Grosse Safari durch Botswana und Simbabwe, zweiter Teil

vom 9. September bis 10. Oktober 2019 mit Beat Joos

Zimbabwe

Victoria Falls City                        (27. September 2019)  

Das Zentrum ist touristisch ausgerichtet und besteht aus netten Ladenstrassen. Es ist nichts Besonderes, wenn sich grosse Paviane oder gar Elefanten in der Geschäftsstrasse zeigen. Letztere verpflegen sich mitunter in den Gärten am Grün. Am Bahnhof hat sich was getan: Ein Personen-Zug aus Bulawayo ist eingetroffen. Zwei Stunden später als nach Fahrplan erwartet... Das Bild mit der Garratt, zeigt einen Zug um 1999. Also noch gar nicht  so lange her.   ÄÖÜ äöü

Trains in Victoria Falls

Das Angebot ist vielfältig. Das touristisch wohl bekannteste ist die Tram, die täglich zwei Mal nach Zambia hinüber fährt. Siehe dazu die Reportage weiter unten.

Täglich kommen zwei Personenzüge an. Die Tafel gibt aktuell Bescheid, dass einer aus Bulawajo eintreffen soll. Auch der abendliche Dinnerzug ist angeschrieben. Der Personenzg aus Sambia vom frühen Morgen, ist nicht mehr vermerkt.

Auch Güterzüge, die Kohle nach Zambia transportieren, sind nicht selten. Sie werden abgestellt und es findet ein Lokwechsel statt.

Das Edelste, was mit der Bahn genossen werden kann, ist ein Dinnerzug am Abend, der jeweils zwei Stunden unterwegs ist, gezogen von einer Dampflok der Class 14A. Man kann sie auf dem letzten BIld in ihrem Stilllager entdecken. Die abgebildete Garratt der Class GEA ist ausser Dienst, sie dient als Ersatzteillieferantin für eine baugleiche Lok, die in Zambia fahrtüchtig aufgearbeitet wird.

Die Beschreibung des Zuges und genauere Infos sind hier aufgeführt:

 

Tramway trip to Zambia  (27. September)

Es besteht ein Angebot, um mit der Tram vom Bahnhof Voctoria Falls zur legendären Brücke über den Sambesi zu fahren. Mitten auf der Brücke steht das Schild mit dem Hinweis, dass man nun die Grenze nach Zambia überschreitet. Ja, die Passagere müssen in Zimbabwe aussteigen und hinüber watscheln, jedoch beginnt die Rückfahrt schon in Zambia. Vorbei an den wartenden Kolonnen der LKWs, um über die Grenze zu kommen, führt der Schienenweg durch ein Naturreservat, indem nebst anderem Getier auch Elefanten vorkommen. Drüben in Zambia ist ein Kraftwerk installiert, das eine öffentliche Standseilbahn betreibt. Wegen fehlendem Wasser ist sie jedoch nicht in Betrieb. An der Brücke sind Unterhaltsarbeiten im Gange.  Bilder 7 und 14 vom Beat Joos.

The Victoria Falls by low water and the Rain Forest   (28. September 2019)

Die fehlenden Regenfälle kann man sicher für den niedrigen Wasserstand des Sambesi River verantwortlich machen. Jedoch hatte es immer noch genug Wasser, um Gischt aufsteigen zu lassen. Diese ist lebenswichtig für den dortigen Regenwald. Waghalsige Touristen baden in den Pools am Rande des Abgrunds auf zambischer Seite.

Gewöhnungsbedürftige Verkehrszeichen in Zimbabwe

In Zimbabwe kennt man kaum internationale Verkehrszeichen. Die Symbole jedoch kann man verstehen, sofern man die manchmal etwas versteckten Tafeln überhaupt sieht.

Hwange City

Auffallend am Ortseingang die grosse Dampflok, die dort als Denkmal ihr Ende abwartet. Auch auffallend die beiden Tankstellen gleichenorts, die jedoch keinen Dieseltreibstoff pumpen konnten. 

Auf der anderen Seite der Stadt herrscht das Chaos! Alles Schwarz! Kohlebergwerke zuhauf.   1. Bild Beat Joos

 

Dete, Bahnhofareal

Wir mussten nach Dete, wir suchten den Ort. So kamen wir zur Bahnhofsanlage. Die Lodge fanden wir dann einige Kilometer weiter draussen.

