Pitt und Arlette

Unterwegs 2018-01

Ob es wohl das Selbe ist wie in der Vorgeschichte? Das ist nicht leicht zu beantworten, ich denke aber eher angebracht ist ein "im Prinzip ja, aber".  Grundsätzlich haben wir meist die gleichen Orte besucht. Die Unterkünfte unterscheiden sich, die Wege unterscheiden sich, die kleinen Ausflüge am Wegesrand unterscheiden sich - also, es ist doch nicht das Selbe! ä ö ü

Dass sich dieses Bild (links) nicht die ganze Zeit wiederholt oder gar festsetzt, hatte ich zu sorgen. Eine abwechslungsreiche Reise mit einigen Höhepunkten und überraschenden Wendungen war im Vorfeld schon organisiert und abgesprochen worden.  Die Kunst ist es nun, den richtigen Mittelweg zu finden. Dazu ist erst mal ein Kennenlernen notwendig, damit man sich dann auch dort trifft, wo es gut ankommt. Dafür hatten wir die ersten Tage Zeit, bevor es ins Abenteuer ging!

 

 

Die Teilnehmer:

Wir waren vier Personen. Mein Cousin Pitt mit seiner Freundin Arlette aus der Schweiz (Bild oben) und meine Partnerin Aneline im Rollstuhl. Letzteres war eine Herausforderung für sich, jedoch bis auf einen Aufenthalt hat es mit den Zimmern geklappt, die Zugänglichkeit war gewährleistet.

Zum Auftakt und  zur Eingewöhnung offerierte ich die klassische Peninsula-Tour. Natürlich gehts nach der anstrengenden Anfahrt gleich zu den Pinguinen in Boulders. Danach war Cape Point und natürlich Cape of Good Hope im Programm!

Danach war Cape Point und natürlich Cape of Good Hope im Programm! Die Aussicht vom Cape Point zum Diaz Beach und Cape of Good Hope ist legendär.

Darauffolgend wurde den Chapmanns Peak Drive genossen und ein Halt in Hout Bay eingelegt, der wie fast immer tierisch endete. Streicheleinheiten für ein Wildtier? - Und dann stinken die Hände eine Woche lang... Der Abschluss des Tages machte ein ausgedehnter Besuch der W&A Waterfront in Cape Town.

Als Tourist orientiert man sich auch über und in Kapstadt, dies ist mit dem Hop-on/Hop-of Bus sehr bequem und effektiv. Ein Bummel durch den Greenmarket Square darf jedoch nicht fehlen!

Hat man genug vom Rummel, lässt man sich weiter tragen und gelangt so auch an die Gestade der Reichen und Schönen. Zum Sonnenbade laden ausgedehnte Strände in  Camps Bay und Clifton ein.

Zu guter Letzt hängt man noch den Tafelberg an. Da muss man einmal oben gewesen sein! Da liegen sie zu Füssen, die Strände von Bantry Bay. Die Aussicht über die zwölf Apostel ist grossartig.  

Geniessen kann man auch die Aussicht auf Robben Eiland, die ehemalige Gefängnisinsel.  Erfrischung im Restaurant ist in der Wärme ebenfalls angesagt, damit man die Wartezeit in der Warteschlange zur Talfahrt gut übersteht.

 

Die erste mehrtägig Reise hatte als Ziel den Addo Elephant Park

Der erste Tag brachte uns von Somerset West aus über den Clarence Drive nach Kleinmond, Hermanus und Gaans Bay. Dort machten wir Mittagsrast in einem netten Lokal hoch über dem Hafen. Es lohnt sich immer, dort hin zurück zu kehren! Hinter Gaans Bay dann gibt es für einige Dutzend Kilometer Sand- und Schotterstrasse.

Vorbei an Farmen und Weiden auf welchen Rinder und Strausse vorherrschen, gibt es auch Flächen von Weideland mit lauter Schafen.

In Struisbaai lohnt es sich immer einen Abstecher zum kleinen Fischerhafen zu machen - mit etwas Glück sieht man Mantas duchs Wasser fliegen. Da sie ausblieben machten wir uns auf den Weg nach dem südlichsten Punkt des Kontinents, Cape Agulhas. Dort wird der Steg zum geografischen Trennpunkt von Atlantik und Indischem Ozean neu gebaut und der Kontinent Afrika ist in Stein und Beton anschaulich im Modell gestaltet worden.

