Unterwegs in Deutschland

Ohne Eisenbahn gehts gar nicht! Und wenn ich schon mal da bin, dann bediene ich auch die Kamera. Was dabei am 27. Juni 2019 herausgeschaut hat folgt.                            

Der rnv

Ich war in Dossenheim, einer Wohnsiedlung um das ehemalige Dorfzentum, das man vergeblich sucht, das nur noch anhand alter Häuser und Kirchen einigermassen geortet werden kann. Der Ort wird durch den Öffentlichen Verkehr gut erschlossen. Der rnv (Rhein-Neckar-Verkehr Gmbh), der die Städte Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg umfasst, bedient alle Viertelstunde Dossenheim. Es wird modernstes Rollmaterial eingesetzt, was bequemes Reisen ermöglicht. Wir befinden uns jetzt auf einer Strecke der ehemaligen OEG (Oberrheinische Eisenbahn Gesellschaft). Das gesamte Netz wird mit 750 Volt Wechselstrom betrieben und hat eine Spurweite von 1000 Millimetern (Meterspur).

Spezialitäten

Nicht nur die Signalisation ist teilweise im Verbund grundverschieden zu anderen Bahnen, auch der Oberbau. Will heissen, Schienen und Weichen sowie deren Einrichtungen. In Dossenheim Nord entdeckt, auf der ehemaligen OEG-Strecke: Weiche mit beweglichem Herzstück!

Beim linken Bild unten ist die Fahrtrichtung gerade eingestellt. Man beachte die Weichenzunge rechts, die an die Stammschiene angelegt ist. Das Herzstück ist nach rechts gedrückt und schliesst die Spurlücke, was einen absolut schagfreien Fahrweg ergibt.

Das Bild unten rechts, zeigt die Weiche in Ablenkstellung. Die Weichenzunge links liegt an der Stammschiene an. Das Herzstück ist soweit nach links gedrückt, dass es die Spurlücke schliesst und auch da für einen absolut schlüssigen Übergang sorgt.

Diese Technik hilft natürlich die Radprofile zu schonen und so den Unterhalt der Weichen und Drehgestelle an den Fahrzeugen zu verringern. Tolle Technik, habe ich bei einer Meterspurbahn noch nie gesehen. 

Feldbahn Dossenheim

Wenn ich schon mal in Dossenheim bin (es war am 27. Juni 2019), muss die dortige Feldbahn im Steinbruch besucht werden! Der Termin mit Matthias kam zustande, wir trafen uns also zur Besichtigungstour. Das Umfeld ist einmalig ideal, stimmig bis ins Detail! Wir befinden uns im Steinbruch Leferenz, gleich am Ortsrand von Dossenheim.

Die Feldbahn ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten, liebevoll werden überlebende Loks und Wagen, hier Loren und Hunte je nach Verwendungszweck genannt, geborgen, restauriert und fahrtüchtig gemacht. Im Steinbruch Leferenz hat die Feldbahn von Matthias Gastrecht. Lassen wir Bilder sprechen!

Nachdem die Loks ausgiebig begutachtet waren, gings los mit der Fahrerei, wobei zwei Züge bewegt wurden. Feldbahn ist ein Spektakel, das kann man wohl sagen. Und wenn man davon gepackt wird, ist das Hobby uferlos. Auch ein Schienenkuli kam zum Einsatz, Ralph geniesst die Fahrt mit dem urigen Gerät.

Was so an Loren für den Personentransport vorhanden ist, zeugt von periodischen Fahrtagen für die Öffentlichkeit. Die Sammlung der Kipploren und Hunte ist umfassend. Auch das Abbaugerät das vorhanden ist, ist sehr interessant. Die Verwendungen der einzelnen Einrichtungen werden entlang der Felswand dargestellt. Es ist eine Szenerie, wie aus der Vergangenheit!

Für mich und meinen Begleiter ein Erlebnis, leider war ich gesundheitlich nicht gut drauf und musste dann irgendwann abbrechen. Schön war's bei dir, herzlichen Dank Matthias! 

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Hier geht es weiter zum Kapitel Schweiz meines Europa-Aufenthaltes 2019!                              ÄÖÜäöü