Unterwegs nach Robertson

Ich reise hin und wieder mit dem Zug der CRC in Südafrika, Western Cape herum. Auf der vorherigen Reise nach Robertson, als Zugmaschine vorgesehen der "Red Devil", ging einiges schief. Angefangen mit der Lok, die einen Schaden am Register erlitt. Somit musste eine andere Maschine angeheizt werden. Siehe dazu hier. Aus diesem und anderen Gründen hat mich der CEO der CRC zu einer weiteren Fahrt nach Robertson eingeladen.

Dass der "Red Devil" ausgerechnet kurz vor Abfahrt nochmals einen Schaden erlitt, war nicht voraus zu sehen. Zwischenzeitliche Einsätze waren mit Bravour durchgeführt worden! Das muss einfach unter der Rubrik "Pech und Pannen" eingestellt - und vergessen werden. Alle Bilder stammen aus meiner kleinen "Roten", einer Canon SX620 HS.    

Der Zug, Abfahrt in Kapstadt am Freitag 09. August 2019, war gut besetzt. Kaum ein Abteil für die auf der Dreitagesfahrt im Zug übernachtenden Passagiere war leer. Die Gesellschaftswagen und der Observation Car mit der kleinen Bar stand zum relaxten herumsitzen offen. Bilder unten: Observation Car von aussen und von innen aufgenommen.

Das sah dann am zweiten Tag anders aus, als nochmals 80 Leute zustiegen, einen Tagesausflug mit Besuchen von Weingütern zu geniessen. Ich genoss an diesem Tag mein Abteil und die Ruhe. Deshalb keine Bilder von den Tagesgästen!

Der Star dieses Ausfluges war ganz klar die Dampflok der Class 19D, eine ölgeheizte Lok, die speziell für Nebenstrecken konzipiert wurde und eine Höchstgeschwindigkeit von rund 85 km/h erreicht. Die Identifikation der Lok war die Nummer 3321 mit Namen "Jessica". Hier bei der Fahrt zur "Tankstelle" in Worchester aufgenommen.

Damit für die mitreisenden Passagiere auch Aussenaufnahmen möglich wurden, waren einige Scheinan- und Durch-fahrten anberaumt. Ein "Grossereignis" für die meisten der sonst nicht bahnfahrenden Leute. Es ist auch ein Ereignis, diese herrliche Lok fauchen und zischen zu hören! Diese Aufnahmen stammen vom Stationsbereich VINK, einige Kilometer von Robertson Richtung Worchester entfernt.

Auch bei der ehemaligen Station LANGVLEI, auf etwa 123 Meter über Meerespiegel,  kurz vor der Steigung hinauf nach Movers, was bereits auf rund 400 müM liegt, wurde eine Zugsdurchfahrt veranstaltet.

Wichtig natürlich bei einer Fahrt mit Passagieren sind die Wagen. Ich lasse denen mal den Vortritt, man muss nicht immer die Lok zuvorderst ablichten. Zweifellos ein hübscher Zug!

Eine kurze Bewegung in WORCHESTER, wo eine Diesellok der Class 35 "unseren" Zug während der Abwesenheit der Dampflok verschieben musste. Auf anderen Gleisen war infolge eines Feiertags (Womens Day), auch auf der Haupststrecke, kaum etwas los. Selbst BELLVILLE, das sonst so geschäftige Metro Rail Zentrum, war leer! Es verkehrten jedoch die Metro Rail-Züge. Und trotzdem versuchten sich die Anwohner im Schienensitzen...

Die Aussichten unterwegs sind sehr kontrastreich! Früh blühende Jacarandas zieren die kleinen Wohneinheiten entlang der Bahnlinie, (Stau-) Seen flitzen vorbei, verschiedene Farbenspiele sind zu beobachten.

ROBERTSON war der Mittelpunkt der Dreitagesfahrt. Dort wurde der Zug über Nacht abgestellt. Dort stiegen die Tages-Passagiere am Samstag zu. Auch verliess diese Klientel den Zug wieder in Robertson. Dieser Bahnhof wird in Zukunft ausgebaut um den Empfang etwas gediegener gestalten zu können.

"Normalerweise" ist das Areal zur Substanzsicherung mit einer Hecke umschlossen. Als der Zug ankam musste ein Durchgang herausgeschnitten werden, damit die Leute in den Ort gelangen konnten - man vergass tatsächlich ein Tor einzubauen!

ROOIBERG - hier wurde auf offener Strecke angehalten um am Samstag zum Mittagstisch zu kommen. Wein war natürlich wichtig, aber auch das gute Mittagessen das dort serviert wurde! Das Restaurant war für die Zuggäste reserviert, jedoch war der Garten voll besetzt und einige Kinder vergnügten sich auf dem dortigen Spielplatz.

Nach ARABELLA kam man - natürlich - mit dem Zug, der dort bei der Winery ebenfalls auf offener Strecke angehalten hat. Die beflissenen sachverständigen Damen hatten zu den Weinen was zu sagen! Man verköstigte sich und war dann froh, wenn der Zug und dann der richtige Einstieg wieder erreicht wurde... Auch das Gestüt wurde männiglich mit Interesse  besichtigt.

NUY, an der ehemaligen Station rund 30 Kilometer vor Worchester gelegen, wurde am Sonntag angehalten um die Passagiere "auszuladen", die dann auf dem Hügel in der Winery ihr Frühstück einnehmen konnten. Vom dortigen Restaurant-Parkplatz gab es mal eine ganz andere Perspektive, den Zug abzulichten.

Nuy Winery... on the hill!  Hier gab es ein gediegenes Frühstück im modernen Restaurant mit der unglaublich weiten Aussicht - sofern keine tiefen Wolken um die Berge hängen.

Rückfahrt am Sonntag über die Hauptstrecke, die mit Fahrdraht für die Elektrolokomotiven überspannt ist. Die Aufnahme entstand kurz vor Arandis.

In KAPSTADT mit einer minimalen Verspätung angekommen! So sieht der "Bahnhof" an der Dockrail Road unterhalb des Harbourbridge Hotels and Suites aus. Bequem einzusteigen und gediegen mit Caffee im Gebäude, was die Wartezeit jeweils vor Abfahrt verkürzt.

 

 

 

verfasst am 14. August 2019