Zwei Dinge sind noch zu besichtigen um den Tag abzurunden: Das Schiffswrak, das langsam zerfällt und der berühmte Leuchtturm.

Einen Teil des Abends verbrachten wir im südlichsten Lokal Afrikas bei Speis und Trank. Uebernachtet und herrlich gefrühstückt haben wir im Cape Agulhas Gästehaus.

Es war eine ganz nette Strecke zurück zu legen, also sputeten wirs uns frühmorgens. Der Weg führte über Bredasdorp nach Swellendam, der drittältesten Stadt Südafrikas.       

Der ehemalige Gouverneurs-Palast ist Teil des Voortrekker-Museums in Swellendam.

Unterwegs via Heidelberg und Albertinia, ist nicht viel zu berichten. Mittagsrast machten wir im Spur in Riversdale. Eine kurze Stadtrundfahrt durch Mossel Bay brachte uns zum Diaz-Museum.  In George müsste man das Verkehrsmuseum besuchen - so es denn an Wochenenden nicht geschlossen wäre.      

In George übernachteten wir in der Palm Lodge in einem netten Bungalow.  Das Dinner genossen wir uns in einem sehr gepflegten Restaurant an der 101 Maede Street .

Der dritte Tag: Von George nach Knysna

Als kleine Erinnerung an die Beschwehrlichkeit der Fortbewegung der Voortrekker mit ihren Ochsenwagen, benutzten wir die Verbindung über sieben Pässe: The Seven Passes Road. Den ausgeschilderten Wegen folgend besuchten wir auch eine riesigen Baum.        

Die Strände in Knysna sind klein, der eigentliche Badeort ist Brenton on Sea. Es hat vor Jahresfrist in und um Knysna verheerende Brände gegeben. "Dank" diesem Umstand sieht man auf die Dünen und das Dorf, der Blick war vorher durch hohe Büsche verwehrt.

Die Lagoon Lodge war unser Domizil, dort bewohnten wir ein Appartement in der Saltriver Lodge genannten Dependance. Das Dinner genossen wir in der Stadt im Olde's. Eine urige Beiz mit viel Charme und ausgezeichneter Küche! Der Leitspruch des Betriebes lautet: Es ist nicht nur wichtig vie viele kommen, es ist auch wichtig, wie viele wieder kommen!

Der vierte Tag: Knysna und Plettenberg Bay

In Knysna muss man einfach die Heads besuchen. die Ostseite ist öffentlich, es sind ausgebaute Wege und Stege angelegt, die die Aussicht auf die Meerenge und die Verbindung zur Lagune bieten. Oft wird auch eine Boots-Rundfahrt zu den Heads eingeschoben, die gemütliche Fahrt haben wir mitgemacht und uns die Zeit mit einem guten Schluck Wein verkürzt. Da es an Bord keine Austern gab (in Knysna werden Austern gezuechtet) war des WHER+inder Hatbour Town auf Thesen Island genau das RIchtige Lokal um den Schmaus nach zu holen!

Es war genügend Zeit um einen Abstecher nach Plettenberg Bay zu machen. Das mondäne Hotel am langen Strand lud zum Bade ein. Die Badeszenen gleichen sich überall, jedoch die lockere Dichte der Badegäste findet man wohl nur in Südafrika.

Der fünfte Tag: Von Knysna nach Addo

Wir mussten uns von der idylischen Stadt Knysna verabschieden. Eine lange Fahrt stand bevor. Damit es auf der Rückfahrt etwas einfacher wird, wählte ich den Weg über den Prince Alfred's Pass nach Avontuur. Die Anfahrt des Passes war etwas Mühsam infolge vieler Schlaglöcher in der unbefestigten Strasse. Doch wir wollten nicht den gleichen Weg zweimal fahren. Im Langkloof genannten Tal folgten wir der Strasse gegen Osten. Hin und wieder gab es gar Wild zu sehen, insbesondere Blessböcke.

Es gibt sie noch - die Kuhweiden, die Kühe und Rinder. Am späteren Nachmittag werden die Tiere in die Melkstände getrieben, dabei muss oft die Strasse überquert werden.

