Kurz-Aufenthalt in Europa im März 2020

Es war ja ganz anders geplant. 26 Tage sollte die Reise dauern, viele Termine waren vorbereitet - doch es sollte anders kommen! Das SARS-COVID-19 Virus hat weltweit derart zugeschlagen, dass alles auf den Kopf gestellt wurde. Ich will hier nicht auf die Umstände eingehen, das tun andere ausgiebig und mit mehr Wissen als ich. An dieser Stelle will ich einfach meine Erlebnisse beschreiben, es gibt ja auch noch ein Leben mit und danach.

Am 6. März 2020 begab ich mich zum Internationalen Flughafen von Kapstadt, CPT. Die Geschäftigkeit war gross, nichts deutete auf die ein paar Tage später verhängten Einschnitte hin. Das Einchecken bei Qatar Airways war problemlos. Ich flog Business und wurde entsprechend zuvorkommend behandelt. 

Immmer wieder faszinierend aus dem Flugzeugfenster sind die riesigen beleuchteten Felder mit einzelnen Wolkenkratz-ern in Doha, der Haupststadt des Emirates Qatar. Der Anflug auf das fast im Meer angelegten Airfield hinterlässt interessante Eindruecke, deshalb habe ich mal einige im Bild festgehalten.

Der Tarmac erreicht gigantische Ausmasse!

Die Distanzen im Hamad-Airport sind lang. Damit wenigstens ein Teil des Weges schneller zurückgelegt werden kann, verkehrt in der ersten Etage ein Zug.

Den zweiteiligen Flug habe ich genossen. Schlafen (im Bett), gut essen, Filme angucken - das waren die Beschäftigungen. In der Schweiz dann erwarteten mich andere Temperaturen und ein krasses Kontrastprogramm!

Wenige Aktivitäten

Am 9. März konnte meine Tochter Sylvia Geburtstag feiern. Wenn ich schon mal da war, besuchte ich sie schon am Sonntag davor, man wusste ja nicht, was noch kommen würde, betreffend Corona Virus. Es blieb noch ruhig, also genossen wir den Nachmittag mit Kindern und Schwager.

Meinen Cousin Pitt mit Arlette konnte ich auch noch besuchen. Ein reger Austausch und Pflege von Erinnerungen liess die Zeit schwinden. Wir waren gespannt, was uns noch ereilen wuerde im machster Zeit.

Chäserrugg

Meine Schwester Sue und mein Schwager Fritz, haben mich in die winterliche Bergwelt entführt! Sie hatten in den Flumser Bergen eine Wohnung, von welcher aus vom Balkon die gesamte Gebirgskette der Churfirsten eingesehen werden konnte. Der Chäserrug ist zentral gelegen und erweckte schon lange den Wunsch, mal dort hinauf zu fahren. Der geeignete Anlass war ein Vollmonddinner im eben fertiggestellten Berghaus, zusammengebaut mit der Bergstation der Kabinenbahn. Die Besonderheit: Das Gebäude auf 2262 Metern über Meeresspiegel wurde von Herzog & De Meuron, weltbekannte Architekten aus Basel, entworfen.

Das Ziel wird von Unterwasser im Toggenburg (Kt SG) mit einer Standseilbahn zum Iltios erreicht. Die wichtigsten Daten: Erbaut 1934, Umgebaut 2005, Spurweite 1000mm, Talstation 911 müM, Iltios 1339 müM, Länge 1195 Meter. Kapazität im Fahrzeug 100 Personen. Hohendifferenz 428 Meter. Den Rest kann man auf Wiki ergoogeln.

Schon nach wenigen Augenblicken Fahrt tut sich eine eindrueckliche Berglandschaft auf.

Ab da gleitet man an den Seilen in der geräumigen Kabinenbahn in 6:20 min. an den Endpunkt. Die wichtigsten Daten: Erneuert 2005, Fabrikat Doppelmayr, Kapazität 80 Personen. Talstation 1350 müM, Bergstation 2262 müM, 3452 Meter lang. Höhendifferenz 912 Meter. Den Rest kann man auf Wiki ergoogeln. Bei der Rückkehr dann, konnten wir endlich den Vollmond bestaunen.