 

Dete, Gwango Heritage Resort    (28. - 30. September)

Die Lodge eignete sich ausgezeichnet, um von hier aus Touren im Hwange National Park zu unternehmen. Es gibt zwei Lodges des gleichen Besitzers. Die Gwango und weiter im Busch die Elephant Lodge. Die Unterkunft war an beiden Orten gediegen und sofern in der Hauptlodge was vorrätig war, war auch die Verpflegung sehr gut! Die Küchenmannschaft gab sich alle erdenkliche Mühe, doch so langsam schienen die Vorräte zur Neige zu gehen.

Die Elephant Lodge

Die erste Nacht verbrachten wir auf der "Elephant Lodge", da in der Gwango Lodge infolge Renovationsarbeiten kein Platz für uns war. Auf der ausgedehnten Braai-Anlage versuchte ich, meine anerkannten Kochkünste noch etwas zu toppen. Das gelang! Wir verdrückten das vorbereitete Mahl dann im Kraal. Wir waren die einzigen Gäste in dieser Nacht! An der Feuerstelle liess es sich gemütlich mit den Angestellten palavern - bis die Löwen gesichtet wurden!

 

Dann ging es rund - rein ins Safari-Fahrzeug, durch den Wald aufs offene Feld. Da wurden im Lichtkegel des unstet zirkulierenden Scheinwerfers vier Löwendamen und ein kapitaler Löwe gesichtet. Bilder konnten keine geschossen werden. Um das Licht mal still zu halten, waren die Leute viel zu aufgeregt.

Gwango Heritage Lodge

Leider passt der Betonklotz, der die Bar und die Aussichtsplattform beherbergt, ganz und gar nicht zur restlichen Anlage. Der Kral bildet den Mittelpunkt der Darbietungen, die die indigenen Leute darbieten. Man soll dadurch ihre Kultur kennen und schätzen lernen. Eine Wasserstelle gleich hinter der Bar zog täglich Elefanten an, die sich mitunter auch im Garten innerhalb der Umzäunung bewegten.

Hwange National Park, 1. Tag   (29. September 2019)

Omnipräsent waren die Elefanten. Die hohe Zahl dieser Dickhäuter gefährdet den Bewuchs und hilft der Versteppung Vorschub zu leisten. Die Dürreperiode hinterlässt ihre Spuren überall. Grün war selten zu sehen...

Hwange National Park, 2. Tag  (30. September 2019)

Wir trafen eine schlimme Dürre im Land an. Die Nationalparks waren ausgedörrt, Tiere starben zuhauf. Deshalb darf auch ein Bild von diesem Zustand nicht fehlen! An einem Wassertümpel sahen wir gar Krokodile! Woher sich die wohl verlaufen haben?  Bilder 7 & 8 von Beat Joos.

Bestimmungen: Burchell's Zebra; 3x African Elephant; Impala, male; Blacksmith Lapwing; Cape vulture; Marabou Stork.

 

Dieser Marabu hat aus dem Schlick einen Lungenfisch herausgepuhlt. Diese können bis zu vier Jahre ohne Wasser und Nahrung überleben. Siehe dazu Wikipedia: Lungenfische. Da dieser Tümpel noch nicht lange ausgetrocknet ist, ist der Fisch noch frisch, jedoch nicht bewegungsfähig (keine Abwehr). Solche Aufnahmen können selten gemacht werden. Ich bin stolz auf diese Rarität!

Nach Strassensperren, Polizeikontrollen und einer aufgefundenen Diesel-Tankstelle wo mal richtig aufgetankt werden konnte, erreichten wir Bulawayo. Der Hinweis auf die Tankstelle kam nach Anfrage von einem Polizisten. Anzumerken ist, dass alle Polizeikontrollen sehr nett und absolut korrekt abgelaufen sind! 

 

Limerick Cottages, Bulawayo (1. bis 4. Oktober)

Wir haben es mal wieder top getroffen! Ein netter Gastgeber, der sich alle Mühe gegeben hat, uns - trotz Dauerausfall des elektrischen Stroms - allen Komfort zu bieten. Der Bungalow mitten im wilden Garten war wirklich gut ausgerüstet und die Einrichtung war einfach top. Wir wagten es jedoch nicht, den Braai anzuwerfen, es war einfach zu trocken.