Bis Humansdorp gings recht zügig. Ab da führt der Weg weiter ins Landesinnere nach Uitenhage. Hinter diesem Ort muss eine lange Strecke über eine holprige Gravel Road erduldet werden, die kurz vor der Siedlung Addo endlich geteert ist. Wir fanden Unterschlupf auf der wunderschönen Rosedale Farm, wo wir zwei Cottages belegten. Ein gediegenes Dinner genossen wir im Addo Wildernes Restaurant.

Der sechste Tag: Addo Elephant Park nördlicher Teil

Wir hatten wohl alle so unsere ganz individuellen Vorstellungen. Auch mit dem Eintrittsprozedere. Aber es ging eigentlich ganz flott! Der erste Tag im Park sollte den nördlichen Teil umfassen, Beschränkung führt meist zum Ziel. So ist es auch viel gemütlicher und man entdeckt am Wegesrand so Manches, was man sonst übersehen würde.

So entdeckten wir Red Hartebeest (Rote Kuhantilope), Leopard Tortoise (Leopard-Schildkröte) und die ersten Warthogs (Warzenschweine).

Ein nahes Ziel war die Gwarrie Pan, da war leider nichts zu sehen. Also weiter zum Rooidam. Hier Balgten sich einige Elephanten. Sie waren Schwarz, als sie aus dem Wasser stiegen!

 

 

Der Hauptsammelplatz der grossen Rüsseltiere ist aber der Hapoor Dam. Von allen Seiten pilgerten die Elefantenfamilien heran und vergnügten sich am kühlen Nass. Hin und wieder gelangten auch andere Spezies ans Wasser.

Die Elefanten kamen an und trollten sich nach der Erfrischung wieder. Immer mehr kamen zusammen, es wurde zeitweise eng im Wasserloch! Ingesamt sahen wir über 120 Tiere jeden Alters. Ein ganz eindrückliches Erlebnis! Das Erstaunlichste daran war, dass die Tiere sich von den komischen fahrenden Blechbüchsen  gar nicht stören liessen, gar zwischen den Autos durch schlenderten als sei das nun mal eben so, dass sie begafft werden...

Neben unzähligen Elefanten gibt es auch noch weiteres Getier, allesamt scheu und unnahbar. Aber vor die Linse kamen sie alle! Immer zahlreicher wurden die Pijama-Donkies (Zebras), es tauchten Kudu-Weibchen (Antilopen) auf, ein Kaffernbüffel wankte in der Hitze einsam dahin. Nochmal ein Zebra, ein ganz besonderer Geniesser: Ausdauernd rieb das Tier sich die verschiedensten Körperteile am aufstehenden Ast! Auch hatte es immer wieder mal Kuhantilopen, gar  mit Jungen - und Termitenhügel.

Strausse waren nicht so zahlreich, jedoch überlegte sich ein junger Hahn, ob er stehen bleiben oder fliehen soll... Enten mit Jungen und ein Warzenschwein in der klassischen Kniestellung, die das Fressen im Gras erleichtert. Neben all den tierischen Begegnungen stach dem Fotografen diese Bulbine (Bulbine abyssinica) ins Auge.  Das aufgeregte Getue dieses kleinen Kerls erregte die Aufmerksamkeit, es ist eine Fuchsmanguste.

Die Vogelwelt ist sehr ausgedehnt vorhanden. Ornithologen haetten sicher ihre Freude dran - auch wir !

Nicht übersehbar ist der Blue Crane (Blauer Kranich). Da auf dem Boden nicht viel los war, wurden die Büsche und Bäume genauer betrachtet. So konnte ein African Cuckoo Hawk abgelichtet werden, ebenso ein Steppenbussard/Pale Chanting Goshawk. Der Weissstorch (White Stork) ist auch in Afrika heimisch, die meisten Exemplare sind jedoch Zugvögel und nur zu Gast in den Sommermonaten. A propos: Es wurde 42 Grad warm...

Wir kehrten für die Mittagsrast zum Eingangsbereich zurück. Cattle Baron hat das Franchising übernommen, was dem Lokal zugute kommt. Der Nachmittag war relativ kurz, es war "nur" noch der Domkrag Dam auf der Wunschliste. Dort aber tummelte sich so manches Getier, es war eine Freude!

Der Schabracken-Schakal; Kudus, Bock und Kuh; Warthog mit Frischlingen; Warthog in der Suhlgrube; Gelbschnabel- Enten (Yellow-billed Duck) in Begleitung eines Kiebitz.

