durch Motorpumpene abgelöst.

 

Augrabies Nationalpark 

Wer Augrabies hört, denkt zuerst an die Wasserfälle, die der Oranje bei seinem Sturz über die Felskaskaden bildet. Je nach Wasserstand sind sie mickerig oder imposant. Augrabies ist aber auch ein Wildschutzgebiet mit einigen Tieren - die ich allerdings nicht entdeckt habe. Leider ist der 4x4-Trail aus Sichereitsgründen nur geöffnet, wenn mindestens zwei Fahrzeuge miteinander fahren.

 

Karoo und Cederberge

Die Weiterfahrt in den Süden führte durch die "Grüne Karoo". Abwechselnd Asphaltstrassen und lange Strecken Gravelroad, waren interessant zu fahren. Auch was neben der Strasse ist, ist sehenswert - etwa die Salzpfannen.

 

Tankwa Karoo Nationalpark, Swartruggensberge

 

Der Weg führte dann südwestlich. Als der Tankwa-Karoo NP erreicht wurde, stand Wasser knietief im Feld und über die Piste, bildete einen grossen ausladenden See. Nach der 'Bootsfahrt' erreichten wir Uitspankral, von wo es in den nördlichen Ausläufer der Swartruggens-Berge ging. Wieder abgestiegen, musste der Brakriver durchwatet werden. Die Strasse ist nur im Sommer befahrbar!

Ich habe nicht gross über die Unterkünfte berichtet, das ist eine individuelle Sache, meine ich. Auch besuche ich auf jeder Reise meist andere Lokalitäten, bin kein 'Wiederholungstäter'. Anders verhält es sich bei der Enjo Nature Farm im Biedouwriver Tal. Hier finde ich die Ruhe, die ich oft vermisse: Kein Internet, kein Cellpone-Empfang, einfach nichts! Verpflegung wird mitgebracht, man ist Selbstversorger in einem der wenigen Cottages, draussen in der Natur.

 

Wuppertal, Eselpass, Stadtsaal Caves

 

Wuppertal, ein kleines ehemaliges Mormonen-Nest, ist teilweise abgebrannt und befindet sich nun im Wiederaufbau. Von da aus kann man mit einem berggängigen Fahrzeug (strikte nur 4x4) über den Eselpass auf die Hochebene und hinunter nach Matijesfontein gelangen. Die Stadtsaal Höhlen befinden sich dort in der Nähe, sie sind sehenswert!

Zurück nach Somerset West

Der Rest unserer Reise ist schnell abgehandelt! Via Guido Pass, Ceres und Mitchell's Pass gehts flott südwärts. Letztes Highlight ist der Bainskloof Pass, der noch immer die ursprüngliche Strassenführung aufweist, wie beim Bau. Nach dem Pass landet man definitiv in der Zivilisation, das Bild zeigt Wellington. Via Paarl und Stellenbosch erreicht man in Kürze Somerset West.

Diese Tour

Kosten:    Diesel R7681; Unterkünfte R4255; Eintritte R1776. Mit Getränken und Zwischenverpflegung Total Ausgaben R20583. CHF 1540/EUR 1300 für die 28-tägige Reise! Gefahrene Kilometer nach Zählerstand: 8775.

erstellt/fertig am 07. Oktober 2020 (endlich)   ÄÖÜ  äöü