 

Bulawayo                                       (02. Oktober 2019)

Wie drehten eine Runde durch und um die Stadt. Es blieb nichts anderes, es herrschte Stromausfall - drei Tage lang! Der Tag endete sozusagen am Bahnhof. Es entstanden ein paar Aufnahmen. Interessant, erschreckend, das riesige Kohle-Kraftwerk mitten in der Stadt! Jedoch recht sauber, kein Dreck oder Staub von der Produktion. Auf dem Markt deckten wir uns mit "Bonds" ein, die Schattenwährung in Simbabwe, da in unserer Reisezeit der US Dollar nicht (mehr) gern gesehen war.

In Bulawayo war auch das sehr umfangreich bestückte Eisenbahnmuseum ein Programmpunkt. Den  Bericht über den Besuch habe ich ausgegliedert. Man findet ihn hier. 

 

Bulawayo, Matobo National Park     (03. Oktober 2019)

Ausser Menschen, Strassenarbeiten und Kühen nichts Nennenswertes gesehen! Das war ein Reinfall! Wir hielten und jedoch nicht an Grenzen. Es folgten Dörfer und Berge, Wassertuempel und trockene Bachbetten. Auch Kletterprtien über Stock und Stein absolvierte unser Fahrzeug klaglos. Somit erlebten wir doch noch etwas Fun an diesem Tage.

Als wir den Park definitiv verliessen, stiessen wir am Gate auf ein Ehepaar aus der Schweiz, das ich vergangenes Jahr schon in Botswana getroffen habe! Folgende Tiere wurden gesichtet: Baboons (Paviane), Esel, Kühe.

 

Back to South Africa

Wir mussten noch drei Zahlstellen für die Strassengebühren passieren. Man akzeptierte keine USDollars, was immer wieder zu Wartezeiten verhalf. Einmal konnte ich mit R20 die Begehren stillen, einmal "fand" man einen Typen, der USD in Bonds wechselte und einmal sprang einer der wartenden Hintermänner mit genügend "Spielgeld" ein. Sollte sich die Regierung von Simbabwe weiterhin solche Spielchen leisten, werden die Touristen wohl eher nicht mehr kommen. Ich jedenfalls habe genug von dem Land. Nicht von der Bevölkerung, da habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Aber was dann die Staatsdiener sich leisten... 

Wir fahren Richtung Grenzübergang Beit Bridge. Wie der Name sagt, ist da ein grösseres Brueckenbauwerk, das überquert werden muss. Das Erste was einem in der Zollstation entgegen schaut, ist der gross angebrachte Schalter zur Begleichung des Brückenzolls. Hier wurden aber keine Bonds akzeptiert, nur Rand oder USDollar! Das war jedoch die gleiche Saubande, wie die von den Strassensperren. Man merke: Alles Bluff! 

Beim Tanz durch die diversen Ausreisestationen, Abgabe der Autopapiere, die bei der Einreise gefertigt wurden, Abgabe der Quittung fur bezahlten Brückenzoll, konnten wir endlich weiter fahren. Quittungen für den Zahler sind Fehlanzeige, das Geld wird wohl irgendwo zwischen den Leuten verschwinden. So mein verdacht.

Endlich haben wir alles hinter uns, wir befinden uns weider auf sicherem Boden in Südafrika. Der Weg ist frei zur Fahrt an unser heutiges Tagesziel: Phalaborwa.

Polokwane ist eine geschäftige Industriestadt. Um die Stadt entstehen gigantische Autobahnen. Wir haben das alles links liegen lassen (oder mussten auch mitten durch). Irgendwann ist dann der Hartebeespoort aufgetaucht. Unterwegs war hie und da auch wieder Baustelle und zudem ein Schwertransport, der glücklicherweise eine Rast eingelegt hat.

Bilder vom Beifahrer Beat Joos

 

Hartbeespoort  Dam             (5. Oktober)

Diese Destination ist das Ferienparadies der Jo'burger. Alles da, fast wie in einer Grossstadt. Aber irgendwie gemütlicher. Ich denke, es lässt sich hier auch ein längerer Urlaubsaufenthalt geniessen. Sogar eine Gondelbahn ist hier installiert!

Keine Seele hat eine Ahung, wie das Felsengebilde heissen mag, auf welches diese Gondelbahn führt. Ich habe den Berg 'Hardy's Peak' getauft. Möglich, dass er sogar so heisst - die Gegend wird auch 'Harties' genannt. Auf alle Fälle hat man von da oben einen wunderbaren Blick über den Hartbeespoort und die umliegende Ebene. Der Aufstieg lohnt sich, weniger sich dort zu verpflegen zu wollen. Allerdings ist das handcrafted Beer ausgezeichnet! Das reicht ja, um die Hitze zu überleben. Allenthalben spielt eine Band auf. Das letzte Bild zeigt eine Installation alter Relikte der Vorgängerbahn. 