Den späteren Nachmittag verbrachten wir in Musse im schön angelegten Garten der Gästefarm und führten uns genügend Flüssigkeit zur körperlichen Erholung zu. Das Abendessen genossen wir im gediegenen "Africanos", einem Multifunktionscenter mit Theater, Kapelle und Konferenzzentrum, sowie angegliedertem Hotel.

Der siebte Tag: Addo Elephant Park, südlicher Teil

Es ist bei dieser Wetterlage mit überdurchschnittlicher Hitze schon von Vorteil, wenn man nicht alles in einen einzigen Tag packt. Der Addo Elephant Park ist eben mehr als "nur" Tiere, man hat auch Gegend: Buschland, Farmen, Flusslandschaft! 

Der zweite Tag war wiederum mit zahlreichen Sichtungen vollgepackt, alles "alte Bekannte" und doch immer wieder faszinierend, einzelne grosse Büffel und die Elefanten.

Auch dieser Tag war "anstrengend", insbesondere machte uns die Hitze zu schaffen. Ein "verspäteter" Lunch begrenzte die Zeit der Pirsch und wir liessen uns  in unseren Bungalows vom Erholungsschlaf überwältigen, bis es wieder Zeit war zum Dinner über zu gehen. Dieses nahmen wir wieder im nahen Addo Wildernes ein, es gefiel uns dort.

Der achte Tag: Von Addo nach Oudtshoorn

Nach Angereist kamen wir via Uitenhage, der Rückweg wurde dann Richtung Port Elizabeth angepeilt. Die Stadt ist nicht gerade eine Perle, also umfuhren wir sie auf der direkten Autobah N2. Fuer jüngere Reisende ist die Garden Route gerade im folgenden Abschnitt ein einziger Abenteuerpark (Abseiling, Bungijumping, Seilbrücken, Wanderpfade)! Gesetztere Semester tun gut daran, sich in Musse zu üben und andere Zerstreuung zu suchen. Es ist einfach zu anstrengend! - oder so. Aber hin und wieder soll man vom direkten Pfad abschweifen, das hatten wir auch vor. Es gibt den wildromantisch angelegten Bloukrans Pass sowie den anschliessenden Grootrivier Pass. Dieser führt auch direkt ins Nature Valley, wo sich an den Gestaden des Groot Rivers eine stattliche Feriensiedlung entwickelt hat.

 

Kommt man auf der N2 in den Abschnitt mit Maut, so entdeckt man auf den Wegweisern, dass der Bloukrans Pass geschlossen ist. Klar, man will Strassengebühren kassieren. Der Pass liegt auf Territorium des Eastern Cape Provinz. Aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen hat man den Unterhalt der Passstrasse eingestellt und den Weg gesperrt! Aber wir haben es gewagt einer Aussage Einheimischer zu folgen, die dem Vernehmen nach diesen Pass immer noch befahren. - Und es ging! Es liegen etwas mehr Steine und kleine Felsbrocken im Weg, Aeste und Büsche versperren manchmal die direkte Durchfahrt (nicht ernsthaft), mit etwas Vorsicht ist die Passage kein Wagnis. Wir kamen ohne Schrammen durch, es gab gar Gegenverkehr! Also alles Mache. Der Ausgang des Passes liegt schon auf Seiten der Western Cape Provinz. Da ist die Strasse unterhalten, offen. Nach der Ueberquerung der N2 geht der Weg gleich über zum Grootrivier Pass. Einige Kehren sind zu bewältigen, ehe sich unvermittelt der Blick zur Flussmündung öffnet

Die Idylle wird unterstrichen durch einige freilaufende Buschböcke, die die Grasflächen anstelle von Schafen "pflegen". Paddeln, rudern und  Badespass ist  angesagt, sei es im  Fluss oder  in der Meeresbucht.

Wir waren gut in der Zeit, also konnten wir gemütlich Richtung Plettenberg Bay und Knysna gondeln. In Knysna kehrten wir wieder im Olde's ein, das Lokal wurde zum eigentlichen "Stammlokal". Die Weiterfahrt auf der N2 ist abwechslungs-reich, es wird das Wetland um Sedgefield mit den Süsswasser- und Brackwasser-Seen durchquert. ein Paradies für Vögel und Ornithologen. Wildernes ist ein bekannter Ferienort mit Freizeitmöglichkeiten am und im Swartriver sowie an den Gestaden des Indischen Ozeans. Beim Kaimansriver Pass legten wir eine kurze Pause ein um die Aussicht auf den Fluss und die Delfinbucht zu geniessen. So erreichten wir bald George, das wir dieses Mal einfach durchfuhren. Der Outeniqua Pass war dann die letzte Höhenüberwindung, Oudtshoorn empfing uns. Unsere Schlafstätte für zwei Nächte war auf der Gästefarm De oude Meul im Schoemanspoort hinter Oudtshoorn.

