Bulawayo Eisenbahnmuseum

Ein Auszug aus meinem Reise-Tagebuch:

Richtiges Museumswetter: 14 Grad, stark bewölkt und Neigung zu Regen.

Frühstück im B&B. John (unser Landlord) hat sich grosse Mühe gegeben. Es war ausgezeichnet, was da geboten wurde! John meldete uns im Eisenbanhmuseum an und gab uns gleich noch die erforderlichen acht Bonds für den Eintritt mit.

Eine kurze Pause wurde eingelegt, danach trachteten wir danach, etwas Bier in Dosen zu ergattern. Erst aber mussten Bonds her, denn der Bottlestore akzeptierte nur diese - oder Karte. Ok, Karte - doch anschliessend begab ich mich zu den Verkaufsständen der Einheimischen, die gleich ums Eck Gemüse und Früchte feil hielten. Zuerst fragte ich nach Zitronen. Nachdem festgestellt wurde, das der Eigentümer des ersten Standes nicht anwesend war, ging ich zur Nachbarin und fragte da nach Bonds. Nach etwas Palaver bekam ich 18 Bonds für 2 US-Dollars. Ich willigte ein, bekam dann 19 Bonds.  Jedoch brauchte ich noch eine Zitrone, wollte ich abends einen Thonsalat zubereiten. Die Dame bequemte sich dann auch noch, welche auszupacken. Zufrieden trollten wir uns in die Stadt.

 

Das Eisenbahnmuseum

Das Eisenbahnmuseum in Bulawayo befindet sich grossomodo hinter dem Hauptbahnhof der City. Nur, wie kommt man da hin? Immer nur der Nase nach, eine Ansammlung von Gleisen weist den Weg. Irgendwie fanden wir den Eingang. Noch ein kleiner Umweg infolge eines gefallenen Baumriesen der den Weg versperrte - und wir waren da!

Gordon Murray, der Konservator, empfing uns mit allen Ehren und führte uns gleich persönlich durchs Museum. Im Aussengelände bewegten wir uns dann frei. Nach unserer Tour wollten wir uns bei Gordon und seiner jungen Helferin verabschieden, doch das ging nicht einfach so! Erst setzen, Konversation, Beschreibungen und Fragen stellen. Wurde so erwartet, die Neugier war auf beiden Seiten gross. Wir wurden von mehreren Augenpaaren beobachtet, denn im total überfüllten Office sassen noch einige junge Burschen. Zu guter Letzt erhielten wir von Gordon einen Übersichtsplan der simbabwischen Eisenbahn (National Railway of Zimbabwe) und einen Umschlag mit Postmarken, plus Extra-Stempel! Das war ein schönes und besonderes Erlebnis, so geehrt zu werden! Sodann trollten wir uns und zogen noch zwei Schleifen durch und um Bulawayo, ehe wir uns wieder in unser Rondavel verzogen.              ÄÖÜ äöü

 

Der Hauptbahnhof von Bulawayo (Kopfbahnhof), der sich mitten in der Stadt befindet.             

                                                                                                                               Alle Bilder Samsung Glaxy Grand Prime+

Reisezüge, wie sie täglich im total verarmten Simbabwe unterwegs sind.

Als Gegensatz ein Zug aus Botswana, der täglich Francistown - Bulawayo - Francistown verkehrt. Ansprechend sauber mit entsprechendem Aussendesign und modernem Interieur. Zur Bedienung der Klimaanlagen wird ein Maschinenwagen mitgeführt.

Das Nationale Eisenbahnmuseum in Bulawayo

Alte und neue Embleme der Bahn.

Erste Eindrücke im Aussengelände im Vorderteil im Eingangsbereich. Nicht nur Loks sind wichtig, auch Wagen aus britischer Produktion werden erhalten.

Das war die erste Lok von Mashonaland, die auch zum Streckenbau nach Victoria Falls eingesetzt wurde.

Diese Lok war die erste Maschine, die einen regulären Zug über die Victoria-Brücke nach Sambia zog.

Im Aussengelände hinter dem Hallenteil, wo die grossen Brocken stehen, herrscht etwas Chaos.. Leider stehen mal Loks, mal Wagen in den offenen Hallen. Ein Konzept ist jedenfalls nicht zu erkennen. Man versucht einfach vor dem Schneidbrenner zu retten was möglich ist.                               Ab hier bis zum Schluss stammen alle Bilder von Beat Joos.

Güterwagen stehen auch hier, Spezialwagen mit wohl markantem geschichtlichem Hintergrund. So sehen jedenfalls die eigenartigen Fahrzeuge aus, die gegen Minen geschützt sein sollen. Ebenso Hilfsfahrzeuge, gepanzert. Ein riesiger Dampfkran steht auch herum. Alles in allem einige Tonnen Schrott, de auf bessere Tage wartet.

Das Riesending ist ein gepanzerter ehemaliger Kommandoposten mit Einachs-Antrieb.

Es sind kaum 'gewöhnliche' Personenwagen vorhanden. Alles sind Einzelstücke, Küchenwagen mit urtümlich anmutenden Kühlschränken, die mit Eisblöcken betrieben wurden. Speisewagen mit leider teilweise fehlenden Inneneinrichtungen. Ein Wwagen für medizinische Eingrif, vornehmlich Augenoperationen. Durchwegs herrschen chaotische Verhältnisse im Innern der Wagen, leider.

Inspektions- und Kleintransportfahrzeuge sind ebenfalls vorhanden. Zu guter Letzt auch noch ein Feldbahnwagen zur Personenbeförderung einer ehemaligen Parkbahn unbekannten Ortes.

Erstellt und abgeschlossen am 22. Dezember 2019