Panorama-Bild vom Hardy's Peak, aus der Kamera von Beat Joos

 

Dikhololo Resort and Gamepark, Brits   (5. bis 7. Oktober)

Man musste sich durchfragen, das Resort liegt 30 Kilometer ausserhalb von Brits! Aber die Lage ist einmalig! Die ganze Anlage ist sehr gepflegt, die Bungalows nicht zu nahe beieinander. Die Tiere bewegten sich überall ungezwungen. Leider musste infolge der Dürre zugefüttert werden. Die Tiere konzentrierten sich dann an einem Ort. Man erkennt Kudu, Eland, Wasserbock und Impala.

Zu dieser Zeit verabschiedete sich meine SX60 definitiv! Somit sind die weiteren Bilder aus der Kamera von Beat Joos.

Als Ergänzung auch noch die Bilder von Beat Joos. Man kann Gleiches abbilden und Ungleiches ernten. Je nach Blickwinkel und persönlichem Interesse. Das war an diesem Ort besonders, da ich ja auch noch fahren musste.

Bestimmungen: Wasserbock und Blessbock; Buschbock; Eland, male; Eland, female; Futterstelle; Giraffe.

Bilder von Beat Joos

Wir verliessen diesen interessanten Ort um nach Sun City weiter zu reisen. Die ersten Kilometer waren abwechslungs-reich und mit Überraschungen gespickt. Erstens gab es einen Strassentunnel, durch welchen man auf die Staumauer gelangte. Zweitens steht auf dieser eine Kopie des Arc de Triomphe von Paris! Ich kenne die Geschichte um dieses Gebilde nicht, es muss aber irgend einen Hintergrund geben. Vielleicht weiss Wiki darüber Bescheid? Bilder: Beat Joos

Anmerkung: en.wikipedia.org/wiki/hartbeespoort_dam. Man weiss hier viel, aber nichts über den Arc.

Wir logierten im Cabanas Hotel. Nicht Besonderes, nur teuer!  Bilder: Beat Joos

 

Pilanesberg National Park             (7. Oktober 2019)

Wir kamen recht zeitig in Ledig an, es war ja nicht weit von Polokwane her. Den restlichen Tag verbrachten wir im Pilanesberg NP. Das ist einer der lohnendsten National Parks, die ich kenne. Der Tierreichtum ist grandios!

Der Waran robbte im Eilschritt über den Weg und platschte ins sichere Wasserversteck, wo wir ihn aufspürten. Gleich dahinter die Wasserschildkröten. Unzählige Elefanten und Hyppos zeigten sich. Nashörner gab es überraschenderweise auch einige. Daneben Giraffen und Gnus. Ein Bild der Staumauer des grossen Sees darf nicht fehlen, das gehört natürlich auch dazu. Wie immer bei meinen Besuchen, war der Pilanesberg Nationalpark sehr ergiebig an Sichtungen. Ein idealer Ort auch, um Gäste auf Südafrika einzustimmen!  Bilder von Beat Joos.

 

Die Löwen sind los!

 

Da lag doch tatsächlich ein Löwe unterm Busch. Einer? - Nein, es waren zwei - oder gar drei? Wir beobachteten die Gruppe eine Weile, Beat machte seine Bilder. Meine zweite Kamera war inzwischen ebenfalls hinüber, also hatte ich nur die Kontrolle über die Szene und entsprechende Manöver mit dem Triton, sofern angebracht.

Unvermittelt trat eine Löwin aus dem Gebüsch! Es folgte eine Zweite, eine Drit gar! Danach ein junger Mähnenlöwe. So nah am Auto vorbei zogen sie, dass man sie greifen hätte können. Dummer Gedanke...

Die Chefin wartet auf der Strasse, derweil sich die anderen im Feld sammelten. Direkt vor unserer Position. Wir hatten wirklich Glück mit den Löwensichtungen in diesem Jahr! Es waren insgesamt sechsTiere.

Bilder von Beat Joos.