Der neunte Tag: In Oudtshoorn und Umgebung

Es war herrlich, auf der Terrasse zu frühstücken, die Wärme kroch schon wieder ins "Gefieder". Pitt und Arlette besuchten die Cango Caves (die ich schon lange kenne und auch schon öfters drin war). Ein grosser Wunsch der Beiden war auch der Besuch einer Straussen-Farm. Die Cango Ostrich Farm gleich in der Nähe war den auch ein idealer Ort, um nicht zu lange Wege fahren zu müssen. Der Besuch hat sich für alle gelohnt, war das Mittagessen doch ausgesucht gut!

Wir hatten es ja nicht eilig, doch die Gamesafari war für meine Gaeste im Buffelsdrift gebucht. Also trollte man sich in die Gegend. Unterwegs fielen die langhaarigen Ziegen auf. Es waren eigentlich in Frankreich heimischen Angoras!

 

Leider habe ich von den vor beschriebenen Events keine BIder zugespielt bekommen.

Buffelsdrift bietet zweistündige Safaris durch die weiten Ländereien des Resorts an. Ohne Rundfahrt im Landrover gibt es im erschreckend leeren Dam die Flusspferde zu sehen.

Wir hatten auch gleich anschliessend das Abendessen im gediegenen Restaurant gebucht! Es lohnt sich einfach hier zu verweilen.

Es wird kaum langweilig - es gibt so einige Tiere von der Restaurant-Terrasse aus zu sehen. Interessant war auch, dass sich die Nyalas so ganz freiwillig und gar nicht scheu in der näheren Umgebung des Resorts aufhalten.

Auch in der Luft gab es so manches zu sehen. Die Nilgänse gaben sich ein Stelldichein und flogen um die Wette. In einem Busch versteckte sich ein Cape Bulbul.

 

Der zehnte Tag:  Von Oudtshoorn via die R62 nach Somerset West zurück.

Sie ist bekannt als abwechslungsreiche Strecke, die R62. Als erste "Hürde" überquert man den gut ausgebaute Huis Rivier Pass. Man hat auch etwas touristischen Schnickschnack in die Interpretation gepackt. Irgendwie muss man ja  von Oudtshoorn nach Kapstadt kommen. So hat sich Ronny an der R62 mit seinem Shop installiert und grossen Erfolg eingeheimst, seit sich Freunde beherzten und das Wort "SEX" in den Namen setzten. Ronnys Sex Shop hat nichts mit Etablissements der roten Laterne zu tun, nur der Name zieht! Soll ihm gut tun, er ist der Alte geblieben und sitzt mit seinem weissen wallenden Haar auf der Theke, erwartet die Käufer seiner T-Shirts.

Barrydale durchfährt man, so man den verschiedenen zahlreichen Restaurants widerstehen kann. In Montagu haben wir dann eingekehrt und uns kulinarisch verwöhnen lassen. Alsdann durchquerten wir den Kogmanskloof, der immer noch eine einzige Baustelle ist. Das dauert hier! Robertson, Worchester und der Du Toitskloof Pass waren dann noch die weiteren kleinen Aufmerksamkeiten. 

Als letzte Barriere musste also der Du Toits Pass bewältigt werden. Anstatt durch den Hugenot-Tunnel zu schleichen, bevorzugten wir den alten Weg über die Höhen. Die Aussicht hinunter auf Paarl und die "Perlen" entschädigte für die Kurven. Unspektakulär war dann der Rest bis Somerset West. 

Auf diesem Trip haben wir 3322 Kilometer zurückgelegt...

 

 

 

 

 ä ö ü

 

Das Bild zeigt den Berg mit dem Spalt bei Ladismith, der wohl keinen Namen trägt...

 

Die zweite mehrtägige Reise hatte als Ziel die Westküste und die Cederberge

Der erste Tag: Von Somerset West nach Lambert's Bay

Zu diesem Abschnitt kann ich keine Bilder beisteuern!

