Wieder mal in Knysna!

 

Es war ein spontaner Gedanke, der umgesetzt wurde. Die Wettervorhersage war sehr positiv, also los! Es war der 17. August 2019, ein Samstag. Am Dienstag mussten wir  (meine Freundin wurde auf der Arbeit erwartet) zurueck sein. Also drei Tage ausspannen, was anderes tun. Logiert haben wir bei John in der Lagoon Lodge. Ideal etwas ausserhalb und doch so nah am Zentrum.
Weitere Bilder sind hier zu sehen, denn ich kann ja nicht immer dasselbe ablichten...

 

 

 

ÄÖÜ  äöü

Der Samstag ging mit der Anfahrt flöten, also wurde der Sonntag genutzt umd etwas nicht Alltägliches zu sehen. Wenigstens fuer SIE, ich kannte das schon: Knysna Elephant Park!

Nach der EiInführung mit Film und den eindringlichen Worten des Leader-Guides zum Verhalten gegenüber der Tiere, wurde man zum Fahrzeug gebeten, das die Gäste zu den Elefanten brachte. Dort das Touristenprogramm mit Elefanten-Fütterung aus dem Kesselchen. Nicht meine Sache... Eigentlich arme Tiere, sich jede halbe Stunde anstellen zu müssen um ein paar Häppchen zu ergattern.

Doch es gab noch ein paar BIlder, die Elefanten - und die ebenfalls an Touristen gewohnte Zebras - zeigen... Da kommt doch spontan die Frage auf: Wie küssen Elefanten (3. Bild)?

Nach diesem "Abenteuer" gings nach Thesen Island, wo die in der Lagune gezüchteten Austern ausgegeben werden. Am Parkplatz gab eine Entenmutter (Nilgans) mit ihren sechs Küken eine Darbietung mütterlicher Fürsorge.

Kein Trip ohne Eisenbahn! Erst mal die Werkstätte der CRC Ceres Rail Cmpany und AR Atlantic Rail in Voorbaai. Dort hat Bobi, der routinierte Dampflokrestaurator mal richtig Ordnung und Sauberkeit in die Hallen gebracht. Die Fortschritte sind richtig schön anzusehen, es dauert jedoch noch, bis alles so ist, wie es sein soll(te).

In der Fahrzeughalle ist dominant die immer noch nicht eingeachste Lok der Classic Rail zu sehen. Die Lok ist vorgesehen für einen weiteren Betrieb auf dem (vorläufigen) Streckenteil von Sedgefield nach Knysna, sofern dort jemals was getan wird. Links neben der Bühne ist die "Amanda" einer neuseeländischen Dampfbahn zu erahnen, die wohl infolge Geldmangels noch nicht auf dem Weg in die neue Heimat ist.

Beide Loks versperren nun den Platz, der dringend gebraucht würde, denn nach der erfolgten Revision der Class 19D 3322 "Dominique", ist die Class 19D 3321 "Jessica" mit vier Wagen unterwegs nach Voorbaai. Lok und Wagen sollen ebenfalls eine Revision erfahren, die Wagen gar im Inneren aufgemöbelt werden.

Nach diesem kleinen Exkurs in die Dampfbahnwelt gings zu den Türmen von Mossel Bay. Markant über dem "The Point" thront der Leuchtturm, eigentlich ein richtiges Feuerhaus. Im neueren Teil der Beach-Überbauung ist es der fiktive Leuchtturm des dortigen Hotels, der markant an der Strassenkreuzung aufgebaut ist.

Nun, es gibt Zufälle: Es wurde ein Güterzug auf der Strecke hinter Albertinia gesichtet! Der musste natürlich abgelichtet werden. Bemerkenswert sind die insgesamt vier Dieselloks der Class 35, die den relativ kurzen Zug Richtung Riversdale zogen. Das Gelände ist sehr coupiert, die Strecke weist starke Gefälle und Steigungen auf. Trotzdem würden zwei Loks vollauf genügen. Es handelt sich also um eine Überführung zweier Loks nach Caledon. Führend ist die Lok 35-417, gefolgt von der 35-425. Beide Loks wurden in Bloemfontein revidiert und im neuesten Livree bamalt. Die beiden anderen Loks wurden in anderen Zentren revidiert und beschriftet, es gibt Unterschiede. Die 35-485 unterscheidet sich "nur " in der Beschriftung. Die 35-043 hat ein anderes Erscheinungsbild mit dem aufgesetzten Filter, sie stammt aus der ersten Serie dieser Lokgattung.

Es ist Ende Winter, es hat genügend geregnet. Die Frucht steigt in sattem Grün aus dem fruchtbaren Boden. Endlich! Es gab magerere Jahre!

Die Fahrt zog sich hin, im Laufe des Nachmittags meldete sich der Magen, langsam kam Hunger auf, das Frühstück war lange hin. Da tauchte Dassiesfontein auf. Ein bekanntes Ziel, besonders an Sonntagen. Jetzt ausserhalb der Saison gab es genügend Sitzplätze, also machten wir Rast.  Was da serviert wurde sprengt alle Vorstellungen! Ich packte gerade so das Fleisch dieses wirklich gut gemachten Beef Curry mit Reis und Gemüse. Mein Gegenüber resignierte schon früher und liess sich den Rest - eigentlich war es die Hauptportion - einpacken. "Dogiebag" nennt man das. Das Vorgesetzte gab denn auch noch Gesprächsstoff auf den letzten 50 Kilometern bis nachhause.

erstellt am 20. August 2019