Schweizer Reneke                  (9. Oktober 2019)

Wir machten uns am 30. Tag unserer langen und ereignisreichen Reise auf die definitive Rückreise Richtung Schweizer Renecke. Der Ort hat Geschichte, ich wollte da aber mal hin wegen des Namens. Wir wohnten im Schweizer Guesthouse, ganz nett mit eirner Künstlerin als Besitzer. Ihre Kunst bestand im Sammeln kurioser Gegenstände, die sie auf hre Art verä ndert. Schrullig irgendwie, doch symphatisch. Bilder von Beat Joos.

Victoria West                          (10.Oktober 2019)

Der letzte Etappenort war wiederum Victoria West. Da gab es nichts zu berichten von unterwegs. Wir nächtigten wiederum uim Moonlight Manor Boutique Guesthouse und tafelten im zugehörigen Restaurant. Was in dem Ort stört, sind die Strassenkinder, die sich auf der Hauptstrasse zanken und herumgrölen bis in die tiefe Nacht. Es scheint nicht gerade Ordnung zu herrschen dort...

Fazit

Wir sind wohl die ideale Freundespaarung für solche Unternehmen. Alles hat geklappt, alles konnte durchgeführt werden. Auch hatten wir immer grosses Glück auf unseren eingekauften Ausflügen. Wir waren stets alleine, ohne weitere Touristen unterwegs! Wohl eine glückliche Fügung! Es gab keine gröberen Ausfälle - ausser meinen beiden Kameras. Verpflegung war auch alleweil verfügbar. Man muss sich eben vorsehen. Eine rundum gelungene Reise!

 

Anmerkung zu den Victoria Fällen

Im Net, Frazenbuch und Foren wurde über die ausgetrockneten Victoria-Fälle berichtet. Glücklicherweise auch diskutiert. An einigen Orten konnte ich mit meinen Bildern insistieren und die momentane Situation ins rechte Licht rücken. ich tummle mich jedoch nicht in den modernen Social Medias. Abgebildet wurden meist Teile, die niemals vom Sambesi Wasser bekommen, insbesondere wenn es sich um Abgründe auf der Seite von Simbabwe handelt. Die Fälle sind auf der Sambia-Seite! Ja, wenn der Sambesi voll Wasser führt, dann sind die Fälle 1,7 Kilometer breit. Jetzt muss man sich mit der Hälfte begnügen. Das ist jedoch alle Jahre so. Nicht verschwiegen werden darf, dass der Sambesi in diesem Jahr das 'normale' Niveau um 10 Zentimeter verpasst, das wirkt sich auch auf die Intensität der fallenden Wasser aus. Ich bezeichne diese 'Schreckensnachrichten' , auch in der CH- und D-Presse, als Fake!

 

Anmerkung zu den Elefanten

Botswana versucht mit ganz gezielten Aktionen und kontrolliertem Trophäen-Abschuss, der Elefantenflut Herr zu werden. Eine natürliche, sanfte Regulierung ist nicht abzusehen, daher sind diese Aktionen Lebenswichtig für den Fortbestand der Elefantenherden und der Flora! Es sind viel zu viele Jungtiere in den Herden.

Simbabwe versucht es mit der Umsiedlung, die jedoch an anderen Orten misslang. Es wird auch hier auf Dauer misslingen, wie sich Spezialisten aus Südafrika geaussert haben. Auch in Simbabwe ist der Bestand von derzeit um 80'000 Tiere zu hoch! Der Abschuss durch Farmer auf ihrem Land wird, sofern die Tiere Schaden angerichtet haben, toleriert.

 

Anmerkung zu Bulawayo

Man wird sofort als Tourist erkannt, wenn Bulawaayo sagt. Die Einheimischen nennen die Stadt 'B'laweio'. Die 'neue' Währung ist immer noch der Bond, eigentlich der ZIM-Dollar, aber wertlos. Auf der Bank (sofern dort vorrätig) erhält man 15 Bonds für einen USD. Auf dem Markt gibt es noch 10 und die staatlichen Strassenraubeinrichtungen rechnen 1:5 zum USD. Einzige Möglickeit um zu diesem 'Spielgeld' zu kommen, ist auf den Märkten. Da nahmen die Händler sehr gerne USD. Benzin war erhältlich, sofern die Tankstellen einen eigenen Stromgenerator hatten. Sonst nur lange Schlangen vor den Zapfsäulen. Diesel gab's nicht! Drei Tage B'laweio, drei Tage ohne elektrischen Strom. Gute Erfahrung?

Erstellt am 4. November 2019/ergänzt am 5.11.2019. Ergänzt und abgeschlossen am 20. Dezember 2019. Ergänzungen/Korekturen am 21. Dezember 2019