Entlang der Westküste sind einie Strassenzüge vorhanden. Jedoch eigentlich nichts Zusammenhängendes. Man lernt Pfade finden und wenn sie passen, dann benützt man sie hin und wieder.

Als Erstes muss man zur Westküste hin kommen! Das mache ich, indem ich nach Stellenbosch querfeldein (natürlich der Strasse entlang) möglichst genau nach Westen fahre. Orte wie Klipheuvel und Philadelphia werden durchquert. Bald erreicht man Atlantis und das Hügelland. Durch die Hügel nach Mamre und Darling. Man benutzt die R304, R307 und R 315, ehe man die eigentliche, von Kapstadt her kommende Westküstenstrasse R27 erreicht. Ok, es ginge noch mehr westlich, aber der beschriebene Weg passt mir eben besser... Vorbei am Westcoast Nature Reserve, erreicht man die Abzweigung nach Langebaan. Mein erster Weg führt mich immer hinauf auf den stark bebauten Hügel, von wo man auf der anderen Seite einen wunderschönen Blick über die grosse Lagune hat. Leider wird dieses Vergnügen nicht mehr lange andauern. Der ganze Hang ist für die Bebauung freigegeben!

Am Hauptbeach in der Saldanha Bay wird Mittagshalt gemacht. Die guten Restaurants an der Beachfront sind meist proppenvoll, doch diesmal steuerten wir eh einen Platz an, wo auch der Rollstuhl hinkommt. Schnell fanden wir das richtige Lokal. 

 

Nach der MiIttagspause umrundeten wir die Bay, vorbei am Stahlwerk und der riesigen Pier, wo einige Schiffe zur Aufnahme von Kohle anlegen. Saldanha ist eine kleine Rundfahrt wert, nicht mehr. Weiter ging es nach Velddrif. An der grossen Kreuzung gehts gerade aus, so erreicht man die direkte Strasse nach Elandsbay. Elandsbay ist etwas elend, wenn kein Wasser in den weiten Schwemmgebieten ist, so fehlen insbesondere die vielen Wasservögel! Infolge Strassenbauarbeiten mussten wir noch einen kleinen Umweg fahren, ehe Lambert's Bay erreicht wurde. Das war unser "Ankerplatz" fuer die kommende Nacht.

Lambert's Bay ist bekannt für Crayfish. Also muss ein solcher auf den Teller! Das Angebot war sehr verlockend, alle kamen zu ihren Wunschmenues, ich zu meinem Crayfish! Genächtigt wurde im altehrwürdigen Lambert's Bay Hotel.

 

Der zweite Tag: Von Lambert's Bay nach Biedouw Valley

Zu diesem Abschnitt kann ich keine Bilder beisteuern!

Am heutigen Tag sollte uns unser Fahrzeug via Graafwater nach Clanwilliam tragen. Eine einfache Uebung, doch sind die Pässe durch den Hügelzug spektakulär und bieten einige überraschende Ausblicke. Insbesondere der Abstieg ins Olifantsrivier-Tal mit dem Ueberblick über den Clamwilliam Dam ist schon was Wert! Fürs Abendessen und die Verpflegung vom nächsten Tag wurde der Einkauf getätigt. Wir waren noch früh dran, als wir den Packhuis Pass unter die Räder nahmen. Auf der Passhöhe genehmigten wir uns dann ein Picknick ad hock. welches den Hunger stillte.  Von da aus gings dann weiter ueber den Kouwberg Pass nach Wupperthal. Wir besichtigten das Dorf der ehemaligen Mormonen-Mission, da am Rückreisetag keine Zeit dafür vorhanden wäre. Nach dem Besuch der Schuhmanufaktur, querten wir den Kouwberg Pass  zum zweiten Mal, um endgültig ins Biedouw Valley zu gelangen. Nachdem einige Kuhgatter geöffnet und wieder geschlossen waren, erreichten wir die Enjo farm, wo wir herzlich empfangen wurden.

 

 

Der Dritte Tag: Im Outback auf der Enjo Farm

Natur pur: Das ist der kleine Dam an der Strasse, der auch als Schwimmteich dient.