Je näher man der Bergstation kommt, umso weiter wird die Schneelandschaft!

 

Oben angekommen, tritt man in den Holzpalast erster Güte. Im Obergeschoss befinden sich zwei Versammlungs- und Konferenzräume. Im Erdgeschoss findet man ein gorosses Selbstbedienungs-Restaurant, eine Launch-Area und das gediegene Restaurant mit  Bedienung. Man kann sich dort auch in etwas privateren Nischen verpflegen. Das Dinner war übrigens ausgezeichnet!

Das war eine originelle, gediegene Idee! Herzlichen Dank an die beiden!

Kurzes Treffen im Kreuzhof in Ramstein (D)

Einer der ganz wenigen geplanten Momente, die wahrgenommen und genossen werde konnten. Ich reiste am 14. März 2020 via Starssbourg nach Ramstein. Einreise probemlos, obwohl schon gewisse Restriktionen galten. Ausrese? Wo war ich? Gelbe Ortstafeln, es musste Deutschland sein. Nach einer Strassenbiegung wurde ich von einer fliegenden Grenzpatrouille angehalten, befragt, kontrolliert - und weiter gings!

Da waren sie also schon am Werk! Aufgleisen,fahren. EIn abwechslungsreicher Nachmittag mit allerlei Essenspausen, gesprachen, Frotzeleien, einfach mengenweise Spass, Enttäuschungen. Dem Marc sein Gläserner wollte einfach nicht das tun, was er sollte. Jungs, das war Spitze. Ich durfte dann auch noch die 'gesammelten Werke" behaendigen, der Manfred fungiert als "Briefkasten" meiner Bestellungen... Dank an Manfred und seine im Hintergrund agierende Erika, die Deko-Cheffin, wie man zu sagen pflegt.

Wie immer wenn ich nach Ramstein fahre, übernachte ich im Hotel Pirsch. Am Sonntag, 15. März 2020, machte ich mich auf dem Weg zurück nach Basel bzw. Muttenz. Dieses Mal aber gemütlich und nur durch deutsche Landen. Am Grenzübergang in Weil Autobahn, war wiederum kein Schwanz zu sehen. Alles normal! Glück gehabt, ich hatte die Karre voller netter Souvenirs... Jedoch Zollabgaben waren keine fällig und die Mehrwertsteuer liefere ich dann in Kapstadt, Südafrika ab.

Es ging dann Schlag auf Schlag. Restriktionen, Empfehlungen und  Mahnungen. Mami und ich bevorzugten die eigenen vier Wände, genossen den Garten und die pralle Sonne, die ungeahnt hohe Temperaturen bescherte! Die Blumen streckten die Köpfe um die Wette! Ein kleiner Querschnitt nun aus meiner Cellphone-Kamera.

Dies wäre ein Birnbaum, 85 Jahre alt. Er bringt immer noch Früchte, kämpft tapfer und erfolgreich gegen den schmarotzenden Efeu!

Nun also zur Blütenpracht!

Die gesamte Gartenanlage ist schön und lädt zum Verweilen ein. Aber es war zu heiss, um da länger draussen zu sitzen. Das ist also mein Elternhaus, wo ich aufgewachsen bin!

Nur keine Langeweile!

Die kam nicht auf, ich war gefordert. Die Entwicklung passte mir gar nicht, die Restriktionen wurden stärker, der Bewegungsradius enger. Zudem sagten nach und nach alle ihren Termin ab. Sergio aus Italien durfte gar nicht einreisen!

Es blieb nichts übrig, als zum Flughafen zu fahren und nach einem früheren Rückflug zu fragen. Der Flughafengebäude war leer! SO leer! An einem Schalter etwas Aktion, dann wurde ich an einen anderen Schalter gewiesen. Dort konnte man mir nach zweistündiger Warterei in der Schlange helfen! Ich hatte einen Flug am Donnerstag, 19. März 2020, elf Tage vor dem urstprünglichen Termin - und die Umbuchung hat mich nichts gekostet!

