Bahnforum-Sommerreise 22. - 26. Juni 2019

Unterwegs im Vereinigten Königreich unter dem Motto: Museumseisenbahnen in Südengland

Es sei vorweg genommen: Von fünf dem Leader folgenden Personen waren vier "Wiederholungstäter", man kannte sich. Diese Truppe von sechs Mann eilte nun von Attraktion zu Attraktion. Michael Schmocker stellte wiederum einen "Führer zusammen, von welchem die meisten der Texte stammen (Veröffentlicht mit seinem Einverständnis).

Genächtigt haben wir im Hotel IBIS in Stratford, wo wir uns auch getroffen und jeweils besammelt haben.

 

Der Ausgangsbahnhof war jeweils Stratford oder Stratford International. Von da wurden wir von der Tube oder modernsten Triebzügen an unser Ziel gebracht. Dass Bahnhöfe nicht langweilig sein müssen, zeigen die Bilder.

Samstag, 22. Juni 2019

Epping - Ongar Railway: Wir begannen unsere Tour auf dem ehemaligen Streckenabschnitt der Londoner Tube von Epping nach Ongar. Die dortige Museumsbahn bietet trotz relativ übersichtlicher Streckenlänge über das ganze Jahr verteilt viele Thementage an. Bei unseren Besuch waren die 1940er-Jahre gerade im Programm.

Somit reisten wir mit unserer universellen Karte auf der Central Line von Stratford nach Epping. Ein Oldtimer-Bus nahm die Passagiere auf und brachte sie zum Ausgangsbahnhof North Weald der Museumslinie. Beide Streckenteile wurden befahren, erst nach Epping Forest, dann nach Ongar. Danach kehrte der Trupp via Oldtimerbus und Tube nach London zurück. Die rote Dampflok im ersten Bild steht in Stratford!

Der Einfachheit halber kehrten wir im Nando's, das sich im gleichen Komplex wie das IBIS befindet zum Dinner nieder. Es war ausgezeichnet!

Sonntag, 23. Juni 2019

Der nächste Tag  sah uns mit der Tube nach London Bridge rattern und von da mit dem Southeastern bis Turbridge Wells fahren. Ein kurzer Spaziergang durch das nette Landstädtchen brachte uns zur Spa Valley Railway. Unterwegs konnte man eine um 1606 entdeckte Mineralwasserquelle sehen, die lange Jahre das Badhaus spies.

Spa Valley Railway: Der Bahnhof der Museumsbahn ist am anderen Ende des Ortes. Das imposante Gebäude lässt die einstige Bedeutung erahnen. Dort liegen aber schon lange keine Gleise mehr, Kleinindustrie hat das Gelände übernommen. Als Erstes konnten die Depotanlagen besichtigt werden. Da wird fleissig gewerkelt!

Mit der Spa Valley Railway fuhren wir bis nach Groombridge. 

Weiter ging es mit dem Überlandbus durchs grüne englische Hinterland nach East Greenstead, wo wir eine Dampfzugfahrt mit der Bluebell Railway nach Sheffield Park unternahmen. 

Bluebell Railway: Schon drei Jahre früher wollten wir uns  mit dieser Bahn beglücken. Infolge Verspätung des Regelzuges sahen wir nur noch die Schlusslichter des Dampfzugs. Dieses Mal klappte es!

Nach so viel Dampf genossen wir, zurück in London, den Spaziergang entlang der Themse. 

Die Hälfte der Gruppe besuchte den stillgelegten Tube-Bahnhof Aldwych. Die Aussicht auf 130 Stufen in den Untergrund, die dann auch wieder hochgeklettert werden mussten, liessen mich bei der herrschenden Hitze darauf verzichten. Das "Alternativprogramm", am Somerset Palast (wo wir schliesslich landeten) ein Bierchen zu genehmigen, war weitaus verlockender. Dort fand gerade das "Black People Festival" statt. Mein Begleiter war Beat Joos, dem nach Gleichem zumute war.

Das grosse Rätselraten, wo denn der Weg hinführt, wo es was zu essen gibt. Es war dann ein italienisches Lokal am anderen Brückenkopf!

Der Rückweg zum Hotel wurde vom Bahnhof Waterloo in der Tube absoviert.

Montag, 24. Juni 2019

Als Erstes bestiegen wir in Stratford International eine moderne Zugskombination der Southeastern die uns via Ashford International nach Folkestone brachte. In Padington kommen auch die Eurostars aus Frankreich an. 

Nach Erreichen des Busbahnhofs in Folkestone ging die Fahrt mit dem modernen Linienbus nach Hythe zur Hythe, Romney & Dymchurch Railway. 