 

Die Enjo Farm liegt inmitten des Biedouw Valley. Der Biedouw River ist nur nach Gewittern oder im Winter aktiv. Der Bidouw Pass wiedrum, nur im Sommer zu befahren. Die private Farm besitzt eine eigene Wasserquelle die ganzjaehrig laeuft und ist deshalb unabhaengig. Die FArm wird nach Bio-Grundsaetzen gefuehrt. Eine Landebahn wird auch unterhalten! 

Die Feuerstelle war schön sauber, wir konnten gleich mit dem feuern beginnen. Die eingekauften Utensilien waren genau richtig dosiert, wir haben es einfach genossen!

Einen ganzen Tag ohne Cellphone-Verbindung, ohne Internet, einfach ohne Nichts! Wir haben so richtig ausgespannt!

Zu diesem Abschnitt kann ich keine weiteren Bilder beisteuern.

 

Der vierte Tag: Via Wupperthal nach Ceres und zurück nach Somerset West

Zu diesem Abschnitt kann ich keine Bilder beisteuern!

Von der Enjo Farm bis zur Verbindungsstrasse nach Wuppertal, gab es keine Probleme mehr, die Strasse wurde gut präpariert. Ueber den Kouwberg Pass (925 müM) bis Wuppertal, sind auch keine besonderen Vorkommnisse zu verzeichnen, es war trocken. So auch die Anfahrt zum Eselbank Pass. Dieser Passübergang unterliegt besonderen Gesetzen. Eine grosse, zweisprachige Tafel benennt den weiteren "Weg" als 4x4-Strasse. Die Klettererei konnte beginnen. Alles problemlos, so man sich etwas auskennt. Auf der Höhe dann, "Durchwaten" der Sandstrecke über die Teefelder. Das dorf Eselbank war eine kleine Episode auf dem Gesamtweg und schnell durchfahren, obwohl im Schrittempo, da Ziegen und Schafe den Weg kreuzten. Nach dem kleinen Ort, gab es kleine Furten und eine ausgedehnte kehrenreiche Durchfahrt der "Mondlandschaft". Als der Weg wieder sandig wurde und eigentlich offen war, versperrten zwei Motorräder mit Begleifahrzeug die Trasse. Offensichtlich eine Panne. Was tut der Geländefahrer? Eben - ab durchs Gelände und an verblüfften Gesichtern vorbei. Zu was hat man denn Allradantrieb?

Das Office der Naturbehörde hatte geschlossen (Wochenende), also auch kein Besuch der Stadtsaal-Caves. So machten wir denn etwas verfrühte Mittagsrast in der Oase. Die Verpflegung ist hier einfach, jedoch narhaft. Die Toasts mundeten jedenfalls. 

 

Die Weiterfahrt auf der Gravelroad nach Die Berg war ohne Besonderheiten, die Gegend jedoch abwechslungsreich und weit! Als letzte kleine Hürde nach Ceres hinunter war der Guido Pass zu befahren. Die durchgehend als Asphaltstrasse konstruierte Strecke ist spektakulär angelegt und bietet tolle Ausblicke ins Tal und über die Stadt.

Hinter dem ruhigen Nest Ceres folgt der Mitchell's Pass. Breit und total ausgebaut. Manchmal öffnet sich der Blick hinunter in die wilde Schlucht. Wir schlugen den Weg nach Wolseley und Wellington ein. Das hiess, den noch immer der originalen Wegführung folgenden Bains Kloof Pass zu befahren. Dieser Pass ist auch deshalb interessant, weil man ihn relativ langsam durchfahren muss und er auf der Wellington-Seite wunderschöne Ausblicke bietet. Aldann war es eine reine Routineangelegenheit, Somerset West wohlbehalten zu erreichen.

 

Der Versuch einer Bilanz

Arlette und Pitt wohnten in meinem Flat, das im Haus eingebaut ist. Wir waren zwei Wochen zu Viert miteinander unterwegs. Insgesamt waren die Gäste einen Monat auf mich und meine gebotene Uebersicht über den südlichen Teil Südafrikas angewiesen. Das vorgesehene Programm sah vor, dass man trotz der langen zurückgelegten Strecke, noch genügend Zeit zum Ruhen hatte. Ich glaube, dass ich den beiden viele Einblicke vermitteln konnte. Das grösste Lob ist wohl, wenn sich die Gäste so wohl fühlen, dass sie am liebsten da bleiben würden. Es war eine schöne Erfahrung!