Meine LIMA-Modelle

Diesellok Bm 4/4

Die Diesellok Bm 4/4 (SBB) von LIMA war eine schön gearbeitete Lokomoti-ve in Zweileiter-Gleichstrom-Ausführung. Sie bot sich förmlich an, sie zu supern. Äusserlich erhielt sie Metall-Nummernschilder, Relings und Aufstie-gshilfen in MS anstelle der Plastikdinger. Auf das Dach wurde eine Funk-antenne montiert und manche Maschinen erhielten noch einen 'Kamin', in denen die Dieselabgase höher ausgeblasen wurden (und nicht gleich vom Kühlgebläse wieder angesogen wurden!).

Das Entscheidende an der Erscheinungs-Änderung war aber das Front-blech mit den drei leuchtenden LEDs! Mini-LEDs mit einem Durchmesser von 1,2 mm wurden so auf eine geätzte Platine (die zugleich als frontblech fungiert) angebaut, dass die Leitungsführung nicht erkennbar war. Die unteren Halterungen für die Platine waren zugleich die Stromzuführung von der Verteilerplatine mit den Dioden und Widerständen. Diese Platine hatte neben dem Bleigewicht im Vorbau Platz. Der Rotor am M-Motor wurde mittels Poliertuch blank gerieben, Spezialöl verhalf zu leichterem Lauf. Die Laufeigenschaften, hauptsächlich im Langsamfahrbereich, konnten so erheblich verbessert werden!

 

Elektrolok Ae 3/6

Die Ae 3/6 war lange Jahre dominierend im Bestand der Lokomotiven bei der SBB. Die LIMA-Lok war recht ansehnlich. Die Lok war jedoch zu hoch und einige 'wichtige' dinge fehlten an ihr. Sie forderte eine Superung geradezu heraus.

Das Modell wurde durch verschiedene Eingriffe tiefer gelegt und feinere Vorlaufachsen von Liliput verliehen ein eleganteres Bild. Die Zugsicherungsmagnete am zweiachsigen Vorlaufdrehgestell und die Tachowelle auf der Antriebsseite wurden angebaut. Zudem mussten die viel zu einfachen und zu breiten Standard-Stromabnehmer weg, sie wurden durch vorbildgetreue Scherenstromabnehmer von Somerfeldt ersetzt. Die Plastikpuffer wurden durch gefederte Metallpuffer ersetzt. Auf dem Dach prangte eine Pfeife in Messing. Die aufgedruckten Loknummern wurden durch Metallschilder ersetzt. Die Aufstiege zu den Führerständen wurden in Metall ausgeführt. Über dem zweiachsigen Vorlaufdrehgestell wurde ein Umschalter zur wahlweisen Stromabnahme ab Oberleitung oder ab Schiene eingebaut. Der Motor wurde mit Spezialoel und anderen Kniffen leichtgängiger gemacht, ein Entstörwiderstand (damals noch nicht werksseitig eingebaut) machte die Motore leise. Zudem wurde der Rotor poliert, die Langsamfahreigenschaften wurden dadurch erheblich verbessert.

Es gab drei Varianten die im Modell umgesetzt wurden:

- Die Variante in Braun erhielt neben den eingesetzten Frontscheiben zusätzlich Scheibenwischer. Der Dachvorsprung wurde entfernt, dafür jedoch Sonnenblenden montiert. Die Dachleitungen erhielten vorbildgerechte Isolatoren und Leitungen.

- Die Variante in Grün mit Düsengittern erhielt ausser den Gehäuse-Änderungen der braunen Version die gleichen Attribute verpasst. Zusätzlich wurden sie in Silberbronze gespritzten Düsengitter aus Bronzeguss angebracht und ein Dachstromabnehmer entfernt. An seine Stelle kam ein Widerstandsaufbau in feinstem Bronzeguss. Ich besitze keine Lok in dieser Ausführung. (Aber noch einige Duesengitter, wer weiss...)

- Die Variante in Grün ohne Düsengitter entspricht der Ursprungsausführung und dem Lima-Grundmodell. Die Lok erhielt dieselben bereits beschriebenen Attribute.

Meine Lok entspricht jedoch nicht ganz der späteren Serienausrüstung, da sie als Prototyp herhalten musste.

 

Von allen drei Varianten wurden auch Loks in Wechselstrom-Dreileiter-Ausführung gebaut. Als Umschalter kamen LAUER-Umschalter zum Einsatz. Die Schleifer fuer den Mittelleiter stammte von Liliput. Dies war eine Sonderausführung, einseitig genietet und die andere Seite durch eine Schlaufe geführt. Das Platzproblem in der Höhe liess keine andere Lösung zu.

 

Swiss-Express

Die Ae 6/6 gab es nie in dieser Farbgebung. LIMA hat den 'Swiss Express'-Zug einige Zeit als Anfangspackung so in Warenhäusern in Umlauf gebracht, bis dann die richtige Lok, eine Re 4/4 II in die Anfangspackung kam.

Die Wagen entsprechen ebenfalls nicht dem Vorbild, sie sind aus der laufenden Produktion und wurden einfach umgespritzt. Dies hat sich nie geändert...

Der Schlafwagen TEN gehört nicht zum Set. Er ist jedoch in meinem Bestand und ist am Swiss-Express angehängt...

 

 

 

 

Ae 9/9 (!)

Aus zwei, leider nicht derselben Serie entstammenden Ae 6/6 der SBB (mit dem Wappen der Dreitannen-Stadt Olten), entstand dieses Fantasie-Modell. Auf den ersten Blick sieht sie aus wie eine Umbau Ae 8/14. Erst nach genauerem Betrachten fallen die drei baugleichen Drehgestelle auf, wobei nur ein Antrieb an einem Ende der Lok, eingebaut ist. Interessanterweise hat diese Lok entsprechend ihrem Aussehen ein enormes Zugvermögen. Das Gelenk entstand aus einer Filmdose!  Zur Unterstreichung der 'Moderne' erhielt sie Einholm-Dachstromabnehmer von Somerfeldt.

Erstellt am 31.10.2012