Mit dieser 22 Kilometer langen Liliputbahn liessen wir uns im Barwagen bis New Romney und zurück schaukeln. 

In New Romney nahmen wir an einer Tour zur Besichtigung der Werkstätte und des Depots teil.

Die Weiterfahrt mit Southeastern und Thameslink nach Beford schloss sich an.

Marton Vale Line: In Bedford bestiegen wir den West Midland Train, der uns über die Martson Vale Line trug. Das Besondere an den Triebwagen ist, dass sie as LowCost Fahrzeuge auf Chassis der Tube aufgebaut sind! - Geht doch, und erst noch komfortabel.

In Blechley wechselten wir den Zug, ebenfalls wieder ein West Midlander, der uns nach London Euston brachte.

Den Abend liessen wir beim "Real Greek" an der Themse ausklingen.

Dienstag, 25. Juni 2019

Post Office Railway:

Das unterirdische Postverteilsystem mit der Feldbahn war schon legendär, man wusste es, doch nichts Genaues. Nun, nachdem das Ganze aufgelassen und als Museum gestaltet wurde, kann man diese interessante U-Bahn besichtigen und auf einem Teilstück befahren!

Nach dem Transfer nach Farringdon brachte uns ein Spaziergang zum Mount Pleasant-Sortierzentrum. Wir besuchten das Mail Rail-Museum inklusive Fahrt mit der Mail Rail auf einem restlichen Teilstück.

Einige historische Fahrzeuge sind Teil der Ausstellung.

Von Farringdon  gings dann via London Bridge mit  Southeastern nach Headcorn, ein netter Ort mit vielen Geschäften an der Main Road.

Kent & East Sussex Railway: Der Bustransfer nach Tenderden liess nicht lange auf sich warten, das alles klappte wie am Schnürchen! HIer gab es die Möglichkeit etwas herum zu lungern, die Werkstätten und das Depot zu besichtigen - und Mittagspause zu feiern! Die Fahrt mit dem Old Timer Diesel-Triebwagen war landschaftlich interessant! Auch liess sich der Gegenzug, ein Dampfer gut ablichten.

 

Mit den Üblichen Zügen und auch Bussen kehrten wir nach London zurück. Hier versuchten wir uns im 'The Anchor" Pub zu laben, was erst nach Umständen möglich war. Das Essen war jedoch gut und so legten sich die Wogen. Es wurde ein netter Abend.

Mittwoch, 26, Juni 2019

Southend Pier Railway: Der letzte Tag unserer fünftägigen Exkursion ist angebrochen. Noch gibt es Programm! Der Transfer in der Tube bringt uns nach West Ham. Mit der 2C2 ging es weiter nach Southend-on-Sea. Dort steht der 2 Kilometer lange Pier hinaus in den Belt. Die Attraktion ist ein schmalspuriger Dieseltriebzug.

Der Driver  freute sich darüber, uns etwas über das Fahrzeug zu erzählen, das mittels eines Deutz-Reihenmotors mit angeflanschtem Oeldraulik-Motor angetrieben wird. Die Geschwindigkeit ist allerdings bescheiden: 10 - maximal 12 km/h erreicht das Fahrzeug.

Das Umsehen auf dem Pier war stark eingeschränkt, empfing uns das Wetter doch wirklich nicht gerade sommerlich! Trotzdem ein paar Impressionen.

Im Pier Caffee konnte man sich aufwärmen und verköstigen, wir brachten die Besatzung arg in Bedrängnis, die Damen waren auch erst kurz vor uns eingetroffen und entsprechend noch am Einräumen der Ware, als wir unsere Wünsche abgaben.

Im Untergeschoss des Piers gab es ein Museum, in dem ehemalige Trieb- und Anhängewagen gezeigt wurden. Auch einige nette Details aus alten Zeiten wurden für die Nachwelt erhalten.

Die Rückreise

Das wars also von der BFS-Sommerreise 2019. Es war wie immer anstrengend, interessant und gab einige Einblicke in die Museumsbahnwelt auf der Insel.

Mein Weg führte nach Gattwick zun Therminal Nord. Erst mit der Tube bis London Bridge, dann mit dem Lokalzug (nicht Express!) zum Flughafenbahnhof. Dann mit der Einschienenbahn vom Terminal Sued nach demjenigen Nord. Langer Fussweg - endlich einchecken und mit dem EasyJet zurück nach Basel.

Hier geht es für Interressierte zu den Technischen Daten und Beschreibungen der Strecken.

Erstellt am 19. July 2019