Bei der Warterei kam ich mit zwei Herren ins Gespräch, die gestrandet sind. Oliver wollte als Tourist nach Kenia, Fehlanzeige. Gleich erging es Jose, der kein Permit hat (obwohl er in Kenia wohnt), nur ein Visum. Seine Frau konnte als Permithalterin reisen, was sie auch tat, es warteten ja auch noch Tiere auf die Betreuung zuhause. Nach dem Geduldspiel gingen wir noch einen Zwitschern, hatten wir uns verdient! Wir starteten um 17 Uhr in Kloten. Jose nahm ich dann Richtung Basel mit. Doch die Autobahn war verstopft, die Kantonsstrasse in Rheinfelden auch. Hunderte LKW's und PWs' wolten nach Deutschland und dort waren die Kontrollen verschärft worden. Ein absoluter Gau!

Es ergb sich dann, dass es auf der Autobahn etwas lockerer wurde. So erreichten wir Kaiseraugst relativ flott. Jedoch auch da: Stau!  Ich liess Jose aussetigen und verabschiedete mich. Er hatte noch etwa 15 Minuten zu gehen... Um 21:40 Uhr war ich in Muttenz! Uff!

Die verfrühte Rückreise

Am 19. März also, verliess ich Muttenz und fuhr zum Flughafen Kloten. Die Auto-Rückgabe war kein Problem, das Einchecken dauerte. Erst musste abgeklärt werden, ob ich in Südafrika einreisen durfte, denn da hat man einen Touristenstopp ausgerufen. Ich wusste, dass ich fliegen konnte, das machte mich nicht nervös. Schliesslich kam die erlösende Nachricht - und ab zum Gate!  Nach Doha gab es etwa ein halkbvolles Flugzeug.  In Doha begab ich mich gemütlich nach dem angegbenen Gate und pflanzte mich in einen Ledersessell, von wo ich die Leute beobachtete. Mit und ohne Mundschutz, Schutzkleidung - natürlich Japaner!  Am Gate gab es kein Gedränge, war ja auch niemend da... Acht Passagiere in Business und 52 Passgiere Economy. Das war die Auslastung nach Kapstadt.

Die Auto-Rückgabe war kein Problem, das Einchecken dauerte. Erst musste abgeklärt werden, ob ich in Südafrika einreisen durfte, denn da hat man einen Touristenstopp ausgerufen. Ich wusste, dass ich fliegen konnte, das machte mich nicht nervös. Schliesslich kam die erlösende Nachricht - und ab zum Gate!  Nach Doha gab es etwa ein halbvolles Flugzeug.

 

Flughafen Kloten - leer!

In Doha begab ich mich gemütlich nach dem angegbenen Gate und pflanzte mich in einen Ledersessel, von wo ich die Leute beobachtete. Mit und ohne Mundschutz, Schutzkleidung - natürlich Japaner!  Am Gate gab es kein Gedränge, war ja auch niemend da... Acht Passagiere in Business und 52 Passgiere Economy. Das war die Auslastung nach Kapstadt.

 

Immer wieder faszinierend, das gleisende Licht über der Stadt Doha, beim Anflug.

In Kapstadt angekommen, wurde kein Gangway, keine Treppe angedockt. Langes warten - dann Bewegung. Eine Dame kam herein, bewaffnet mit einem Fiebermesser und Formularen. Alle bekamen so was zum Ausfüllen. Dann konnten die Südafrikaner (mit Pass) aussteigen, danach ich. Geordnet, in nettem Ton, gut organisiert. Im langen Gang vor der Immigration eine nächster Posten, Computer, Personal, Militär. Visuelle Musterung, Verabschiedung, alles ok! Einreise kein Problem, Gepäck natürlich umgehend da. Jetzt noch der Zoll, bezw. die SARS. Die wollten natürlich was von mir, ich habe dann auch deklariert. Es wurde gerechnet und ich durfte meinen Obulus entrichten. Sauber, glatt und ordnungsgenmäss!. Ich war zuhause!

Ralph hat mich abgeholt, danke! Ich war ausgeruht, hatte gut geschlafen! Im zweiten Teil des Fluges ab Doha esse ich nie was, ausser dem Frühstück.

ÄÖÜäöü    erstellt am 24 March 2020  Alle Bilder geschossen mit Huaway Y9 2019